
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/771","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/771","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/771","text":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck"}]},"data":{"id":771,"zusatz_id":771,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/771","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/771"},"title":"Johann Friedrich Ferdinand Fleck","nachname":"Fleck","vorname":"Johann Friedrich Ferdinand","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"10.06.1757","geburtsort":"Breslau","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"20.12.1801","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Schauspieler","Regisseur"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/6\" class=\"link-hover text-primary\">Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche) (gegr\u00fcndet: 01.10.1796 aufgel\u00f6st: 31.12.1806)<\/a>"],"bekanntschaften":{"1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/578\" class=\"link-hover text-primary\">Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann (Schauspielerin und S\u00e4ngerin)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/886\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm Gubitz (Holzschneider, Schriftsteller, Verleger)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/550\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Iffland (Theaterdirektor, Schauspieler, Schriftsteller)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"Schauspieler am Berliner Nationaltheater. Zur Besetzung vgl. Datenbank zum\n Nationaltheater: \"spezielle Suche\" -&gt; \"nach Schauspielern\".<br><br><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif][if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif][if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom:12.0pt\">Schauspieler am Berliner\nNationaltheater. Zur Besetzung vgl. Datenbank zum Nationaltheater:\n\"spezielle Suche\" -&gt; \"nach Schauspielern\".<br>\n<b><br>\n<\/b><br>\n<b>1757<br>\n<\/b>Fleck wird in Breslau als Sohn eines Magistratssekret\u00e4rs geboren. <br>\n<br>\nTheologiestudium in Halle, das Fleck abbricht. <br>\n<br>\n<b>1777<br>\n<\/b>Fleck deb\u00fctiert bei der Bondinischen Gesellschaft in Leipzig. <br>\n<br>\n<b>1779<br>\n<\/b>Im Mai Deb\u00fct auf der Ackermann-Schr\u00f6derschen B\u00fchne in Hamburg. <br>\n<br>\n<b>1783<br>\n<\/b>Im Mai Deb\u00fct in Berlin bei der D\u00f6bbelinschen Truppe in der Behrenstra\u00dfe,\ndie ab 1786 das Ensemble des neu gegr\u00fcndeten \"K\u00f6niglichen\nNational-Theaters\" auf dem Gendarmenmarkt bildet, wo Fleck zu den\nbedeutendsten Schauspielern geh\u00f6rt. <br>\n<br>\n<b>1790<br>\n<\/b>Fleck wird zum Regisseur ernannt und hat als solcher bis zu Ifflands\nAntritt im Jahre 1796 Aufgaben der Leitung inne. Wilhelm Heinrich Wackenroder\nschreibt am 27. November 1792 an Ludwig Tieck \u00fcber Fleck: <i>\"Das\nzweytemal das ich in der Kom\u00f6die war, hab ich die erste Wiederholung eines\nhervorgesuchten alten St\u00fcckes: Athelstan, nach dem Engl. [...] gesehen. In\nlanger Zeit ist mir kein so plump anf\u00e4ngerm\u00e4ssiges, u seichtes, schwaches St\u00fcck\nvorgekommen. [...] Aber was mich entsch\u00e4digte war Flecks unendl. sch\u00f6nes Spiel.\nSein Athelstan brachte mir seinen K\u00f6nig Lear sehr lebhaft ins Ged\u00e4chtni\u00df. Er\ngriff sich sehr an, u traf wieder mit den gl\u00fccklichsten Gebehrden, mit dem\nwahrsten Accente des Tons, das Heftige, das Ueberstr\u00f6hmende der Leidenschaft.\nEs ist mir so erfreulich als \u00fcberraschend gewesen, ihn 2 mahl hintereinander,\nin solchen gro\u00dfen Rollen so gl\u00e4nzen zu sehen. F\u00fcrs erstemal kann ich Bernhardi\nals meinen Zeugen anf\u00fchren\"<\/i>. <i>(Wackenoder 1991, S. 89).<br>\n<\/i><br>\n<b>1801<br>\n<\/b>stirbt F. 44j\u00e4hrig in Berlin. <br>\nIn Ifflands Traueranzeige hei\u00dft es: <i>\"Die Natur hatte mit allen Gaben,\ndie zur Vollkommenheit f\u00fchren, ihren Liebling reich ausgestattet. \/ M\u00e4nnlich\nsch\u00f6ne Gestalt, edle Haltung, bedeutender Schritt, ein Feuer werfendes Auge,\nverk\u00fcndeten auf den ersten Anblick den gro\u00dfen K\u00fcnstler! - Ein Seelenton, dessen\nMelodie unwiderstehlich das Herz gewann. \/ Kraft, Gewalt - ein Feuerstrom, der,\nwohin der Sturm der Leidenschaft gebot, auf H\u00f6hen und im Abgrund mit sich\nfortri\u00df\"<\/i>. <i>(\"Vossische Zeitung\", 22. Dezember 1801).<\/i> <br>\n<br>\nTraueranzeige in der Haude- und Spenerschen Zeitung:<br>\nNr. 153, Dienstag, den 22. Dezember 1801 \"Den 20sten Dezember, Nachts halb\n12 Uhr, starb im 45sten Jahre Herr <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Johann\nFriedrich Ferdinand Fleck<\/span>, Regisseur des K\u00f6nigl. National-Theaters zu\nBerlin.<br>\nIm Namen der leidenden Wittwe mache ich diesen Todesfall den Verwandten und\nFreunden der Familie bekannt. Sie werden durch Beileidsbezeugungen den Schmerz\nder Zur\u00fcckgelassenen nicht sch\u00e4rfen wollen. Kunst und Freundschaft haben sich\nersch\u00f6pft, den Verlust abzuwenden oder aufzuhalten. Leider ist es dieser\nsch\u00f6nen Vereinung nicht gelungen! Die Flamme ist verloschen. Die fr\u00fche Wittwe,\nseine Waisen weinen trostlos \u00fcber seinen geschlossenen Augen und mit verh\u00fclltem\nAngesicht trauert der Genius der Kunst! Die Natur hatte mit allen Gaben, die\nzur Vollkommenheit f\u00fchren, ihren Liebling reich ausgestattet. M\u00e4nnlich sch\u00f6ne\nGestalt, edle Haltung, bedeutender Schritt, ein feuerwerfendes Auge,\nverk\u00fcndeten auf den ersten Blick den gro\u00dfen K\u00fcnstler! Ein Seelenton, dessen\nMelodie unwiderstehlich das Herz gewann, Kraft, Gewalt \u2013 ein Feuerstrom, der,\nwohin die Leidenschaft gebot, auf H\u00f6hen und in Abgr\u00fcnde mit sich fortri\u00df, \u2013 \u2013\nDoch, wer erinnert sich nicht mit Wehmuth, wie er so die Menschen ger\u00fchrt,\nerfreut, bewegt, \u00fcberzeugt, ersch\u00fcttert, zu seinem gro\u00dfen Ziele mit sich\nfortgerissen hat! Die Empfindung f\u00fcr den gro\u00dfen K\u00fcnstler, lebt in der Brust der\nMenschen von Gef\u00fchl st\u00e4rker als der Buchstabe sie wieder geben kann. Jene\ninnere Kraft, welche ihm beiwohnte, hat es f\u00fcr ihn unn\u00f6thig gemacht, sein\nTalent durch geringe H\u00fclfsmittel, welche sie sein m\u00f6gen, geltend zu machen. Er\nwar der Vertraute der Natur und wandelte in ihrem Geleit seine K\u00fcnstlerbahn mit\nsteter und stiller Gewalt. Der Ton der Gutm\u00fcthigkeit, womit er so innig r\u00fchrte,\nwar nicht das Werk der Kunst; er kam aus seiner redlichen Seele! Neidlos war\nsein Herz, sein Sinn mittheilend, und ein hohes, reges Ehrgef\u00fchl war die Richtschnur\nseines Thuns. Seinen Freunden treu bis zur g\u00e4nzlichen Aufopferung, kann er\nUndankbare gemacht haben; niemals aber hat er Ungl\u00fcckliche gemacht. Er ist\ndahin! \u2013 Er ist dahin und alle jene Kraft, Gewalt und Innigkeit, womit sein\nGenie wirkte, ist vor\u00fcber und dahin! Mit seinem letzten Athemzuge ist all das\nMeisterwerk ausgel\u00f6scht, der Vohang gefallen, und Niemand ist, der sagen\nk\u00f6nnte: ich habe ein Kunstwerk von Fleck aufzuweisen! Jedoch in dem Herzen\nderer, die ihn jemals empfunden haben, lebt er unverge\u00dflich. Sein Ruhm und sein\nVerdienst, geht auf die K\u00fcnstlerin \u00fcber, die seinen Namen mit W\u00fcrde tr\u00e4gt, und\nwer des Vaters gedenkt \u2013 reicht mit Liebe den Kindern die Hand! \u2013 Berlin den\n21. Dezbr. 1801. Iffland.\" <br>\n<b><br>\n1803<\/b> <br>\nwird ein Denkmal <i>\"neben dem Grabe des Verewigten auf dem Halleschen\nKirchhofe in Berlin\"<br>\n<\/i>aufgestellt. Das Denkmal, ein Kubus auf dem eine Urne steht, stammt von\nJohann Gottfried Schadow, die Inschrift auf dem Kubus stammt angeblich von\nDaniel Jenisch. <i>(\"Zeitung f\u00fcr die elegante Welt\" 1803, Nr. 151).<\/i>\n<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:auto\"><span style=\"font-family:Arial\">Haude- und Spenersche Zeitung, Nr. 144, Donnerstag,\nden 1. Dezember 1803<\/span><br>\n<span style=\"font-family:Arial;letter-spacing:1.0pt\">Anzeige von dem Denkmale,\nwelches der Direktor Iffland (auf eigene Kosten) seinem Kunstgenossen Fleck\ndurch Schadows Hand errichtet hat.<\/span><br>\n<span style=\"font-family:Arial\">Auf dem Hallischen Kirchhofe am Grabe des\ngro\u00dfen K\u00fcnstlers, steht auf einem mit Inschriften versehenen Denksteine, eine 3\nFu\u00df hohe Urne von polirten schlesischen Marmor, woran auf der einen Seite die\ntragische und auf der anderen die comische Maske ausgearbeitet ist.<br>\nAuf den vier Seiten des marmornen W\u00fcrfels worauf die Urne steht, sind folgende\nvon H. P. Jenisch gegebene Worte eingehauen.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"mso-margin-top-alt:auto;mso-margin-bottom-alt:\nauto;text-align:center\" align=\"center\"><i><span style=\"font-family:Arial;letter-spacing:1.0pt\">Vorderseite<\/span><\/i><i><span style=\"font-family:Arial\">.<\/span><\/i><br>\n<span style=\"font-family:Arial\">Joh: Fried: Fleck<br>\nerwachte zum Leben<br>\nden 10. Jan: 1757 zu Breslau<br>\nund ging zu schlafen<br>\nden langen Schlaf<br>\nden 20 Dec: 1801 zu Berlin.<\/span><br>\n<i><span style=\"font-family:Arial\">Rechte Seite unter der tragischen Maske.<\/span><\/i><br>\n<span style=\"font-family:Arial\">Der Leidenschaften Flamme<br>\ndes Hochsinns Adel<br>\nder Tugend G\u00f6ttergestalt<br>\npr\u00e4gt Er mit des Genies<br>\nSchwunge staunenden H\u00f6rern<br>\nins Herz<br>\nund das Laster bebte.<\/span><br>\n<i><span style=\"font-family:Arial\">Linke Seite unter der comischen Maske.<\/span><\/i><br>\n<span style=\"font-family:Arial\">Dem hartsinnigen Alter<br>\ndem bespotteten Sonderling<br>\ndem h\u00f6fischen Schmeichlervolk<br>\nhielt Er treu<br>\nden Spiegel vor<br>\nund die Thoren err\u00f6theten.<\/span><br>\n<i><span style=\"font-family:Arial\">Hinter-Seite<\/span><\/i><br>\n<span style=\"font-family:Arial\">Wahr edel gros<br>\nauf der B\u00fchne und im Leben<br>\nbiederherziger Freund<br>\nz\u00e4rtlicher Gatt und Vater<br>\nging Er droben Grosses<br>\nzu schaun was Er hieniden<br>\nahnend empfand.<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><br>\n<b><br>\nVerwendete Literatur:<\/b><br>\nWackenoder, Wilhelm Heinrich: <i>S\u00e4mtliche Werke und Briefe<\/i>. Bd 2. Hrsg.\nvon Silvio Vietta und Richard Littlejohns. Heidelberg 1991<br>\n\"Vossische Zeitung\", 22. Dezember 1801<br>\n\"Zeitung f\u00fcr die elegante Welt\" 1803, Nr. 15<br>\n<br>\nKG<\/p>\n\n<br>","genealogie":"Frau: Luise Sophie, geb. M\u00fchl","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3391\" class=\"link-hover text-primary\">Die Anf\u00e4nge der realistischen Schauspielkunst<\/a>"],"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5429\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Ferdinand Fleck<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Theater"],"institution":[],"ort":["Kgl. Nationaltheater"],"verein":["Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche)"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}