
{"meta":{"meta-title":"Christian Gottlieb Selle < Personen","meta-description":"Christian Gottlieb Selle < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/721","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/721","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Christian Gottlieb Selle"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/721","text":"Christian Gottlieb Selle"}]},"data":{"id":721,"zusatz_id":721,"meta":{"meta-title":"Christian Gottlieb Selle < Personen","meta-description":"Christian Gottlieb Selle < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/721","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/721"},"title":"Christian Gottlieb Selle","nachname":"Selle","vorname":"Christian Gottlieb","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"07.10.1748","geburtsort":"Stettin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"09.11.1800","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Arzt"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/21\" class=\"link-hover text-primary\">(Geheime) Mittwochsgesellschaft (gegr\u00fcndet: 10.1783 aufgel\u00f6st: 11.1798)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/44\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der Wissenschaften<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/476\" class=\"link-hover text-primary\">Sigismund Friedrich Hermbst\u00e4dt (Chemiker, Pharmazeut)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/920\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Christian Friedrich Voitus (Wundarzt)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>Kurzbiographie aus der Mitgliederliste der Akademie der Wissenschaften:<\/b><br>\n\t\t<span>1770 Dr. med., Prakt. Arzt in\nBerlin. 1774 \u00e4rztl. Reisebegleiter der Prinzessin von Darmstadt nach\nPetersburg. 1775 Arzt des F\u00fcrstbischofs von Ermland in Heilsberg.\n1778-1800 Erster Arzt an der Charit\u00e9 in Berlin. Leibarzt FRIEDRICHs II.\nsp\u00e4ter auch Leibarzt FRIEDRICH WILHELMs II. 1795 Geh. Rat. 1798 Zweiter\nDirektor des Collegium medico-chirurgicum in Berlin. 1797 Direktor der\nPhilosophischen Klasse der Akademie<br><br><\/span><b style=\"\">Notiz in der Haude-\nund Spenerschen Zeitung Nr. 40, vom 2. April 1789:<br><\/b>Der als ein philosophischer<b style=\"\"> <\/b>Arzt und Schriftsteller r\u00fchmlichst bekannte Herr Professor Selle ist von der K\u00f6nigl. Societ\u00e4t der Aerzte in London zu ihrem ausw\u00e4rtigen Mitgliede ernannt worden.<br><br><span><br><\/span><b style=\"\">Notiz in der Haude-\nund Spenerschen Zeitung Nr. 63, vom 26. Mai 1795:<br><\/b>Auch haben [Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig] den hiesigen Professor und Doktor medicin\u00e4, Herrn Christian Gottlieb Selle, wegen seiner bekannten gro\u00dfen Einsicht, Flei\u00dfes und ausgezeichneten Geschicklichkeit, zu Dero Geheimen Rath allergn\u00e4digst zu ernennen, und das dar\u00fcber ausgefertigte Patent, frei von Chargen- und Stempel-Juribus, zu vollziehen geruhet.<br><b style=\"\"><\/b>\n\n<p class=\"MsoNormal\">\n\n<\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b style=\"\">Nachruf in der Haude-\nund Spenerschen Zeitung Nr. 135, vom 11. November 1800:<\/b><br><o:p><\/o:p>Am Morgen des 9ten November starb Herr <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Christian Gottlieb Selle<\/span>, Doktor Medicin\u00e4,\nk\u00f6niglicher Geheimerath, Arzt und Oberaufseher der Charit\u00e9, Direktor bei dem\nOberkollegium Medikum, und Direktor der philosophischen Klasse der Akademie\nder Wissenschaften, auch mehrerer ausw\u00e4rtigen Akademieen Mitglied, im Alter von\n52 Jahren und 1 Monat. Sein Name ist einer der ber\u00fchmtesten unter den sowohl\ntheoretischen als praktischen Aerzten und den philosophischen Denkern; seine\nSchriften sind mehrmal gedruckt, und auch in fremde Sprachen \u00fcbersetzt. Allein\ndie Eigenschaften des Geistes und Herzens die ihn vorz\u00fcglich auszeichneten:\nsein Scharfblick, sein Edelmuth, sein feiner Sinn, seine Liebensw\u00fcrdigkeit im\nUmgang, sein talentvoller Eifer f\u00fcr die Bef\u00f6rderung der Wissenschaften und\njeder guten Sache, \u00fcberwiegen bei weitem allen liter\u00e4rischen Ruf. \u2013 Er ward den\n7. Okt. 1748 zu Stettin geboren, und mu\u00dfte zum Theil unter ung\u00fcnstigen\nUmst\u00e4nden sich selbst ausbilden. Er studirte in G\u00f6ttingen, wo er dem\nverstorbenen Prof. Schr\u00f6der viel zu verdanken oft gestand. Nachdem er in Halle\npromovirt hatte, ging er nach Berlin. Von hier machte er mit der Landgr\u00e4fin von\nHessendarmstadt als Arzt die Reise nach Petersburg, ward sodann Leibarzt des F\u00fcrstbischofs\nvon Ermeland (itzigen Erzbischofs von Gnesen) zu Heilsberg, und kehrte nach\neinigen Jahren hieher zur\u00fcck. Seine wichtigen Kuren und patriotischen Arbeiten\nsind allgemein bekannt. Friedrich der Gro\u00dfe berief ihn als Seinen letzten Arzt;\nSelle hat die Krankheitsgeschichte des unverge\u00dflichen K\u00f6nigs beschrieben. Auch\nder Hochsel. K\u00f6nig ernannte ihn zu Seinem Leibarzt, und trug ihm die wichtige\nUntersuchung der in S\u00fcdpreu\u00dfen w\u00e4hrend des Krieges ausgebrochenen Epidemie auf.\nDie gl\u00fcckliche Beendigung dieses Gesch\u00e4ftes erwarb ihm den\nGeheimenraths-Karakter. Nachdem er zwei Monarchen bis an die letzte Stunde\nihres Lebens gedient hatte, w\u00fcrdigte ihn auch des itzigen K\u00f6nigs Majest\u00e4t\nSeines vollen Zutrauens, und der Beweise Seiner verdienten Zufriedenheit, sowie\ndas Land ihn f\u00fcr die Erhaltung des theuersten Lebens segnete. Leider ward er in\nseinen Bem\u00fchungen f\u00fcr das Wohl seiner Mitmenschen nicht durch einen starken\nK\u00f6rperbau unterst\u00fctzt. Er erlag endlich und seine letzten Stunden bew\u00e4hrten\nnoch den gro\u00dfen Arzt und den praktischen Weisen. Bis an seinen letzten Augenblick,\nunter den gr\u00f6\u00dfesten k\u00f6rperlichen Leiden, beobachtete er sich noch selbst und\nverordnete sich eigenh\u00e4ndig noch 4 Stunden vor seinem Ende ein Mittel das den\nAusschlag geben sollte, und ihn leider so gab wie er es vorausgesehen. Seinen\nletzten Augenblick bestimmte er selbst, und irrte nur um eine Viertelstunde. Die\nEr\u00f6fnung seines Leichnams die er selbst gew\u00fcnscht, best\u00e4tigte, da\u00df seine\nKrankheit eine exalcerirte Lungenschwindsucht gewesen. \u2013 Wenig B\u00fcrger sinken\nmit so allgemeinen und so gerechten Klagen des Staates in ihr Grab.<\/p>\n\n\n","genealogie":"Ehefrau: Charlotte Constanzie, geb. Meckel (gest. am 21. 1. 1797), im Alter von 37 Jahren.","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/9991\" class=\"link-hover text-primary\">\u00c9loge de Monsieur Selle<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Medizin"],"institution":["Charit\u00e9","Akademie der Wissenschaften"],"ort":[],"verein":["(Geheime) Mittwochsgesellschaft  "],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}