
{"meta":{"meta-title":"Ernst Adolph Eschke < Personen","meta-description":"Ernst Adolph Eschke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/752","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/752","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Ernst Adolph Eschke"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/752","text":"Ernst Adolph Eschke"}]},"data":{"id":752,"zusatz_id":752,"meta":{"meta-title":"Ernst Adolph Eschke < Personen","meta-description":"Ernst Adolph Eschke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/752","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/752"},"title":"Ernst Adolph Eschke","nachname":"Eschke","vorname":"Ernst Adolph","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"17.12.1766","geburtsort":"Mei\u00dfen","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"17.07.1811","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":{"0":"Schriftsteller","4":"Taubstummenlehrer"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/27\" class=\"link-hover text-primary\">Philomatische Gesellschaft (gegr\u00fcndet: 16.10.1800)<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1766 <\/b><br>Ernst Adolph Eschke wird am 17. Dezember in Mei\u00dfen geboren. Sein Vater ist Kreissteuereinnehmer in Mei\u00dfen.<br>\n<br>\n Erziehung durch Hauslehrer Magister Gro\u00dfe, danach durch Uhle.<br><br>\n<b>1778<\/b><br>\nals 12j\u00e4hriger Besuch der k\u00f6niglichs\u00e4chsischen F\u00fcrstenschule St. Afra in Mei\u00dfen.<br><br>\n<b>1780<\/b><br>\nunterrichtet mit 14 Jahren seine j\u00fcngeren Geschwister.<br><br>\n<b>1782-85 <\/b><br>\nStudiert Jura und Philosophie in Wittenberg.<br>\n<br>\n<b>1785-86 <\/b><br>\nStudiert Jura und Philosophie in Leipzig; Mitarbeiter am Magazin zur Erfahrungsseelenkunde.<br><br>\n<b>1786 <\/b><br>\nReise; u.a. Besuch des Taubstummeninstituts in Wien.<br>\n <br>\n<b>1787 <\/b><br>lernt in Leipzig den Taubstummenlehrer Samuel Heinicke\nkennen. Eschke besucht hier das erste deutsche Taubstummeninstitut,\ndessen Gr\u00fcnder Heinicke ist.<br>\nIm gleichen Jahr heiratet die Eschke Heinickes Tochter Tochter Juliane<br>\n\nCaroline Tugendreich.<br><br><b>\n1788 <\/b><br>auf Anraten des Schwiegervaters Umzug nach Berlin. Eschke arbeitet hier zun\u00e4chst als privater Taubstummenlehrer.<br>\nAm 2.12. verf\u00fcgt das K\u00f6nigliche Oberschulkollegium, da\u00df Professor Ernst Adolf<br>\n\nEschke mit dem privaten Unterricht von drei \u201etaubstummen\u201c Kindern im Haus Linienstr. 110 beginnen kann.<br>\nEschke stiftet und ber\u00fcndet <span class=\"textSmall\">das K\u00f6niglich Preu\u00dfische Institut f\u00fcr Taubstumme<\/span> in Berlin, an dem er als Professor und Direktor t\u00e4tig ist. Die Anstalt wird schon bald nach\n Sch\u00f6nhausen verlegt.<br>\n<br>\n<b>1791 <\/b><br>\nHerausgeber der Zeitschrift \"<i>Preu\u00dfische Flora oder Taubstummenb\u00fcchlein\n f\u00fcr Freunde und Freundinnen der Dichtkunst<\/i>\"<br><br>\n<b>1798 <\/b><br>Eschkes Privatinstitut wurde in den Stand eines\n\u201eK\u00f6niglichen Taubstummeninstituts\u201c erhoben. Friedrich Wilhelm III.\nkauft das Grundst\u00fcck Linienstr. 85 und \u00fcberl\u00e4\u00dft\nes Eschke zur kostenlosen Nutzung als \u201eK\u00f6nigliches Taubstummeninstitut\nzu Berlin\u201c.<br>\n<br><b>\n1803<br><\/b>Eschke wird von der galvanischen Societ\u00e4t in Paris als korrespondierendes Mitglied aufgenommen.<br><br><b>1806<\/b><br>Eschke lehnt einen Ruf nach Petersburg ab und wird vom K\u00f6nig mit 100 Friedrichsd'or f\u00fcr seine Treue zu Berlin belohnt.<br><b><br>seit 1808 <\/b><br>\nKgl. Preu\u00df. Oberschulrat in Berlin.<br><br>\n<b>1811 <\/b><br>Eschke stirbt am 17. Juli in seinem 45. Lebensjahr in Berlin.<br>\n<br>\n<br><i>\n\u201eDie Welt zu erkennen, Denken als Vergn\u00fcgen genie\u00dfen: Diese\nM\u00f6glichkeiten sollten wie jedem anderen Menschen auch einem Taubstummen\noffen stehen!\u201c (Eschke)<\/i><br>\n<br>\nErnst Adolf Eschke, der Begr\u00fcnder des K\u00f6niglichen Taubstummeninstituts\nin Berlin, studierte Jura und Philosophie in Wittenberg und Leipzig.\nSein verst\u00e4rktes Interesse jedoch galt neben der Philosophie der\nP\u00e4dagogik und der Psychologie sowie dem<br>\nStudium alter Schriften. Eschke wurde zum Anh\u00e4nger der philanthropischen<br>\nBewegung, in welcher der behinderte Mensch erstmals im Mittelpunkt steht.<br>\n<br>\nEschkes Auseinandersetzung mit Taubstummen begann 1786 in Wien, wo der\ndas Taubstummeninstitut besuchte. Ein Jahr sp\u00e4ter lernte er in Leipzig\nHeinicke kennen. Dieser hatte in Leipzig das erste deutsche\nTaubstummeninstitut gegr\u00fcndet. Neben seiner Bekanntschaft zu Heinicke,\ndessen Tochter Eschke heiratete, pflegte dieser Kontakt zu Abb\u00e9 de\nl\u2019Ep\u00e9e, dem Gr\u00fcnder des Taubstummeninstituts in Paris. In seinem\nUnterricht verfolgte Eschke weniger die mehrheitlich orale Methode\nHeinickes als vielmehr eine Methode, die auch der Geb\u00e4rdensprache mehr\nRaum gab. Diese anerkannte er als Muttersprache der Geh\u00f6rlosen\nund verwendete sie selbstverst\u00e4ndlich im Unterricht.<br>\n<br>\n\u00dcber seine T\u00e4tigkeit als Taubstummenlehrer hinaus war Eschke als\nSchriftsteller t\u00e4tig. Er verfa\u00dfte mehr als 120 Aufs\u00e4tze sowie mehrere\nB\u00fccher. Darunter befinden sich sowohl Beobachtungen \u00fcber Taubstumme,\nals auch Gedichte, Schauspiele und Romane.<br><br>\nEschke starb 1811 in Berlin und wurde auf dem Friedhof der Berliner<br>\nSophien-Gemeinde begraben.<br><br><span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">\nQuelle: <\/span><br style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">\n<span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\" class=\"w\"><\/span><span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\"><\/span><a style=\"color: rgb(51, 0, 51);\" class=\"l\" href=\"http:\/\/www2.hu-berlin.de\/gebaerdensprachpaedagogik\/struktur\/studium\/materialien\/histor_wegweiser\/histor_berlin_s2.pdf\">INSTITUTION Das K\u00f6nigliche Taubstummeninstitut in Berlin bis 1840 <b>...<\/b><\/a><span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\"> auf:<\/span><br style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">\n<font style=\"color: rgb(51, 0, 51);\" size=\"-1\">www2.hu-berlin.de\/...\/struktur\/studium\/<wbr>materialien\/histor_wegweiser\/histor_berlin_s2.pdf -<br>\n<br><\/font><br style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">\n<a style=\"color: rgb(51, 0, 51);\" href=\"http:\/\/www.sign-lang.uni-hamburg.de\/BibWeb\/LiDat.acgi?ID=29970\"><\/a><span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\"><\/span><br style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">\n<br style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">&nbsp;\n<span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\"><\/span><br>\n<br>\n\n","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5421\" class=\"link-hover text-primary\">Herr Professor Eschke und das von ihm gestiftete, jetzt k\u00f6nigliche Taubstummen-Institut zu Berlin<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["P\u00e4dagogik"],"institution":["Taubstummeninstitut"],"ort":[],"verein":["Humanit\u00e4tsgesellschaft","Philomatische Gesellschaft"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}