
{"meta":{"meta-title":"Friedrich Eberhard Rambach < Personen","meta-description":"Friedrich Eberhard Rambach < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/741","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/741","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friedrich Eberhard Rambach"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/741","text":"Friedrich Eberhard Rambach"}]},"data":{"id":741,"zusatz_id":741,"meta":{"meta-title":"Friedrich Eberhard Rambach < Personen","meta-description":"Friedrich Eberhard Rambach < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/741","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/741"},"title":"Friedrich Eberhard Rambach","nachname":"Rambach","vorname":"Friedrich Eberhard","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"14.07.1767","geburtsort":"Quedlinburg","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch-lutherisch","sterbedatum":"13.07.1826","sterbeort":"Reval","sterbeland":"Estland","berufe":{"0":"klassischer Philologe","3":"Gymnasiallehrer"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/6\" class=\"link-hover text-primary\">Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche) (gegr\u00fcndet: 01.10.1796 aufgel\u00f6st: 31.12.1806)<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/498\" class=\"link-hover text-primary\">Ignaz Aurelius Fe\u00dfler (Theologe, Publizist)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/511\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer (Schriftsteller, Publizist)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":"Ottokar Sturm, Hugo Lenz","namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1767<\/b><br>\nFriedrich Eberhard Rambach\nwird als zweiter Sohn des bekannten evangelisch-lutherischen Theologen Johann\nJakob Rambach im s\u00e4chsischen Quedlinburg geboren. <br>\n<br>\nStudium der Theologie, sp\u00e4ter der Altertumskunde und der Philologie.<br>\n<br>\n<b>1791<\/b><br>\nLehrer am Friedrich Werderschen Gymnasium, sp\u00e4ter dort auch Prorektor.\nRambach ist Lehrer von Ludwig Tieck und Heinrich Wackenroder, die er auch\nf\u00f6rdert. <br>\nF\u00fcr die von verschiedenen Schriftstellern verfa\u00dfte Sammlung von realen\nR\u00e4ubergeschichten \"Thaten und Freiheiten renomierter Kraft- und Kniffgenies\"\nsteuert Tieck einige Passagen des Rambachschen Kapitels \"Der bayrische\nHiesel\" bei. Die Geschichte handelt von einem popul\u00e4ren Dieb aus der Zeit\ndes Siebenj\u00e4hrigen Krieges. Der Tieckbiograph Rudolf K\u00f6pke bemerkt 1850: \"<i>Rambach\nhatte es \u00fcbernommen, die Geschichte des ber\u00fcchtigten Wilddiebes und R\u00e4ubers\nMatthias Klostermeyer, genannt Bayrischer Hiesel, zu bearbeiten. (...). Rambach\nunterlie\u00df auch nicht, den Hiesel zu einem Helden zu stempeln. Er nahm den Mund\nnicht wenig voll. Er erkl\u00e4rte ihn f\u00fcr einen Wilddieb aus Grunds\u00e4tzen, einen\nVerbrecher durch die Einrichtung des Staates, und naseweis hofmeisterte er die\nVorsehung, da\u00df sie aus diesem Stoff, der zu einem Alexander ausreichend gewesen\nw\u00e4re, nur einen Stra\u00dfenr\u00e4uber gemacht habe. Doch er selbst vermochte nur die\nersten Kapitel zustande zu bringen, die er Ludwig in die Feder gesagt hatte.\nDann ward er der Arbeit m\u00fcde und fand es bequemer, die Fortsetzung seinem\nGeh\u00fclfen auf eigene Gefahr zu \u00fcberlassen<\/i>\". (zit. nach G\u00fcnzel 1986, S. 89).<br>\n<br>\n<b>1792<\/b><br>\nRambach ver\u00f6ffentlicht Schauerromane, Schauspiele, Kom\u00f6dien und Historische\nRomane. Einige Werke erscheinen unter den Pseudonymen Ottokar Sturm und Hugo\nLenz. Ludwig Tieck ist anonymer Mitarbeiter der Romane. F\u00fcr den Schauerroman\n\"Die eiserne Maske. Eine schottische Geschichte\" verfa\u00dft der 19-j\u00e4hrige Schriftsteller das \"Ryno\"-Kapitel. An seinen\nFreund Wackenroder schreibt dieser im Mai: \"<i>Sag Rambach, da\u00df sein\nBruder mir kein Exemplar der \"Eisernen Maske\" geben k\u00f6nne. Hast Du\nsie schon gelesen? Lies sie doch, das letzte Kapitel ist ganz von mir,\neinzelnen unbedeutende Zus\u00e4tze ausgenommen, sage aber Rambach nichts davon, da\u00df\nDu es wei\u00dft, Du h\u00e4ttest es doch vielleicht erkannt, denn Du bist doch der\neinzige Mensch, der das kann. Auch vieles im vorletzten Kapitel ist von\nmir<\/i>\". (G\u00fcnzel 1986, S. 90).<br>\n<br><b>1793<\/b><br>Nach dem Tod von Karl Philipp Moritz bewirbt sich Rambach um die \"Lehrstelle der Arch\u00e4ologie und Kunstgeschichte bei\nder hiesigen Akademie der K\u00fcnste welche durch seinen Todt erledigt ist\". Er erh\u00e4lt zun\u00e4chst die Auskunft, die Stelle werde vorerst nicht wiederbesetzt.<br><br><b>1794<br><\/b>Auf eine erneute Bewerbung, verbunden mit einer Empfehlung durch Friedrich Gedike, wird vom Kurator der Akademie Freiherrn von Heinitz entschieden, da\u00df Rambach eine Professur f\u00fcr \"Mythologie und Alterthumskunde\" erhalten k\u00f6nne, wenn er auf ein festes Gehalt verzichte. Au\u00dfer Lehrveranstaltungen \u00fcbernimmt Rambach noch weitere Aufgaben, die von Moritz versehen wurden: die Verwaltung der Bibliothek der Akademie, die Abfassung von Vorworten f\u00fcr die Kataloge der Akademieausstellungen und von Reden anl\u00e4\u00dflich der \u00f6ffentlichen Veranstaltungen der Akademie. Die Bestallung Rambachs erfolgt am 4. August 1794.<b><br><\/b><br><br>\n<b>1795 bis 1798<\/b> <br>\nRambach ist gemeinsam mit Ignaz Aurelius Fe\u00dfler Herausgeber der Zeitschrift\n\"Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks\".<br>\n<br><b>\n1798 bis 1801<\/b> <br>\nHerausgeber der \"Jahrb\u00fccher der preu\u00dfischen Monarchie\".<br><br><b>1799<\/b> <br>Geh\u00f6rt zum Kollegium der neugegr\u00fcndeten Bauakademie. Unterrichtet \"Gesch\u00e4ftsstil\". (Strecke 2002, S. 136)<br>\n<br>\n<b>1803<\/b><br>\nRuf nach Dorpat (Ru\u00dfland) an die dortige neugegr\u00fcndete Universit\u00e4t als Professor f\u00fcr\naltklassische Sprachen, Finanz- und Kameralwissenschaften. Die literarische\nT\u00e4tigkeit nimmt mit der \u00dcbernahme akademischer und politischer \u00c4mter ab.<br>\n<br>\n<b>1822<\/b><br>\nErnennung zum Staatsrat in Dorpat.<br>\n<br>\n<b>1826<\/b><br>\nRambach stirbt 59j\u00e4hrig am 13. Juli auf einer\nKurreise an den Folgen eines Schlaganfalls.<br>\n<br>\n----------------------------------------<br>\n<br>\n\u00dcber das Leben Friedrich Eberhard Rambachs ist nicht viel bekannt. Schon die\nAutoren der \"Allgemeinen deutschen Biographie\" verwiesen auf die\nSchwierigkeit \u00fcber ihn \"sichere Daten zu erhalten\", da er\neinen gro\u00dfen Teil seines Lebens in Ru\u00dfland verbrachte. Sein Leben lang war Rambach\ngesundheitlich schwach, oft krank und angeschlagen. <br>\n<br>\nVerwendete Literatur:<br>\nG\u00fcnzel, Klaus (Hrsg.): K\u00f6nig der Romatik. Das Leben des Dichters Ludwig\nTieck in Briefen, Selbstzeugnissen und Berichten. Berlin: Verlag der Nation\n1986<br>\n<br>\nSH (Erg\u00e4nzungen zur Akademiet\u00e4tigkeit von CS)<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/span>\n","genealogie":"Am 10. M\u00e4rz 1799 meldet Prof. Rambach die gl\u00fcckliche Geburt einer Tochter.","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/6146\" class=\"link-hover text-primary\">Die Geschichte des \"Berlinischen Archivs der Zeit und ihres Geschmacks\" (1795 - 1800) im Kontext literatur- und kulturpolitischer Debatten<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Altphilologie","P\u00e4dagogik","Zeitschriftenherausgeber"],"institution":["Friedrichwerdersches Gymnasium"],"ort":[],"verein":["Humanit\u00e4tsgesellschaft","Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche)"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}