
{"meta":{"meta-title":"Jean Joseph Francois Tassaert < Personen","meta-description":"Jean Joseph Francois Tassaert < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7444","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/7444","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Jean Joseph Francois Tassaert"},"count":{"lebensdaten":8,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7444","text":"Jean Joseph Francois Tassaert"}]},"data":{"id":7444,"zusatz_id":7444,"meta":{"meta-title":"Jean Joseph Francois Tassaert < Personen","meta-description":"Jean Joseph Francois Tassaert < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/7444","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/7444"},"title":"Jean Joseph Francois Tassaert","nachname":"Tassaert","vorname":"Jean Joseph Francois","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1765","geburtsort":"Paris","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"um 1835","sterbeort":"Paris","sterbeland":null,"berufe":["Kupferstecher"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1765<\/b><br>Jean Joseph Fran\u00e7ois Tassaert wird als Sohn des Bildhauers Jean Pierre Antoine Tassaert und deer Miniatzrmalerin Marie-Edm\u00e9e Tassaert, geb. (de) Moreau, in Paris geboren. (Nagler: 18,122; ThB: 32,453)<br><br><b>1773<\/b> <br>Umzug Familie Tassaert nach Berlin. Der Vater wird zum Hofbildhauer Friedrichs II. ernannt. (c.f. Datenbankeintrag zu Jean Pierre Antoine Tassaert)<br>Tassaert bekommt Unterricht durch seinen Vater. (ThB: 32,453)<br>Johann Gottlieb Schadow, der 1778 Lehrling von Tassaerts Vater wurde und in enger freundschaftlicher Beziehung zu Jean Joseph Fran\u00e7ois Tassaert stand, schreibt \u00fcber diesen 1849: \"<i>Tassaert der Sohn, erst bei der Regie angestellt,&nbsp; dann Architekt\n und um diese Zeit in freier Handzeichnung sich \u00fcbend, wurde\nKupferstecher. Dieser, der schon genannte Burnat und einer namens\nKr\u00fcger, sp\u00e4ter Portr\u00e4tmaler, hatten Umgang. In ihrer poetischen Stimmung\n brachten sie ein Personal zusammen und gaben den Hamlet in einem Saale\ndes K\u00f6niglichen Lagerhauses, wo des Burnat Vater, ein Italiener aus\nLivorno, Buchhalter war<\/i>.\" (Schadow: I,9)<br><br><b>1786<br>Aufenthalt in Rom. Wohnt bei Vincenz R\u00f6sler.<\/b><br><br><b>1787\/1788<\/b><br>Aufenthalt in London, Unterricht bei dem italienischen Maler und Kupferstecher Francesco Bartolozzi. (Nagler: 18,122; ThB: 32,453; Bartolozzi befand sich seit 1764 in London, war Kupferstecher des K\u00f6nigs und Mitglied der Royal Academy, ThB: 2,580)<br>Andreas Riem schl\u00e4gt in Berlin Tassaert als Korrespondenten f\u00fcr die geplante \"<i>Monats-Schrift der Akademie der K\u00fcnste und Mechan. Wissenschaften zu Berlin<\/i>\" vor. (GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 327, fol. 26r; in der nur zwei Jahre bestehenden Monatsschrift jedoch keine Artikel von Tassaert nachweisbar)<br><b>\"nach dem Tode seines Vaters ging er zu seinem Onkel einem Kupferstecher nach London [bei Schadow: Lebenserinnerungen im Komm. steht: zu Bartolozzi nach London - also Onkel Bartolozzi], kam ohne viel gelernt zu haben, f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre zur\u00fcck nach Berlin. Umgang mit Schadow, den beiden Genelli, Jakob Asmus Carstens und Karl Philipp Moritz. Stiche nach Carstens Zeichnungen f\u00fcr die Illustraion der G\u00f6tterlehre von Moritz. Stich des Saales im Dorvillschen Hause.<\/b><br><br><b>1787<\/b><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"<i>Eine Zeichnung, nach I. van Loo, les devoirs Maternels<\/i>\" [ein Kupferstich unter diesem Titel befand sich in mehrfacher Ausgabe bis 1800 im Besitz der Akademie und wurde bei der \"<i>Auction der entbehrlichen Kupferstiche, Gipse, Modelle, Instrumente pp<\/i>\" bei einem angesetzten Preis von 4 gr. f\u00fcr 13 gr. an Grimmer, 14 gr. an Fischer und 21 gr. an Laurent verkauft; GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 249], \"<i>Moses Mendelsson, in punktirter Manier gestochen, nach der Marmorb\u00fcste seines Hrn. Vaters<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1787:197.198)<br><br><b>1788<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"<i>Die m\u00fctterlichen Pflichten, eine Frau mit einem Kinde an der Bust nach Vanloo in punktirter Manier gestochen<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1788:351)<br><br><b>1789<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Zeichnungen: \"<i>Ein Kopf nach Raphael<\/i>\", \"<i>Ein lesendes Frauenzimmer nach P. Tassaert<\/i>\"; Kupferstich: \"<i>Angelique und Medore, nach Tomkins<\/i>\", \"<i>Richard Kromwell, nach Van Dyck<\/i>\".(B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1789: <br><br><b>1791<\/b> <br><b>Umzug nach Paris. \"Der junge Tassaert hat die schlimmsten Zeiten der Revolution in Paris durchlebt; seine Briefe, die er dar\u00fcber an Schadow richtete, enthalten eine lebendige Schilderung der Zust\u00e4nde\". (Mackowsky, Johann Gottfried Schadow. Jugend und Aufstieg, Berlin 1927, S. 154). Die Briefe liegen heute im Zentralarchiv Staatliche Museen Berlin SPK<br>Wird Sch\u00fcler von xx Anselin.<br><br>1791<br><\/b>Aufenthalt in Paris. Tassaert erh\u00e4lt durch Intervention Heinitz' eine Pension von 200 Rhtlr im Jahr durch den preu\u00dfischen K\u00f6nig, \"<i>um sein Studium dort noch fort<\/i>[zu]<i>setzen, und demn\u00e4chst als ein geschickter und brauchbarer K\u00fcnstler zur\u00fcck<\/i> [zu] <i>kommen, und sich hier im Lande ern\u00e4hren<\/i> [zu] <i>k\u00f6nne<\/i>[n]\". Nach der geplanten R\u00fcckkehr 1793 wird ihm die genannte Summe f\u00fcr ein weiteres Jahr in Aussicht gestellt. (Auszug aus dem Bericht Heinitz' an den preu\u00df. K\u00f6nig, 15.10.1791, Dankesschreiben von Tassaert an Heinitz, 17.11.1791, GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 294; contra ThB: 32,453, hier das Jahr 1792 angegeben) <br>In einem Schreiben von Heinitz an Tassaert, datiert auf den 20.10.1791, hei\u00dft es zudem, Tassaert solle sich anstrengen, gute Muster zu w\u00e4hlen und durch eingesandte Proben zu beweisen, dass er einen guten Anfang in Paris gemacht habe. Au\u00dferdem solle er von jeder beendeten Platte, einige Abz\u00fcge einsenden. (GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 294; diese Aufforderung am 04.02.1792 nochmals durch den Senat der Akademie bekr\u00e4ftigt, GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 41, fol. 255)<br>In einem nicht erhaltenen, sp\u00e4teren Schreiben fordert Heinitz Tassaert auf, Druckgraphiken nach franz\u00f6sischen Reiterstatuen einzusenden, denn Tassaert schreibt am 15.08.1792 nach Berlin, er k\u00f6nne keine Stiche von \"<i>Figures lequestes grav\u00e9e d\u2019apr\u00e8s les monuments \u00e9lev\u00e9 en France<\/i>\" auftreiben, au\u00dfer von Louis XV&nbsp; und drei anderer, nicht genauer genannten Monumente. (GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 294; dem Brief liegt ein Kupfertstich mit einer allegorischen auf B\u00fccher sitzenden Figur bei, die in ihren H\u00e4nden eine Kugel und einen Zirkel h\u00e4lt, im Vordergrund liegt ein Winkel, im Hintergrund sind Folianten zu sehen)<br><br><b>Mit seiner Frau Louise, geb. Stenger, die er nach einiger Zeit aus\nBerlin nachkommen lie\u00df, und die ihm eine zahlreiche Familie, darunter\nden einst gesch\u00e4tzten \"Corregio der Mansarde\" Octave bescherte,<br><br><br>Man erf\u00e4hrt auch aus ihnen, was ihn an Paris fesselte: \"Les artistes ne sont pas comme \u00e0 Berlin pr\u00eat \u00e0 se nuire les uns aux autres, au contraire je trouve du secours et des airs partout\". In Berlin, wo man noch auf die alte, solide Technik des Linienstichs, namentlich bei den Anf\u00e4ngern, etwas gab, urteilte man, er sei \"gleich den unrechten Weg gegangen, in dem er sich nicht mit dem Grabstichel, sondern mit der punctirten Arbeit abgegeben hat\". In den Pariser Werkst\u00e4tten, bei Asselin [!], f\u00fchlte er sich in seiner Kunst gef\u00f6rdert: ..je regrette journellement ... autre homme\". Gleichwohl hat er es als K\u00fcnstler zu nennenswerten Leistungen nicht gebracht.\/155\/<br><\/b><br><b>1800<br><\/b>Bei der \"<i>Auction der entbehrlichen Kupferstiche, Gipse, Modelle, Instrumente pp<\/i>\" der Berliner Akademie der K\u00fcnste werden folgende Arbeiten von Tassaert versteigert:<br>\"866. <i>Fr\u00e9deric le grand, Brustbild in Couleur, nach Mlle Tassaer<\/i>\" f\u00fcr 16 gr. (angesetzter Preis: 8 gr.). (weiteren versteigerte Arbeiten c.f. Beteiligung an der Akademieausstellung 1787; GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 249)<br><br><b>1803<br><\/b>Arbeiten nach Vorlagen des Pariser Historien- und Bildnismaler Antoine Lemire:<br>\"Collection de t\u00e8tes d'expression, repr\u00e9sentant les diff\u00e9rentes passions de l'ame. D'apr\u00e8s les plus cel\u00e8bres maitres de toutes les \u00e9coles. Dessin\u00e9es d'apr\u00e8s le tableau du Mus\u00e9e central des Arts de Paris par J. &amp; A. Sauvage Lemire. Grav\u00e9es par Tassaert. Cahier de six feuilles. Prix 6 fr. papier ordinaire &amp; 9 fr. papier velin. Paris ch\u00e9s Tassaert Rue Hyacinthe. Nro. 688\" sowie der Kupferstich \"<i>Voung der seine Tochter begr\u00e4bt<\/i>\". (mit Beschreibung in: FranzMis: 10f., 125ff.; Freim\u00fcth: 460)<br><b><br>1804<\/b><br><b>Bericht \u00fcber lithographische Versuche<\/b><br><br><b>Um 1835<\/b><br>Tassert stirbt in Paris. (ThB: 32,453; contra: bei Nagler: 18,122 der Zeitraum um 1812 angegeben)<br><br><b>Quellen<br><\/b><ul><li><b>Geheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz<\/b><\/li><\/ul><blockquote>GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 41. <i>Academische Conferenz= Protocolle. Vol. I. vom 30ten October 1789 bis 3ten September 1796<\/i>.<br>GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 249. <i>Acta betreffend die gehaltene Auction der entbehrlichen Kupferstiche, Gipse, Modelle, Instrumente pp. 1799, 1800<\/i>.<br>GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 294. <i>Acta betr. die von dem Kupferstecher Tassaert bei Sr. Majest\u00e4t unmittelbar nachgesuchte Pension und sonst fortgesetzter Correspondenz von 1788-1794<\/i>.<br>GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III. Nr. 327. <i>Acta betreffend die unter den Auctorit\u00e4t der Accademie von dem Hrn Riem herausgegebene Academische Monatsschrift 1787-1791<\/i>.<br><br><\/blockquote><ul><li><b>B\u00f6rsch-Supan: <\/b><i>Die Kataloge der Berliner Akademieausstellungen. 1786-1850<\/i>, Reprint hg. v. Helmut B\u00f6rsch-Supan, Berlin: 1971.<\/li><li><b>FranzMis<\/b>: <i>Franz\u00f6sische Miscellen<\/i>, 2. Bd., T\u00fcbingen: Cotta'sche Buchhandlung, 1803.<\/li><li><b>Freim\u00fcth<\/b>: <i>Der Freim\u00fcthige oder Berlinische Zeitung f\u00fcr gebildete, unbefangene Leser<\/i>, hg. v. August v. Kotzebue, Berlin: Sander, 1803: 460.<\/li><li><b>Schadow<\/b>, Johann Gottfried: <i>Kunstwerke und Kunstansichten. Ein Quellwerk zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte zwischen 1780 und 1845. Kommentierte Neuausgabe der Ver\u00f6ffentlichung von 1849<\/i>, hrsg. v. G\u00f6tz Eckardt, 3 Bde., Berlin: Deutscher Verlag f\u00fcr Kunstwissenschaft, 1987.<br><\/li><\/ul><b><br>Literatur<br><\/b><ul><li><b>Nagler<\/b><br><\/li><li><b>ThB<\/b>: Thieme-Becker: <i>Allgemeines Lexikon der Bildenden K\u00fcnste von der Antike bis zur Gegenwart<\/i>, Leipzig: 1907-1947.<br><\/li><\/ul><br>","genealogie":"Vater: Jean Pierre Antoine Tassaert, Bildhauer (1727-1788)\nMutter: Marie-Edm\u00e9e Tassaert, geb. de Moureau (-1791), Miniaturmalerin\nSchwester: Antoinette, verh. Beer, Kupferstecherin, Miniaturmalerin\nSchwester: Henriette F\u00e9licit\u00e9 verh. Robert (1766-1818)\nSohn: Octave Tassaert (1800-1874), Maler, Lithograph","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}