
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Tielker < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Tielker < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7434","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/7434","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Tielker"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7434","text":"Johann Friedrich Tielker"}]},"data":{"id":7434,"zusatz_id":7434,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Tielker < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Tielker < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7434","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/7434"},"title":"Johann Friedrich Tielker","nachname":"Tielker","vorname":"Johann Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"13.06.1763","geburtsort":"Braunschweig","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"11.08.1832","sterbeort":"Braunschweig","sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/800\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Adam Breysig (Maler, Theatermaler)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1763<\/b><br>Am 13. Juni wird Johann Friedrich Tielker in Braunschweig geboren. Sein Vater ist dort f\u00fcrstlicher Postmeister der Thurn und Taxis. (Neuer Nekrolog der Deutschen, 1832 (1834), 10. Jg., S. 599)<br><br>Tielker soll eine Laufbahn im Administrationsfach einschlagen, wof\u00fcr er auch die Schulen in Holzminden und Braunschweig besucht. (Ebenda) Sein k\u00fcnstlerischer Werdegang beginnt als Silhouetteur. Hierauf bildet er sich&nbsp; autodidaktisch zum Bildnisminiaturmaler aus. (Thieme\/Becker, 1999, Bd. 33\/34, S. 143)<br><br><b>1784<\/b><br>Seine erste popul\u00e4re Arbeit ist das Bildnis des Prinzen Ernst von Mecklenburg-Strelitz, das f\u00fcr viele Folgeauftr\u00e4ge sorgte. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 599) Er arbeitet hierauf in einer Vielzahl von deutschen St\u00e4dten, unter anderem in Celle, M\u00fcnster, Osnabr\u00fcck und&nbsp; Hannover. In Hannover portr\u00e4tierte er mehrere englische Prinzen.<br><br><b>1785<\/b><br>Tielker geht nach D\u00fcsseldorf. In der Gem\u00e4ldegalerie beobachtet er Sch\u00fcler der Malerei beim Kopieren nach alten Meistern. Tielker bemerkt, da\u00df ihm viele technische Fertigkeiten fehlen. Nach kurzen Resignation verwendet er das ganze Jahr in D\u00fcsseldorf darauf, diese Fertigkeiten zu erlernen. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 600)<br><br><b>1786-1788<\/b><br>In dieser Zeit arbeitet Tielker in vielen St\u00e4dten, u. a. in Aachen, M\u00fcnster, Bremen, Hamburg und L\u00fcbeck. (Thieme\/Becker, 143f.)<br><br><b>1789<\/b><br>Am Ende des Jahres kehrt Tielker kurz zu seiner Familie nach Braunschweig zur\u00fcck und kann sie mit seinen Eink\u00fcnften unterst\u00fctzen. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 600)<br><br><b>1790<\/b><br>Tielker reist \u00fcber Magdeburg, Ballenst\u00e4dt, Leipzig, Erfurt, Gotha und Dischingen nach Frankfurt\/M. (Thieme\/Becker, S. 144) Von dort aus unternimmt er regelm\u00e4\u00dfig kurze Ausfl\u00fcge in das Rheinland. <br><br><b>1792<\/b><br>Bei der Kaiserkr\u00f6nung Franz' II. darf Tielker anwesend sein, was ihm zu eine Reihe von Auftr\u00e4gen verhilft (Ebenda) und noch im selben Jahr wird er Hofmaler in Darmstadt. Am Ende des Jahres malt er die ganze Familie des Prinzen von Mecklenburg-Strelitz unter anderem auch Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz und deren Schwester Friederike. (Ebenda)<br><b><br>1793<\/b><br>Tielker ist bei der Belagerung und Beschie\u00dfung der Stadt Mainz anwesend. Er malt diese Zust\u00e4nde und publiziert sie in farbigen Drucken. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 600) \u00dcber die Vermittlung der Prinzessin Luise kommt er in Kontakt mit dem Berliner Hof, wo er einige Portr\u00e4ts der preu\u00dfischen Familie anfertigt und viele Auftr\u00e4ge aus dem Umkreis des Hofs erh\u00e4lt. (Nagler, 1848, Bd. 18, S. 470)<br><br><b>1794<\/b><br>Die meiste Zeit des Jahres verbringt Tielker wieder in Darmstadt. Im Dezember reist er wieder nach Berlin.<br><br><b>1795<\/b><br>Heirat mit Caroline Fritze, der Tochter des Doktors und Geheimrats Fritze, in Berlin (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 601). Auf der Akademieausstellung zeigt Tielker \u201eEin Mannsbildni\u00df in Miniatur\u201c. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1795: 254) In dieser Zeit entstehen die Bildnisse von Iffland und Frau D\u00f6bbelin in ihren Rollen, die dann besonders durch Aquatintareproduktionen popul\u00e4r wurden. (Nagler, 1848, Bd. 18, S. 470) <br><br><b>1796<\/b><br>Tielker l\u00e4sst sich dauerhaft in Berlin nieder und gr\u00fcndet eine Kupferdruckerei. (Thieme\/Becker, S. 144) Nebenbei besch\u00e4ftigt er sich mit dem Aufnehmen von Gegenden, die er dann in Kupfer publiziert. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 601)<br><br><b>1797<\/b><br>Auf der Akademieausstellung zeigt Tielker drei Bl\u00e4tter in Aquatinta. Eines davon, \u201eDie Caseatella von Tivoli\u201c, ist ausdr\u00fccklich nach einer Vorlage Hackerts geschaffen. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1797: 162-164)<br><br><b>1798<\/b><br>Darstellungen Ifflands, unter anderem als \"Essigh\u00e4ndler\", und von Frau D\u00f6bblin werden in \u00d6l und als Aquatinta in der Akademieausstellung gezeigt. Zudem kann Tielker das \u201eBombardement der Stadt Maynz\u201c zeigen. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1798: 178-183)<br><br><b>1800<\/b><br>Durch die englischen Vorbilder angeregt finanziert Tielker das erste von deutschen K\u00fcnstlern gemalte Panorama, das von Johann Adam Breysig und Carl Ludwig Kaaz realisiert wird. Dieses Unternehmen entwickelt sich zu einem gewinnbringenden Gesch\u00e4ft, besonders durch das Weiterschicken des Bildes in diverse europ\u00e4ische St\u00e4dte, u. a. bis nach St. Petersburg. Tielker hegt den Wunsch, selbst Panoramen zeichen zu k\u00f6nnen und besch\u00e4ftigt sich ab diesem Zeitpunkt mit dem Studium der Perspektive. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 601)<br><br><b>1802<\/b><br>Tielker malt mit Unterst\u00fctzung von Carl Ludwig Kaaz selbst ein Panorama von Berlin.<br><br><b>1803<\/b><br>Er reist \u00fcber K\u00f6nigsberg nach Riga, wo er ein Panorama der Stadt vom jenseitigen D\u00fcnaufer in Aquarell aufnimmt. (Thieme\/Becker, S. 144) Gleichzeitig bringt er das Panorama in Berlin als farbigen Druck beim Kupferstecher Fricke heraus. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 601)<br><br><b>1804<\/b><br>Im M\u00e4rz erreicht Tielker St. Petersburg. Er f\u00fchrt eine Vielzahl von Portr\u00e4tauftr\u00e4gen aus und erh\u00e4lt gro\u00dfen Beifall f\u00fcr die Ausstellung eines Panoramas der Stadt in \u00d6l, f\u00fcr welches Zar Alexander 6000 Rubel bezahlt. Au\u00dferdem solle er bei einer Gesandtschaft nach China als Portr\u00e4t-, Landschafts- und Panoramamaler teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit soll das Panorama von St. Petersburg als Geschenk an den Kaiser von China \u00fcberbracht werden. Die Reise wird jedoch nicht in der geplanten Form durchgef\u00fchrt. (Ebenda)<br><br><b>1806<\/b><br>Tielker reist \u00fcber Mitau und Riga nach Moskau, wo er ein Panorama der Stadt in Aquarell aufnimmt. (Thieme\/Becker, S. 144) Dieses Panorama wird in St. Petersburg, Reval, Riga und Mitau gezeigt. Mit Pastellen und Aquarellen verdient er in in den St\u00e4dten ein stattliches Gehalt.<br><br><b>1810<\/b><br>Er reist f\u00fcr kurze Zeit nach Berlin und Braunschweig. Danach ist er wieder in Reval, wo er den Bau und die Inneneinrichtung des Theaters \u00fcbernimmt.<br><br><b>1813<\/b><br>Tielker wird in St. Petersburg sesshaft, wohin ihm auch seine Familie folgt. Er verbringt dort einige Jahre, bis er von dort aus nach Berlin und in das Rheinland reist. (Thieme\/Becker, S. 144) <br><br><b>1814<\/b><br>Im Oktober kam Tielker wieder in Berlin an. Die Panoramen von St. Petersburg und von Moskau werden auf der Akademieausstellung gezeigt. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1814: 103-104)<br><br><b>1819<\/b><br>In St. Petersburg nimmt er einige Stadtansichten auf, die er dann als Dioramen in \u00d6l ausf\u00fchrt. Es folgt eine kurze Reise nach Moskau und darauf zur\u00fcck nach Berlin. Dort stellt er die St. Petersburger Dioramen aus. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 602)<br><br><b>1823<\/b><br>Tielker besucht Prag und malt den Hradschin mit der Moldau in \u00d6l. Er reist weiter nach Wien und kauft dort eine ganze Gem\u00e4ldesammlung auf. Er hatte von vielen Reisen Kunstwerke mitgebracht und war nun im Besitz einer umfangreichen Galerie. Auf der R\u00fcckreise nach Berlin malt Tielker eine Ansicht von Karlsbad und kauft ein Altarst\u00fcck von Thomas de Mutina. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 602)<br><br><b>1826<\/b><br>Tielker zieht nach Braunschweig zur\u00fcck. (Thieme\/Becker, 1999, S. 144)<br><br><b>1827<\/b><br>Weitere kurze Reise nach St. Petersburg. <br><br><b>1828<\/b><br>Erneute Reise nach Riga.<br><br><b>1829<\/b><br>Tielker reist nach M\u00fcnchen und zum Tegernsee, wo er Bad Kreith skizziert, was er dann in Braunschweig zu einem Diorama ausarbeitet. In dieser Zeit wendet er sich der Wachsmalerei zu. Mit Hilfe eines Braunschweiger Chemikers gelingen ihm auch einige Landschaften und Portr\u00e4ts. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 603)<br><br><b>1831<\/b><br>Wegen der herannahenden Cholera fl\u00fcchtet Tielker nach Mannheim. (Neuer Nekrolog der Deutschen, S. 603)<br><br><b>1832<\/b><br>R\u00fcckkehr nach Braunschweig. Dort erleidet er einen Schlaganfall, der ihn l\u00e4hmt und die Lunge mit getroffen hat. Am 11. August stirbt er im Kreise seiner Familie. <br><br><b>Uwe Kirmse (2011)<\/b><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}