
{"meta":{"meta-title":"August Heinrich Julius Lafontaine < Personen","meta-description":"August Heinrich Julius Lafontaine < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/760","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/760","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"August Heinrich Julius Lafontaine"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/760","text":"August Heinrich Julius Lafontaine"}]},"data":{"id":760,"zusatz_id":760,"meta":{"meta-title":"August Heinrich Julius Lafontaine < Personen","meta-description":"August Heinrich Julius Lafontaine < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/760","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/760"},"title":"August Heinrich Julius Lafontaine","nachname":"Lafontaine","vorname":"August Heinrich Julius","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"05.10.1758","geburtsort":"Braunschweig","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"reformiert","sterbedatum":"20.04.1831","sterbeort":"Halle","sterbeland":null,"berufe":["Schriftsteller"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":"Miltenberg, Gustav Freyer, Selchow","namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">1758<\/span><\/b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"> <br>\nAm 5. Oktober Geburt in einer kinderreichen, urspr\u00fcnglich aus Beauvais\/\nNordfrankreich stammenden hugenottischen Familie. Der Vater Ludolf Lafontaine\nist Hofmaler in Braunschweig, wo die Familie seit drei Generationen ans\u00e4ssig\nist. Zudem unterh\u00e4lt er als Freimaurer Verbindungen mit Lessing und den\nProfessoren Gaertner und Zacharias.<br>\nAugust H. Julius Lafontaines bekanntester Bruder ist der sp\u00e4tere Portraitmaler\nCarl Anton Friedrich Lafontaine (1755-1831).<br>\n<br>\n<b>1774<\/b> <br>\nTod des Vaters, Besuch des Gymnasiums \"Sophineum\" in Sch\u00f6ningen. <br>\nFr\u00fch besch\u00e4ftigt sich Lafontaine mit Literatur, der Philosophie der Aufkl\u00e4rung\nund antiken Autoren. Die Lekt\u00fcre der Barockromane Anton Ulrich v. Braunschweigs\nund Andreas Buchholtz' pr\u00e4gen ihn nachhaltig.<br>\n<b><br>\n1777<br>\n<\/b>Studium der Theologie in Helmstedt. Lafontaine macht keinen Abschlu\u00df.<br>\n<br>\n<b>1780<\/b> <br>\n\u00dcbernahme einer Hauslehrerstelle bei dem Amtmann Brinckmann in Gro\u00df\nBartensleben in Ostfalen. Der Domherr Georg v. Veltheim wird sein G\u00f6nner.<br>\n<b><br>\n1785<\/b> <br>\nHilfslehrer am Collegium Carolinum in Braunschweig. Mitarbeit an Johann Joachim\nEschenburgs \"Beispielsammlung zur Theorie und Literatur der sch\u00f6nen\nWissenschaften\".<br>\nErste literarische Versuche.<br>\n<br>\n<b>1786<\/b> <br>\nUmzug nach Halle. \u00dcbernahme einer Hofmeisterstelle bei dem preu\u00dfischen Oberst\nv. <br>\nThadden. <br>\n<br>\n<b>1789<\/b> <br>\nAnstellung als Feldprediger in v. Thaddens Regiment. <br>\n<br>\n<b>1791<\/b> <br>\nHeirat mit der Pastorentochter Sophie Abel in Halle, wo sich das Ehepaar auch\nniederl\u00e4\u00dft. <br>\n<br>\n<b>1792<\/b> <br>\nTeilnahme an der Campagne in Frankreich. Umzug nach Oppenheim. <br>\n<br>\n<b>1796<\/b> <br>\nR\u00fcckkehr nach Halle. Erste Erfolge als Autor.<br>\n<br>\n<b>1800<\/b> <br>\nAbschiedspredigt und Arbeit als freier Schriftsteller. Lafontaine ist beliebt\nund kann von seiner Arbeit als Autor leben. Die 15 b\u00e4ndige Romansammlung\n\"Gem\u00e4hlde des menschlichen Herzens in Erz\u00e4hlungen\" begr\u00fcndet seinen\nRuhm. K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. wird sein F\u00f6rderer und verleiht ihm ein\nKanonikat am Domstift Magdeburg.<br>\n<br>\n<b>1806<\/b> <br>\nVerlust des Domstifts durch die preu\u00dfische Niederlage gegen Napoleon.<br>\n<br>\n<b>1811<\/b><br>\nDreimonatige Reise nach Venedig. R\u00fcckfahrt \u00fcber Wien, Prag und Dresden. <br>\n<br>\n<b>1822<\/b> <br>\nTod der Gattin.<br>\n<br>\n<b>1829<\/b> <br>\nGesundheitlicher Verfall, eingeschr\u00e4nkte Bewegungsfreiheit und allm\u00e4hlicher\nVerlust des Ged\u00e4chtnisses. <br>\n<br>\n<b>1831<\/b> <br>\nTod am 20. April mit 73 Jahren. <br>\n<br>\n----------------------------------------<br>\n<br>\nDer Lieblingsautor der K\u00f6nigin Luise hat nie in Berlin gewohnt und die Stadt,\nwenn \u00fcberhaupt, auch nur kurz besucht. Mit Iffland und Kotzebue geh\u00f6rte er zu\nden popul\u00e4rsten Autoren um 1800. Insgesamt hat er mehr als 150 Romane verfasst.\nBesonders in Berlin wurden seine Romane rezipiert, besprochen und auch\nkritisiert. Die Werke standen in der Tradition der moralisch erziehenden\nAufkl\u00e4rungsliteratur, sind jedoch ebenso von der Empfindsamkeit und einer\nfr\u00fchen Realistik gekennzeichnet. Thematisch handeln sie vornehmlich von\nmoralischen Familiengeschichten, von Liebe, von Intrigen und charakterlichen\nVerirrungen, die sich zum Ende nach vielen Windungen in famili\u00e4rem Wohlgefallen\naufl\u00f6sen. <br>\n1798 erschien im \"Athen\u00e4um\" eine bei\u00dfende und bestsellerfeindliche\nKritik der Literatur Lafontaines aus der Feder August Wilhelm Schlegels: <i>\"Bei\nso unerm\u00fcdlichen Ergie\u00dfungen mu\u00df man nat\u00fcrlich auf seltsame H\u00fclfsmittel\nverfallen, um die Armut an selbstst\u00e4ndigem Geiste zu bem\u00e4nteln, und wirklich\nist auch bis zur rohesten Abgeschmacktheit nichts unversucht geblieben. Wer\nRomane fertigen kann, ohne Gespenster zu zitieren und die Riesengestalten einer\nchim\u00e4rischen Vorzeit aufzurufen, wer sich ohne Geheimnisse mit simplen\nLeidenschaften behilft, der h\u00e4lt schon etwas auf sich und sein Publikum. Macht\ner sich denn auch mit Chrakteren nicht viel zu schaffen, wenn ihm jene in einer\ngewissen F\u00fclle zu Gebote stehen, so kann er gewi\u00df sein, den mittleren\nDurchschnitt der Lesewelt f\u00fcr sich zu gewinnen, der f\u00fcr das grobe\nAbenteuerliche schon zu gesittet, f\u00fcr die heitern ruhigen Ansichten echter\nKunst noch nicht empf\u00e4nlich, starke Bed\u00fcrfnisse der Sentimentalit\u00e4t hat.<br>\nSolch ein Schriftsteller ist Lafontaine. Wundern kann man sich also nicht \u00fcber\ndas gro\u00dfe Gl\u00fcck, das er gemacht hat. Die Vorliebe f\u00fcr Jean Paul ist schon etwas\nviel Ausgezeichneteres; er bewirtet nicht mit so leichten Speisen, da sich\nLafontaine hingegen mit unglaublicher Schnelligkeit und in ganzen B\u00e4nden auf\neinmal genie\u00dfen l\u00e4\u00dft, besonders wenn man schon einiges von ihm gelesen hat und also\ngewisse Lieblingsschliderungen nur wie alte Bekannte im Vorbeigehen begr\u00fc\u00dft.\nAuch in dem einzelnen Werke wiederholt er die Szenen so reichlich, da\u00df er dem\nge\u00fcbten Leser die Zeit erspart, obwohl dem verleger nichts an der\nBogenzahl\". (Schlegel 1 1969, S. 82).<br>\n<\/i><br>\n<b>Verwendete Literatur:<br>\n<\/b>Schlegel, August Wilhelm und Schlegel, Friedrich: Athenaeum. Eine\nZeitschrift. Band 1. Hrsg. von Curt Gr\u00fctzmacher. Hamburg: Rowohlt 1969.<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/span>\n","genealogie":"Vater: Ludolf Lafontaine (1704-1774), Hofmaler in Braunschweig\nMutter: Sophie Elisabeth (1724-1785), geborene Thorbr\u00fcgge, eine Advokatenfamilie aus\n           Braunschweig","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2142\" class=\"link-hover text-primary\">Die Gewalt der Liebe<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2143\" class=\"link-hover text-primary\">Scenen  von August Lafontaine<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2145\" class=\"link-hover text-primary\">Klara du Plessis und Klairant<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2146\" class=\"link-hover text-primary\">Moralische Erz\u00e4hlungen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2147\" class=\"link-hover text-primary\">Antonie oder das Klostergel\u00fcbde<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2148\" class=\"link-hover text-primary\">Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2149\" class=\"link-hover text-primary\">Barneck und Saldorf<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2150\" class=\"link-hover text-primary\">Romulus<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2151\" class=\"link-hover text-primary\">Graf von Rollenhagen oder die St\u00e4rke des Vorurtheils<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2154\" class=\"link-hover text-primary\">Sagen aus dem Alterthume<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2155\" class=\"link-hover text-primary\">Neue moralische Erz\u00e4hlungen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2157\" class=\"link-hover text-primary\">Der Sonderling<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2158\" class=\"link-hover text-primary\">Leben eines armen Landpredigers<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2159\" class=\"link-hover text-primary\">Brutus oder die Befreiung Roms<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2160\" class=\"link-hover text-primary\">M\u00e4hrchen, Erz\u00e4hlungen und kleine Romane<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2161\" class=\"link-hover text-primary\">Agis und Kleomenes<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2162\" class=\"link-hover text-primary\">Rudolph und Julie<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2163\" class=\"link-hover text-primary\">Aristomenes und Gorgus<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2164\" class=\"link-hover text-primary\">Erz\u00e4hlungen aus dem h\u00e4uslichen Leben<\/a>","<a 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Rosaura<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2194\" class=\"link-hover text-primary\">Ida von Kiburg oder das Verh\u00e4ngni\u00df<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2195\" class=\"link-hover text-primary\">Isidore oder die Waldh\u00fctte<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2196\" class=\"link-hover text-primary\">Reinhold von Welfenstein<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2197\" class=\"link-hover text-primary\">Die Geschwister oder die Reue<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3398\" class=\"link-hover text-primary\">Vor der Revolution geflohen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4390\" class=\"link-hover text-primary\">Henriette Bellmann<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4394\" class=\"link-hover text-primary\">Saint Julien<\/a>","<a 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href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3399\" class=\"link-hover text-primary\">August Heinrich Julius Lafontaine (1758 - 1831)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3400\" class=\"link-hover text-primary\">August Heinrich Julius Lafontaine von den Anf\u00e4ngen bis zur H\u00f6he seines Schaffens 1785 - 1800<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}