
{"meta":{"meta-title":"Friedrich Laun < Personen","meta-description":"Friedrich Laun < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/759","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/759","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friedrich Laun"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":2,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":1,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/759","text":"Friedrich Laun"}]},"data":{"id":759,"zusatz_id":759,"meta":{"meta-title":"Friedrich Laun < Personen","meta-description":"Friedrich Laun < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/759","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/759"},"title":"Friedrich Laun","nachname":"Laun","vorname":"Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"01.06.1770","geburtsort":"Dresden","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"04.09.1849","sterbeort":"Dresden","sterbeland":null,"berufe":["Schriftsteller"],"vereine":[],"bekanntschaften":{"0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/569\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Schlegel (Schriftsteller)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/742\" class=\"link-hover text-primary\">Christian Wilhelm Sch\u00fctz (Schriftsteller)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/575\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Ludwig Tieck (Schriftsteller)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":"Schulze, Friedrich August","gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":"Helldunkel Jeremias, Innocenz, Teutobald, Chr. H. Spies","namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n\n<p><b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">1770<\/span><\/b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"> <br>\nFriedrich Laun wird am 1. Juni als Friedrich August Schulze in Dresden geboren.\n<br>\n<b><br>\n1795<br>\n<\/b>Launs erste Schrift \"Die grauen Br\u00fcder, oder Der Bund der\nSchrecklichen\" erscheint in Erfurt im Verlag Vollmer.<br>\n<b><br>\n1797-1800<br>\n<\/b>Studium der Rechtswissenschaften in Dresden.<br>\n<b><br>\n1800<br>\n<\/b>Die Novelle \"Der Mann auf Freiers F\u00fcssen\" wird Launs erster\nPublikumserfolg.<br>\n<b><br>\n1802<br>\n<\/b>Im Herbst Aufenthalt in Berlin. Sophie Sander und ihr Mann, der Verleger Daniel\nSander f\u00fchren Laun in die Berliner Gesellschaft ein. Ein Ort der Zusammenkunft\nist der Sandersche Teetisch, wo sich die romantischen Literaten treffen.<br>\n<b><br>\n1804\/05<\/b> <br>\nNach dem Studium der Rechtswissenschaften in Leipzig arbeitet Laun in diesen\nJahren als Redakteur der Dresdner \"Abendzeitung\".<br>\n<br>\n<b>1807<\/b> <br>\nLaun wird Sekret\u00e4r bei der Dresdner Landes-\u00d6konomie-Deputation. <br>\nIn der Dresdner Gesellschaft kn\u00fcpft Laun Kontakte mit Friedrich Schlegel,\nHendrik Steffens und Ludwig Tieck. Dresden ist zu dieser Zeit neben Berlin,\nWeimar und Heidelberg ein weiterer Knotenpunkt der deutschen Schriftstellerei,\ninsbesondere der romantischen Str\u00f6mung. Laun ist Mitglied des popul\u00e4ren \"Dresdner\nLiederkreises\". Sein zweib\u00e4ndiges Werk \"Schlo\u00df Riesenstein\"\nerscheint.<br>\n<b><br>\n1810-1812<br>\n<\/b>Gemeinsam mit Johann August Apel ver\u00f6ffentlicht Laun das vierb\u00e4ndige\n\"Gespensterbuch\". Es wird sein erfolgreichstes Werk. <br>\nZwischen 1805 und 1819 erscheinen mehr als 40 Werke des Schriftstellers,\ndarunter einige mehrb\u00e4ndige Romane, Possenspiele, Novellensammlungen, Gedichtb\u00e4nde\nund einige gemeinsame Publikationen mit Apel.<b><br>\n<br>\n1820<\/b> <br>\nBef\u00f6rderung zum Kommissionsrat. Neben seiner Beamtenlaufbahn verfa\u00dft der\n\u00e4u\u00dferst produktive Unterhaltungsschriftsteller zahlreiche Romane und\nErz\u00e4hlungen, in deren Mittelpunkt meist Familienkonflikte des gehobenen\nB\u00fcrgertums und des niederen Adels stehen. <br>\n<br>\n<b>1843<br>\n<\/b>Die \"Gesammelten Schriften\" Launs erscheinen in sechs B\u00e4nden.\nMitherausgeber ist Ludwig Tieck.<br>\n<br>\n<b>1849<\/b><br>\nFriedrich Laun stirbt am 4. September im Alter von 79 Jahren in Dresden. <br>\n<br>\n----------------------------------------<br>\n<br>\nDer Schriftsteller Friedrich Laun geh\u00f6rte zum Kreis der Dresdner Romantik. In\nder s\u00e4chsischen Residenzstadt machte er die Bekanntschaft mit Friedrich\nSchlegel und Ludwig Tieck. Durch letzteren wurden seine Werke in Berlin, wo\nLaun selbst nie gelebt hat, popul\u00e4r. <br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">Mit Johann August Apel verband ihn nicht nur die\nFreundschaft. Ihr gemeinsam verfasstes \"Gespensterbuch\" von 1810\/12 hatte\neine gro\u00dfe Wirkung auf das Publikum und gab der Mode der Gespenster- und\nSagenliteratur einen erneuten Aufschwung. Das auch kommerziell erfolgreiche\nWerk enthielt zudem die bekannte, von Apel stammende Nacherz\u00e4hlung der\nVolkssage \"Der Freysch\u00fctz\". Diese lieferte die Vorlage f\u00fcr ein\nLibretto Friedrich Kinds in Carl Maria v. Webers gleichnamiger Oper. Wie Weber,\nKind, Apel war auch Laun Mitglied des \"Dresdner Liederkreises\". <br>\nLauns Werk bestand aus einer Vielzahl von Schriften, darunter mehrb\u00e4ndige\nRomane, Possenspiele, Novellensammlungen, Gedichtb\u00e4nde und einige gemeinsame\nPublikationen mit Apel. Thematisch reichte die Bandbreite von den an Lafontaine\nangelehnte fr\u00fchen Schriften (\"Der Waidmann aus dem Nonnekloster\u201c, 1796)\n\u00fcber romantische Geister- und Nachtgeschichten und Schauerliteratur bis hin zu\npseudoromantischer Trivialliteratur sp\u00e4terer Jahre. Die gegenwartsbezogene\nReflexion historischer Ver\u00e4nderungen wie der Aufstieg des B\u00fcrgertums geh\u00f6rten\ndabei ebenso zum inhaltlichen Spektrum wie das Horrorgenre, Ritterstoffe und\nLiebesgeschichten. Insgesamt hinterlie\u00df der produktive, heute jedoch nahezu in\nVergessenheit geratene Autor \u00fcber 200 Werke. Hinzu kommen eine Reihe von\nZeitungs- und Taschenbuchbeitr\u00e4gen.<b><br>\n<\/b>Ludwig Tieck schrieb in einem Prolog der Neuausgabe der Werke Friedrich\nLauns von 1843 an den Autor: <i>Sie hatten das Gl\u00fcck, oder auch Ungl\u00fcck,\nsogleich ein Lieblingsschriftsteller der deutschen Nation zu werden. Leser, wie\nKritiker, kamen ihnen mit gleicher Freundlichkeit entgegen und Ihre Produktionen\nfolgten schnell aufeinander. Ein allgemein beliebter und popul\u00e4rer Autor kann\naber nur der bei uns werden, der immer sich in derselben Manier in jedem Buche\ndarstellt, die die Lesewelt einmal g\u00fcnstig aufgenommen hat. So geschieht es\ndenn auch, da\u00df dasselbe Publikum, welches erst den Autor beinahe verzogen hat,\nnach mehr oder weniger Jahren die Unbilligkeit noch weiter treibt, als fr\u00fcher\ndie Gunst, und die Kritik, die bei uns mit der Mode fast immer verschwistert\nund eins ist, schilt dieselben B\u00fccher, die sie fr\u00fcher, wohl auch in\n\u00dcbertreibung, zu Kunstwerken erhoben hat\". (Laun I 1843, S. 5ff.).<\/i><br>\n&nbsp; <br>\n<b>Verwendete Literatur:<\/b><br>\nLaun, Friedrich: <i>Friedrich Launs gesammelte Schriften<\/i>. Neu durchgesehen,\nverbessert und mit Prolog von Ludwig Tieck. Bd. 1. Stuttgart: Scheible, Rieger\nund Sattler 1843<br>\n<br>\n<br>\nSH<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/span>\n","genealogie":"","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2106\" class=\"link-hover text-primary\">Prinz Gelbschnabel<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3191\" class=\"link-hover text-primary\">Gespensterbuch<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3192\" class=\"link-hover text-primary\">Reise-Scenen und Abentheuer zu Wasser und zu Lande<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3193\" class=\"link-hover text-primary\">Das Hochzeitsgeschenk<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3194\" class=\"link-hover text-primary\">Die seltsame Ehe<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3195\" class=\"link-hover text-primary\">Memoiren<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3198\" class=\"link-hover text-primary\">Der Mann auf Freiers F\u00fcssen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3199\" class=\"link-hover text-primary\">Die Macht des Wortes<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3200\" class=\"link-hover text-primary\">Auswanderung, Schicksale und Heimkehr<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3201\" class=\"link-hover text-primary\">Die Strohwittwe und ihre Anbeter<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3203\" class=\"link-hover text-primary\">Das Heirathsfieber nebst drei andern Kleinigkeiten<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3204\" class=\"link-hover text-primary\">Die Nacht in der H\u00f6lle<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3205\" class=\"link-hover text-primary\">Die Zigeunerin<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3206\" class=\"link-hover text-primary\">Der Kampf mit Liebe und Leben<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4314\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Laun's [d. i. 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