
{"meta":{"meta-title":"Ludwig Wilhelm Wittich < Personen","meta-description":"Ludwig Wilhelm Wittich < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/776","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/776","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Ludwig Wilhelm Wittich"},"count":{"lebensdaten":8,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/776","text":"Ludwig Wilhelm Wittich"}]},"data":{"id":776,"zusatz_id":776,"meta":{"meta-title":"Ludwig Wilhelm Wittich < Personen","meta-description":"Ludwig Wilhelm Wittich < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/776","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/776"},"title":"Ludwig Wilhelm Wittich","nachname":"Wittich","vorname":"Ludwig Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"11.12.1773","geburtsort":"Darmstadt","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1832","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Kunstverleger"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>Vgl. die f\u00fcr den K\u00fcnstlerverein verfasste Biographie Wittichs unter www.berliner-klassik.de: Projekt\/Forschung\/Werkvertr\u00e4ge\/Lacher_Autobiographien<br><br>1773<\/b><br>\nGeburt in Darmstadt als Sohn des Hofbuchdruckers und Hofrats Johann Georg Wittich (1712-1776). Dieser hatte die seit 1684 bestehende\nHofbuchdruckerei in Darmstadt \u00fcbernommen; seit 1797 wurde sie von seinem\nzweiten Sohn Karl Ludwig (1771-1839) gef\u00fchrt, der in Kassel, Leipzig und Berlin\ngelernt hatte. Das Unternehmen bestand bis in die zweite H\u00e4lfte des 20.\nJahrhunderts.<br><br>Besuch des Gymnasiums in Darmstadt. Nebenbei Malunterricht bei dem Maler xx Hofmann, eines Sch\u00fclers von Seekatz.<br><br>Beginn eines Theologiestudiums in Gie\u00dfen<br><br>Nicolaus Hoffmann (1740- um 1823), t\u00e4tig in Darmstadt, \u201elernte bei\nSeekatz, dessen Manier er so t\u00e4uschend nachahmt, da\u00df selbst die gr\u00f6\u00dften\nKenner Bilder von seiner Hand f\u00fcr Seekatzische Originale kaufen\u201c\n(Meusel: Teutsches K\u00fcnstlerlexikon, 2. Aufl. 1808). Johann Conrad\nSeekatz (1719-1768)<br>\n<br>\nBis 1796<br>\nStudium in Gie\u00dfen: Jura, Theologie, Philosophie, dann Lehrjahre in\nGie\u00dfen, F.a.M., Berlin, Breslau, zuletzt bei Unger, <br><br>laut B.-S. erste Ver\u00f6ffentlichung Der gro\u00dfe Maskenball in Berlin zur Feyer des\nGeburtstages 1804 im Kgl. Nationaltheater, Berlin 1805, sp\u00e4ter: Kost\u00fcme\nauf dem K\u00f6n. National-Theater in Berlin. Unter der Direktion des Herrn\nAug. Wilh. Iffland 175 Taf. 1812, Decorationen auf den beiden\nK\u00f6niglichen Theatern in Berlin unter der General-Indentatur des Herrn\nGrafen von Br\u00fchl. Nach Zeichnungen des Herrn Geheimen Oberbaurat\nSchinkel 1819-1824. im Rahmen: Sammlung Architektonischer Entw\u00fcrfe.\nTheater als \"Kunst-Anstalt\"in der Maler, Arch\u00e4ologen, Bildhauer,\nArchitekten, Naturhistoriker, Pflanzenkenner m\u00fcssen das Dargestellte\nals richtig erkennen. Vorwort ev. von Carl Gropius 1793<br><br>1813<br>Notiz in der Haude- und Spenerschen Zeitung, Nr. 36, Donnerstag, den 25. M\u00e4rz 1813: \"Die K\u00f6nigl. Akademie der K\u00fcnste hat den hiesigen Kupferstecher\nund Kunsth\u00e4ndler, Herrn Ludwig Wilhelm Wittich, zum akademischen K\u00fcnstler\naufgenommen, und ihm das Patent dar\u00fcber ausfertigen lassen. Direktorium und Senat der K\u00f6nigl. Akademie der K\u00fcnste.\"<br><br><p class=\"p\"><b><br><\/b> <\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><b>Verleger, Maler- und Radiererdilettant in\nDarmstadt, Giessen, Frankfurt, Leipzig, Breslau, Berlin. Mitglied des\nBerlinischen K\u00fcnstler-Vereins, zeitweise S\u00e4ckelmeister<\/b><\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Quellen: Neuer Nekrolog d. Deutschen, 10.1832 (1834);\nNeues allgemeines K\u00fcnstler-Lexikon ... Bearb. v. G. K. Nagler, Leipzig\n1835-1852; Thieme\/Becker 1907-1950; Ausst.kat. \u201a... und abends in\nVerein\u2019. Johann Gottfried Schadow und der Berlinische K\u00fcnstler-Verein\n1814-1840. Berlin Museum 1983<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Werke: Stadtmuseum Berlin (Ansicht seines Wohnzimmers, 1828)<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><b>Biographie, 1832 oder sp\u00e4ter,<\/b><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn1\">[1]<\/a> <b>kommentiert von Reimar F. Lacher<\/b><\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Ludwig Wilhelm Wittich wurde am 11ten December 1773 zu\nDarmstadt geboren, wo sein Vater, den er schon in seinem vierten Jahr\nverlor, Hofbuchdrucker und Hofrath war.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn2\">[2]<\/a>\nSehr fr\u00fch erwachte in ihm ein Hang zum Zeichnen und zum Lesen und\nnichts machte ihm als Knabe gr\u00f6\u00dferes Vergn\u00fcgen als wenn einmal seine\nMutter, beim Besuch ihrer Freundin, der Buchh\u00e4ndlerin Fleischer in\nFrankfurt, ihm ein Buch wie Raffs Naturgeschichte mit Kupfern kaufte.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn3\">[3]<\/a>\nBegierig durchlas er dergleichen Schriften und zeichnete die\nAbbildungen darin auf\u2019s sorgf\u00e4ltigste nach. Das letztere gefiel einem\nFreunde des elterlichen Hauses so wohl, da\u00df er ihn sehr oft Soldaten,\nPferde und allerhand andere f\u00fcr Kinder interessante Gegenst\u00e4nde zum\ncopiren vorzeichnete. Indessen hatte der Anblick der Ma\u00dfe von B\u00fcchern\nim Fleischer\u2019schen Laden zu Frankfurt, von deren Benutzung er sich den\ngr\u00f6\u00dften Genu\u00df versprach, einen solchen Eindruck auf den Knaben gemacht,\nda\u00df er sich den Stand des Buchh\u00e4ndlers als den w\u00fcnschenswertesten f\u00fcr\ndie Zukunft w\u00e4hlte. Nach dem Tode seiner Mutter, als er zehn Jahre alt\nwar, meldete er sich de\u00dfhalb bei Fleischer, erhielt aber von dessen\nFrau die Antwort, da\u00df er zur Erlernung des Buchhandels noch zu jung sei\nund sie, als Freundin seiner verstorbenen Mutter, ihm gar nicht zu\ndiesem Gesch\u00e4ft rathen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Sein \u00e4ltester Bruder hatte unterdessen,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn4\">[4]<\/a>\num die Rechte zu studiren, die Universit\u00e4t Giessen bezogen und brachte\ndie Freizeit, meistentheils mit noch einigen Freunden, bei den\nGeschwistern in Darmstadt zu. Bei dieser Gelegenheit erhielt unser\njunger Wittich von den Annehmlichkeiten des damaligen Studentenlebens\neinen so hohen Begriff, da\u00df er seinen ersten Plan aufgab und statt\ndessen zu studiren beschlo\u00df. Er verdoppelte nun seinen Flei\u00df auf dem\nGymnasium zu Darmstadt und trieb in seinen Erholungsstunden neben den\njugendlichen Spielen, Musik und haupts\u00e4chlich Zeichnen, das ihm immer\ndas meiste Vergn\u00fcgen gew\u00e4hrte. Er nahm darin au\u00dfer dem Unterricht auf\ndem Gymnasium noch Privatstunden bei dem Maler Hoffmann, der ein\nSch\u00fcler von Seekatz war,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn5\">[5]<\/a> und machte bald so schnelle Fortschritte, da\u00df er vom Gymnasium Sulzer\u2019s Theorie der sch\u00f6nen K\u00fcnste zur Pr\u00e4mie erhielt.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn6\">[6]<\/a>\nDies Buch, dessen flei\u00dfige Lekt\u00fcre seine Ansichten von der Kunst\nerweiterte, war ihm um so willkommener, da es ihm die Mittel zur\nErf\u00fcllung des damals durch den Anblick von Chodowiecki\u2019s\nKalenderkupfern in ihm rege gewordenen Wunsches,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn7\">[7]<\/a>\ndiese mit der Nadel zu copiren, an die Hand gab. So versuchte er sich\nmehrermals im Radiren nach jenen Bl\u00e4ttern, da es ihm aber an jeder\nn\u00e4heren Anweisung fehlte, so mi\u00dfrieth die Arbeit beim Aetzen\ngr\u00f6\u00dftentheils. Die Freizeit am Gymnasium verlebte er sehr angenehm bei\nVerwandten auf dem Lande, meistens bei dem Pfarrer in dem an der\nBergstra\u00dfe sehr sch\u00f6n gelegenen Dorfe Niederbeerbach. Von hier aus\nwurden h\u00e4ufig Excursionen in die Umgegend und nach dem Rheine gemacht;\nam liebsten aber besuchte er die Ruinen des naheliegenden Schlosses\nFrankenstein, wo er sich oft stundenlang an der herrlichen Aussicht\nnach dem Rheingau erg\u00f6tzte. Die liebevolle Behandlung, deren er sich\nbei seinen Aufenthalten in Niederbeerbach von Seiten des Pfarrers und\ndessen Familie stets zu erfreuen hatte, machte auf sein empf\u00e4ngliches\nGem\u00fcth einen tiefen Eindruck und bestimmte ihn, das fr\u00fcher erw\u00e4hlte\nStudium der Rechte mit dem der Theologie zu vertauschen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">In seinem sechzehnten Jahr bezog er die Universit\u00e4t\nGiessen, und nun gingen seine Tr\u00e4ume von dem so angenehmen\nStudentenleben in Wirklichkeit \u00fcber, indem er die auf der Universit\u00e4t\nzugebrachten Jahre mit allem Frohsinn und der Heiterkeit erlebte, deren\nnur das jugendliche Alter f\u00e4hig ist. Nach geendeten Vorlesungen\n\u00fcberlie\u00df er sich mit seinen Freunden, unter denen seine intimsten Grahm\n[?] (vor einigen Jahren als Preu\u00df. General-Konsul in Philadelphia\ngestorben), v. Hoffmann (jetzt Pr\u00e4sident des Finanz-Ministeriums in\nDarmstadt), v. Cancrin (jetzt Finanzminister in St. Petersburg) und\nButte (lebt nun als Pr. Regierungsrath in Bonn) waren, den lustigsten\nSchw\u00e4nken, von denen folgender hier erw\u00e4hnt werden mag. Er verabredete\nin der Freizeit mit noch zwei Freunden, sich als herumziehende\nDorfmusikanten zu verkleiden und den Bauern der Umgegend etwas\nvorzuspielen. Er nahm seine Fl\u00f6te, ein anderer die Violine und ein\ndritter das Violoncell. Nun zogen sie aus und fanden mit ihrer Musik\ngute Aufnahme bei den Bauern, die sie mit Lebensmitteln \u2013 denn auf Geld\nwar es nicht abgesehen \u2013 reichlich versahen. Am dritten Tage trafen sie\nauf ein gr\u00e4fliches Schlo\u00df, und da es grade Mittag war, lie\u00dfen sie um\ndie Erlaubnis bitten, der Herrschaft bei Tafel etwas vorspielen zu\nd\u00fcrfen. Dies wurde angenommen, und sie suchten nun zu leisten, was sie\nkonnten, wof\u00fcr sie nachher auf\u2019s beste bewirthet wurden. Als sie sich\nnun mit tiefen B\u00fccklingen und weit hintenausscherenden F\u00fc\u00dfen empfehlen\nund in den gew\u00e4hltesten Dorfmusikantenausdr\u00fccken ihren Dank f\u00fcr die\nverabreichte Mahlzeit darbringen wollten, er\u00f6ffnete ihnen l\u00e4chelnd der\nGraf, er habe gar bald die Studenten in ihnen erkannt, sich es nur\nfr\u00fcher nicht merken lassen wollten, um ihnen den Spa\u00df nicht zu\nverderben. \u2013 Bisweilen wurden in der Freizeit auch kleine Reisen nach\nMainz \u2013 im Jahr 1793 zur Zeit der Belagerung \u2013 nach Frankfurt und\nDarmstadt gemacht so wie auch nach dem Rheine. Bei Anblick dieser\nsch\u00f6nen Gegenden erwachte dann oft seine Zeichenlust, aber au\u00dferdem\nwurde in dieser Zeit, da es an jedem Anla\u00df dazu fehlte und ihm, mit\nAusnahme der Wille\u2019schen Kupferstiche, welche ein Bruder des Meisters,\nein Bierschenker in Giessen,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn8\">[8]<\/a> besa\u00df, kein Kunstprodukt zu Gesicht kam, an die Kunst sehr wenig gedacht.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Indessen n\u00e4herten sich seine Universit\u00e4tsjahre ihrem Ende\nund damit nahm seine Abneigung gegen den Stand des Theologen zu, um so\nmehr, da die geh\u00f6rten philosophischen Collegien manchen Skrupel in ihm\nerregt hatten. Schon fr\u00fcher war er mit dem Buchh\u00e4ndler Heyer in Giessen\nbefreundet worden,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn9\">[9]<\/a>\nund beim \u00f6ftern Verkehr in dessen Magazin erwachte seine alte Neigung\nzum Buchhandel wieder in ihrer ganzen St\u00e4rke. Heyer verstand sich bald\ndazu, ihn in seine Buchhandlung zu nehmen und nach einem Jahr, wenn es\nbeide Theile zufrieden w\u00e4ren, mit ihm in Compagnie zu treten. Doch\nWittich zog es nach Verlauf dieser Zeit vor, in ein anderes Gesch\u00e4ft zu\ntreten und verlie\u00df nun die Stadt, in der er vier Jahre auf\u2019s\nangenehmste verlebt hatte. Mehrere Freunde begleiteten ihn noch eine\nStunde weit, und zum Abschied hielt v. Cancrin von der Tafel der\nWirthsstube herab eine Rede, nach welcher er mit frohem Muthe der\nZukunft entgegenging. Er kam nun zum Buchh\u00e4ndler Wilhelm Fleischer in\nFrankfurt,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn10\">[10]<\/a>\neinem Sohn der fr\u00fcher erw\u00e4hnten Freundin seiner Mutter. Doch als dieses\nGesch\u00e4ft wegen des dabei mit zu gro\u00dfen Kosten errichteten Leseinstituts\nsich aufl\u00f6ste, ging er 1796 auf Empfehlung seines Prinzipals zu dessen\nBruder, dem Buchh\u00e4ndler Gerhard Fleischer in Leipzig,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn11\">[11]<\/a>\nbei dem er zwar keine Stelle f\u00fcr sich leer fand, der aber erb\u00f6tig war,\nihn, bis da\u00df er anderswo angekommen w\u00e4re, in seinem Gesch\u00e4ft zu\nbehalten. Er nahm daher im Herbst desselben Jahres ein Engagement bei\nMettra an, der, ein franz\u00f6sischer Emigrant, damals eine Kunst- und\nfranz\u00f6sische Buchhandlung in Berlin etablirte.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn12\">[12]<\/a>\nEr reiste nun nach Berlin, wo ihm, als er einfuhr, das Mi\u00dfgeschick\npassirte, da\u00df ihm der Koffer vom Wagen abgeschnitten wurde. Die Th\u00e4ter\nwurden zwar schon den folgenden Tag in der Person zweier Soldaten\nentdeckt, doch den gr\u00f6\u00dften Theil des Inhalts hatten sie in aller\nSchnelligkeit zu Gelde gemacht und alle Papiere, um sich damit nicht zu\nverrathen, verbrannt. Vor Gericht betheuerten sie, den Koffer nur in\nder Absicht nach sich genommen zu haben, um ihn dem rechtm\u00e4\u00dfigen\nEigenth\u00fcmer wieder zuzustellen; nichtsdestoweniger wurde ihnen die\nStrafe des Spie\u00dfruthenlaufens zuerkannt, deren Vollziehung beizuwohnen\nder Bestohlene eingeladen wurde, sich aber diesen Anblick ersparte. \u2013\nGefiel es nun unserm Wittich in seiner neuen Stellung bei der sehr\nliberalen Behandlung Mettra\u2019s und besonders wegen der vielen\nKunstsachen, die ihm hier unter die H\u00e4nde kamen, recht wohl, so wurde\njedoch sein Hauptzweck, die Erwerbung der zu einem eigenen k\u00fcnftigen\nEtablissement n\u00f6thigen Kenntnisse des deutschen Buchhandels so wie\n\u00fcberhaupt kaufm\u00e4nnische Kenntnisse, die weder sein Prinzipal, noch sein\ndortiger College (ebenfalls ein franz\u00f6sischer Emigrant, der nach der\nRestauration wieder als Pair von Frankreich auftrat) besa\u00df, sehr wenig\nerreicht. Aus dieser Ursache war ihm das Anerbieten einer Stelle bei\nKorn dem \u00c4lteren in Breslau,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn13\">[13]<\/a>\neiner sehr bedeutenden Buchhandlung, erw\u00fcnscht und er ging de\u00dfhalb 1797\nim October dahin ab. Jedoch alles, was er von dem wunderlichen\nCharakter und der rauhen Behandlung des alten Korn schon vorher geh\u00f6rt\nhatte, fand er bei seiner Ankunft in Breslau nur zu sehr best\u00e4tigt und\nmachte es ihm unm\u00f6glich, l\u00e4nger als ein halbes Jahr bei solchem\nPrinzipale zu bleiben. Sein Nachfolger bestieg den Reisewagen schon den\nTag nach seiner Ankunft wieder. Nachdem er noch vier Wochen in\nGesellschaft eines ehemaligen Universit\u00e4tsfreundes sehr angenehm in\nWarmbrunn und den Schlesischen Gebirgen zugebracht hatte, ging er im\nJuni 1798 nach Berlin zur\u00fcck und trat hier in das Gesch\u00e4ft des\nBuchdruckers und Buchh\u00e4ndlers Unger,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn14\">[14]<\/a>\nin dem er sieben Jahre blieb. Seine Neigung zum Kupferstechen, worin er\nsich seit seinen Schuljahren nicht versucht hatte, wurde in dieser Zeit\ndurch die Bekanntschaft mit mehreren K\u00fcnstlern, die ihn im mechanischen\ndieser Kunst unterrichten konnten, wieder geweckt, und er trieb diese\nin seinen Freistunden mit solchem Eifer, da\u00df Unger ihm den Stich der\nKupfer zu mehreren aus dem Englischen \u00fcbersetzten Reisebeschreibungen\n\u00fcbertrug. Damals fing er auch an, mit der Einwilligung seines\nPrinzipals, eigene Unternehmungen zu machen, wie die Herausgabe der\nTheater-Kost\u00fcme unter Iffland und der Beschreibung des gro\u00dfen\nMaskenballs, mit dem das damals neue, 1817 abgebrannte Schauspielhaus\nam Geburtstag der K\u00f6nigin Louise 1804 eingeweiht wurde.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn15\">[15]<\/a>\nIm Jahr 1805 [26.12.1804] starb Unger und nun errichtete L. W. Wittich\nein eigenes Etablissement, bei dem ihm gleich anfangs der Staatsrath\nDr. Hufeland das von ihm herausgegebene \u201eMedizinische Journal\u201c zum\nDebit \u00fcbertrug.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn16\">[16]<\/a>\nDer im Jahr darauf zwischen Frankreich und Preu\u00dfen ausgebrochene Krieg\nhatte auch auf sein Gesch\u00e4ft, wie auf so viele, den nachtheiligsten\nEinflu\u00df. Eine Brosch\u00fcre \u201eAttila, der Held seines Jahrhunderts\u201c,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn17\">[17]<\/a>\ndie er verlegt hatte, und die so passende Anspielungen auf Napoleon\nenthielt, da\u00df der damalige franz\u00f6sische Gesandte um den Zweck der\nHerausgabe bei ihm nachfragen lie\u00df, bewog ihn um so mehr Berlin zu\nverlassen, als kurz zuvor der N\u00fcrnbergische Buchh\u00e4ndler Palm, wegen\nVersendung einer \u00e4hnlichen Flugschrift, auf Napoleon\u2019s Befehl\nerschossen worden war.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn18\">[18]<\/a>\nAm 18. October trat er daher die Reise nach K\u00f6nigsberg i[n] P[reu\u00dfen]\nin Gesellschaft der Staatsr\u00e4thin Hufeland und des Prof. Fichte an,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn19\">[19]<\/a>\nund verlebte dort mit diesem letzteren sechs Monate so angenehm, als es\ndie damaligen Zeitumst\u00e4nde nur erlaubten. Als sich aber im Mai 1807 die\nFranzosen K\u00f6nigsberg immer mehr n\u00e4herten, hielt er es f\u00fcr rathsam, an\ndie R\u00fcckreise zu denken, und ging, da der direkte Weg zu Lande durch\nden Feind versperrt war, zur See \u00fcber Kopenhagen \u2013 von hier aus machte\ner auch einen Abstecher nach der schwedischen K\u00fcste \u2013 \u00fcber L\u00fcbeck und\nHamburg wieder nach Berlin, wo bald darauf die Nachricht vom Abschlu\u00df\ndes Tilsiter Friedens eintraf. Nun war es seine erste Sorge, sein durch\nseine Abwesenheit gesunkenes Gesch\u00e4ft wieder zu heben, und er legte\nsich jetzt, da es ihm mit dem Buchhandel nicht ganz gl\u00fccken wollte und\nes mit seiner Neigung zur Kunst \u00fcbereinstimmender war, haupts\u00e4chlich\nauf den Kunsthandel.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn20\">[20]<\/a> In jener Zeit machte er auch die Bekanntschaft der Francisca Dorothea R\u00f6mer,<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn21\">[21]<\/a>\nmit der er sich am 9. April 1809 ehelich verband, und bis zu seinem\nDahinscheiden 23 Jahre in der gl\u00fccklichsten Ehe verlebte. Da sie ihm in\nseinem Gesch\u00e4fte stets auf\u2019s hilfreichste zur Seite stand und redlich\ndas durch Flei\u00df und M\u00fche Erworbene zusammenhielt, so gelang es ihm nach\neiner Reihe von Jahren, es so weit zu bringen, da\u00df er wegen der Zukunft\nnicht in Sorgen zu sein brauchte.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Im Jahre 1831 war sein \u00e4ltester Sohn im Stande, das\nGesch\u00e4ft des Vaters zu versehen und dieser zog sich nun, um mit mehr\nMu\u00dfe seiner Liebhaberei zur Kunst nachh\u00e4ngen zu k\u00f6nnen, mehr daraus\nzur\u00fcck. Er ergriff nun mit frischer Lust das Zeichnen und fing auch zu\nmalen an, aber diese f\u00fcr ihn so angenehme Zeit sollte ihm nach dem\nSchlusse der Vorsehung nicht lange gew\u00e4hrt seyn. Nachdem er noch am\nMorgen des 2ten Februar 1832 gesund und kr\u00e4ftig bei seiner Staffelei\ngearbeitet hatte, erfuhr er am Nachmittag einen Anfall von Schlagflu\u00df,\nder ihm anfangs die linke Seite l\u00e4hmte, dann aber auch den Magen aufs\n\u00e4rgste angriff. Weder die Mittel der \u00c4rzte, noch die treueste Pflege\nvon Seiten seiner Familie vermochten den furchtbaren \u00dcbel zu steuern\nund so schied er am 17. April 1832 im 59sten Lebensjahre von den\nSeinigen, die er in der tiefsten Betr\u00fcbni\u00df zur\u00fcck lie\u00df. \u2013 Er hinterlie\u00df\neine Wittwe und zwei S\u00f6hne, von denen der eine das Gesch\u00e4ft des Vaters\nfortf\u00fchrt, und der andere sich der Kunst widmet.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn22\">[22]<\/a> Eine Tochter war schon sehr fr\u00fch gestorben.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\">Im Jahr 1817 ward ihm die Ehre von dem Berliner\nK\u00fcnstler-Verein zum Mitglied und im Jahre 1819 nach Bonte\u2019s Abgang zu\ndessen Seckelmeister erw\u00e4hlt zu werden. Diese Aufnahme in den Kreis der\nausgezeichnetsten K\u00fcnstler belebte sein Interesse an der Kunst und\ngew\u00e4hrte ihm viele Stunden des reinsten Genusses.<a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftn23\">[23]<\/a><\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref1\">[1]<\/a>\nManuskript von unbekannter Hand, 5 Seiten, geheftet, 2\u00b0, Stiftung\nArchiv der Akademie der K\u00fcnste, Archiv Bildende Kunst, Verein Berliner\nK\u00fcnstler Nr. 63; getreu nach einer Autobiografie, die noch zu Beginn\ndes 20. Jh. im Besitz von dessen Erben war (vgl. Hermann Br\u00e4uning: Die\nL. C. Wittich\u2019sche Hofbuchdruckerei 1764-1934. Darmstadt 1936, S. 11);\nin Details abweichende Fassung der Biographie in: Neuer Nekrolog der\nDeutschen, 10.1832 (1834).<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref2\">[2]<\/a>\nJohann Georg W. (1712-1776) hatte 1764 die seit 1684 bestehende\nHofbuchdruckerei in Darmstadt \u00fcbernommen; 1797 \u00fcbernommen von seinem\nzweiten Sohn Karl Ludwig (1771-1839), der in Kassel, Leipzig und Berlin\ngelernt hatte. Das Unternehmen bestand bis in die zweite H\u00e4lfte des 20.\nJahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref3\">[3]<\/a>\nCharlotte Wilhelmine geb. Triller (geb. 1735), Gemahlin des Johann\nGeorg (1723-1796), Spro\u00df der bedeutenden Buchh\u00e4ndlerfamilie Fleischer\n(seit Ende 17. Jh.), Mentor und Verleger des jungen Goethe. Georg\nChristian Raffs illustrierte \u201aNaturgeschichte f\u00fcr Kinder\u2019 (Erstauflage\n1778) war ein Hauptwerk des Philantropismus.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref4\">[4]<\/a> Philipp Moritz (1767-1832), sp\u00e4ter Amtsassessor.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref5\">[5]<\/a>\nNicolaus Hoffmann (1740- um 1823), t\u00e4tig in Darmstadt, \u201elernte bei\nSeekatz, dessen Manier er so t\u00e4uschend nachahmt, da\u00df selbst die gr\u00f6\u00dften\nKenner Bilder von seiner Hand f\u00fcr Seekatzische Originale kaufen\u201c\n(Meusel: Teutsches K\u00fcnstlerlexikon, 2. Aufl. 1808). Johann Conrad\nSeekatz (1719-1768), t\u00e4tig in Darmstadt und Frankfurt, insbes. f\u00fcr\nseine volkst\u00fcmlichen Genreschilderungen gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref6\">[6]<\/a>\nJohann Georg Sulzers Standardwerk \u201aAllgemeine Theorie der Sch\u00f6nen\nK\u00fcnste in einzelnen, nach alphabetischer Ordnung der Kunstw\u00f6rter auf\neinander folgenden, Artikeln abgehandelt\u2019, zuerst 1771-74, in\nvermehrter Aufl. 1786-87 in Leipzig erschienen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref7\">[7]<\/a>\nDaniel Chodowiecki (1726-1801), Maler und Stecher, f\u00fchrender Meister\ndes Buch- und Kalenderkupfers der dt. Aufkl\u00e4rung; 1797 Direktor der\nBerliner Kunstakademie.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref8\">[8]<\/a> Johann Georg Wille (1715-1808), geb. auf der Oberm\u00fchle bei Giessen, t\u00e4tig in Paris als Stecher mit ma\u00dfstabsetzender Technik.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref9\">[9]<\/a>\nGeorg Friedrich Heyer (geb. 1770), 1790 als Universit\u00e4tsbuchh\u00e4ndler in\nGiessen etabliert, 1798 Filiale in Frankfurt, 1818 auch\nUniversit\u00e4tsbuchdrucker in Giessen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref10\">[10]<\/a>\n(1767-1820), engagierter Buchh\u00e4ndler und Verleger, er\u00f6ffnete 1791 eine\nBuchhandlung in Frankfurt mit dem Schwerpunkt illustrierte B\u00fccher; sein\n1795 er\u00f6ffnetes Leseinstitut, eine Art Leihb\u00fccherei f\u00fcr\nNeuerscheinungen aus Kunst und Wissenschaft machte nach einem Jahr\nBankrott. 1796 \u00dcbersiedlung nach Paris, dort Pionier der\nbuchh\u00e4ndlerischen Bibliografie.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref11\">[11]<\/a>\n(1769-1849), nach Lehre beim Vater 1788 nach Leipzig, dort Gr\u00fcndung\neiner Buchhandlung und eines Verlags f\u00fcr Klassiker, Wissenschaft, Lyrik\netc.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref12\">[12]<\/a>\nLouis Fran\u00e7ois Mettra (1740-1804), f\u00fchrte einige Jahre lang Unter den\nLinden 34 eine Kunst- und Buchhandlung. Handelte viel mit Gem\u00e4lden\nanderer franz\u00f6sischer Emigranten. M\u00f6glicherweise identisch mit jenem\nMettra, der schon in den 1760er Jahren in Paris als Mittelsmann bei\nKunstk\u00e4ufen des preu\u00df. Hofs diente.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref13\">[13]<\/a>\nJohann Friedrich Korn (gest. 1802), Sohn des Breslauer Verlegers Johann\nJakob, gr\u00fcndete 1758 am Ort ein Zweigunternehmen, 1836 vom Stammhaus\n\u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref14\">[14]<\/a>\nJohann Friedrich Unger (1753-1804), Verleger und Formschneider,\nerrichtete nach Lehre bei Decker in Berlin 1780 hier eine\nBuchdruckerei, 1791 eine Schriftgie\u00dferei. 1790 Prof. f\u00fcr Holzschnitt an\nder Kunstakademie, 1802 Miteigent\u00fcmer der Voss. Ztg.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref15\">[15]<\/a>\n\u201aKost\u00fcme auf dem K\u00f6n. National-Theater in Berlin\u2019, 1805-12 (174\nkolorierte Aquatintaradierungen). Zum Geburtstag der K\u00f6nigin Luise\nwurde am 10.3.1804 ein Maskenball gefeiert, bei dem Luise selbst als\nStatyra, Tocher des K\u00f6nigs Darius auftrat. Bei Wittich erschien 1805\n\u201aDer gro\u00dfe Maskenball in Berlin zur Feyer des Geburtstags ... der\nregierenden K\u00f6nigin ... im K\u00f6niglichen Nationaltheater\u2019 mit 10 Tafeln,\ngestochen von J\u00fcgel und Clar nach D\u00e4hling. Eingeweiht worden war das\nvon Langhans 1800-01 erbaute Schauspielhaus auf dem Gedarmenmarkt, das\nnach dem Brand von 1817 durch einen Neubau Schinkels ersetzt wurde,\nbereits am 1.1.1802. Schon 1798 hatte Wittich Bergers nach L\u00fctke\ngestochene Ansicht des Brandenburger Tors verlegt.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref16\">[16]<\/a>\nChristoph Wilhelm (von) Hufeland (1762-1836), Arzt. Prof. in Jena, dann\nLeiter der Berliner Charit\u00e9 und kgl. Leibarzt. Hufelands \u201aJournal der\npractischen Arzneykunde und Wundarzneykunst\u2019 erschien seit 1795 in\nJena, sp\u00e4ter bei Unger in Berlin, von dem es W. 1805 \u00fcbernahm; au\u00dferdem\nerschienen bei W. 1805 eine dritte und eine vierte Ausgabe von\nHufelands Bestseller \u201aMakrobiotik oder die Kunst das menschliche Leben\nzu verl\u00e4ngern\u2019 (Erstausgabe 1796, die f\u00fcnfte Ausg. 1823 bei Reimer).<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref17\">[17]<\/a>\n\u201aAttila, der Held des f\u00fcnften Jahrhunderts\u2019 von Johannes v. M\u00fcller,\nanonym erschienen in 2. Auflage 1806 bei W., eine dritte Aufl. bei\nD\u00fcmmler, Berlin.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref18\">[18]<\/a>\nDer Fall des Verlegers Johann Philipp Palm (1766-1806), der wegen der\nVerbreitung der Flugschrift \u201aDeutschland in seiner tiefsten\nErniedrigung\u2019 (1806) standrechtlich erschossen wurde, erregte gro\u00dfes\nAufsehen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref19\">[19]<\/a>\nJohann Gottlieb Fichte (1762-1814), Philosoph, 1794 Prof. in Jena, 1805\nin Erlangen, 1806\/07 in K\u00f6nigsberg, 1811\/12 Rektor der Berliner\nUniversit\u00e4t. Berliner Antrittsrede \u201a\u00dcber die einzig m\u00f6gliche St\u00f6rung\nder akademischen Freiheit\u2019 1811 bei Wittich erschienen.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref20\">[20]<\/a>\nNach den Befreiungskriegen erschienen bei W. noch einige staats-,\ngesellschafts- und milit\u00e4rkundliche Werke, darunter an Periodika das\n\u201aHistorische Taschenbuch\u2019 von F. Buchholz, dessen \u201aGeschichte der\neurop. Staaten seit dem Frieden von Wien\u201c. Au\u00dferdem an Abbildungswerken\nu. a. Uniformdarstellungen, gest. v. J\u00fcgel nach Kr\u00fcger und Lieder\n(1821), Slg. v. Nationaltrachten, gest. nach St\u00fcrmer (1821), Schinkels\n\u201aSammlung architektonischer Entw\u00fcrfe\u2019 (1828-40) und dessen\nTheaterdekorationen; drei B\u00e4nde \u201aNeue Kost\u00fcme auf den beiden\nK\u00f6niglichen Theatern in Berlin \u2026\u2019 (1819-30), ein Stichwerk zum\nFestspiel \u201aLalla Rookh\u2019 (1823), eine Sammlung von Ansichten von Berlin,\nCharlottenburg, Paretz, der Pfaueninsel u. a. (1818-22); das \u201aMagazin\nf\u00fcr Freunde eines geschmackvollen Ameublements\u2019 (1827-29), ferner\nSchwechtens Abbildungen des Doms zu Mei\u00dfen und ein Werk \u00fcber den\nr\u00f6mischen Karneval von Valentini. Ein Verlagsverzeichnis von 1839\n(\u201aVerlags-Verzeichni\u00df von L. W. Wittich in Berlin, Franz\u00f6sische Stra\u00dfe\n43\u2019, Kopie in der Kunstbibliothek Berlin) f\u00fchrt rund 20\nKupferstichwerke, 33 Stiche (Berlinansichten, Portr\u00e4ts,\nAltmeisterreproduktionen) und eine Reihe von Stick- und Strickvorlagen\nauf.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref21\">[21]<\/a>\n(Darmstadt 1775-1844), 1806 Gesellschafterin der Kurprinzessin v.\nHessen-Kassel, mit dieser 1806 nach Berlin ins Exil. Lernte Wittich im\nHaus der ebenfalls aus Darmstadt geb\u00fcrtigen Gemahlin des kgl.\nKapellmeisters G. A. Fleischer kennen. Als Herausgeberin von\nStickmustern ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Entstehung des entspr. Gewerbszweigs in\nPreu\u00dfen verantwortlich. 1813 wurde Wittich auf sein Ersuchen von der\nKunstakademie zum \u201aakademischen K\u00fcnstler\u2019 ernannt, damit \u201aseine\u2019\nStickmuster vor Nachahmung gesch\u00fctzt waren.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref22\">[22]<\/a>\nDer zweite Sohn, Heinrich (1816-1887) bildete sich an der Berliner\nKunstakademie und bei H\u00fcbner in D\u00fcsseldorf zum Maler aus und wurde mit\ndem Bilderpaar \u201aEdelknabe mit Flinte\u2019 und \u201aEdelfr\u00e4ulein mit Falke\u2019\nbekannt.<\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"p\"><a href=\"http:\/\/www.berliner-klassik.de\/berliner_klassik\/projekte\/forschung\/werkvertraege\/lacher_autobiografien\/kuenstler13\/edit\/kupu_content#_ftnref23\">[23]<\/a>\nDer \u201aBerlinische K\u00fcnstlerverein\u2019, f\u00fcr dessen Archiv Wittichs Biografie\ngem\u00e4\u00df eines Vereinsbeschlusses aus dem Jahr 1818 geschrieben wurde, war\n1814 auf die Anregung Louis Catels gegr\u00fcndet wurden. Bis zu seinem Tod\n1850 war Schadow Vorsitzender. Anerkennung erhielt W. auch f\u00fcr seine\nErfindung einer speziellen Tinte, mit der er auf Kupferplatten zeichnen\nund danach \u00c4tzdrucke herstellen konnte. An eigenh\u00e4ndigen Stichen sind\nbekannt: Gro\u00dfer Christuskopf nach Holzschnitt D\u00fcrers; Ansicht von\nTivoli nach Schinkel, 1823; mehrere Landschaften; nach W. haben L\u00fctke\njun. und L\u00f6hr zwei Ansichten Berlins vom Kreuzberg lithografiert.<\/p><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3496\" class=\"link-hover text-primary\">Schinkels Verleger Ludwig Wilhelm Wittich 1773-1832<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3497\" class=\"link-hover text-primary\">Goethe und der Berliner Kunst-Verleger Ludwig Wilhelm Wittich<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Verleger"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}