
{"meta":{"meta-title":"Ludwig Wilhelm Wichmann < Personen","meta-description":"Ludwig Wilhelm Wichmann < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/784","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/784","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Ludwig Wilhelm Wichmann"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/784","text":"Ludwig Wilhelm Wichmann"}]},"data":{"id":784,"zusatz_id":784,"meta":{"meta-title":"Ludwig Wilhelm Wichmann < Personen","meta-description":"Ludwig Wilhelm Wichmann < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/784","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/784"},"title":"Ludwig Wilhelm Wichmann","nachname":"Wichmann","vorname":"Ludwig Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"10.10.1788","geburtsort":"Potsdam","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"29.06.1859","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Bildhauer"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1788<br><\/b>Am 10. Oktober wird Ludwig Wilhelm Wichmann in Potsdam geboren.<br><br><b>1800<\/b><br>Wichmann wird bereits im Alter von zw\u00f6lf Jahren Sch\u00fcler von Gottfried Schadow.<br><br><b>1804<br><\/b>Noch als Akademiesch\u00fcler deb\u00fctiert Wichmann bei der Berliner Akademieausstellung mit den beiden Arbeiten: <i>\"Ein Faun mit der Gyring\"<\/i> und einer Portraitb\u00fcste (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1804:273.274).<br><br><b>1806<br><\/b>Das Relief <i>\"Hektor in dem Frauengemach der Helena im Palast des Paris [...]\" <\/i>wird bei der diesj\u00e4hrigen Berliner Akademieausstellung gezeigt. Der Katalog vermerkt weiterhin eine Urne aus Marmor, die im Zusammenarbeit mit Heinrich Wichmann entstanden ist, sowie eine Kopie des antiken <i>\"Scheibenwerfers\"<\/i> und eines <i>\"schlummernden M\u00e4dchens\"<\/i> (nach einem Entwurf Schadows; ein Gu\u00df in Bronze von 1906 heute im BSM Alte Nationalgalerie SPKB, Inv.-Nr. B I 258; dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg) nach einer Arbeit Gottfried Schadows (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1806:225-228).<br><br><b>1808<br><\/b>Mit Ausnahme der Urne werden bei der Berliner Akademieausstellung alle Arbeiten von 1806 erneut gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1808:207-209).<br><br>F\u00fcr die Gartenanlage von Schlo\u00df <span style=\"color: rgb(255, 102, 102);\">Rosenfels<\/span> (sp\u00e4ter Schlo\u00df Friedrichsfelde) entsteht eine <i>\"Liegende Frau\"<\/i>, vermutlich nach einer Vorlage Schadows (Bloch\/Grzimek, 1978, S. 85).<br><br><b>1809 bis 1813 <\/b><br><div>\nAufenthalt in Paris, dort u.a. bei Jacques Louis David&nbsp; und Fran\u00e7ois Joseph <span style=\"color: rgb(255, 102, 102);\">Bosio<span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\"> in<\/span><\/span> der Lehre.<\/div><br><b>1814<br><\/b>Wichmann ist nach seiner R\u00fcckkehr aus Paris erstmals wieder bei der Berliner Akademieausstellung vertreten und zeigt <i>\"Eine weibliche stehende Figur die Unschuld vorstellend\"<\/i> sowie drei B\u00fcsten mit den Portraits Friedrich Schleiermachers und der Geschwister Eduard und Evelina von Waldenburg (Neffe und Nichte von Wichmann) (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1814:238-241).<br><br>Unterst\u00fctzt Schadow beim Rostocker Bl\u00fccher-Denkmal und dem Luther-Denkmal in Wittenberg.<br><br><b>1816<br><\/b>Bei der diesj\u00e4hrigen Akademieausstellung werden mehrere Gipsb\u00fcsten Wichmanns unter einer Nummer gezeigt, die jedoch nicht weiter durch den Katalog beschrieben sind. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1816:242).<br><br><b>1817<br><\/b>Zusammen mit Gottfried Schadow fertigt Wichmann die Modelle f\u00fcr die gefl\u00fcgelten Viktorien des Triglyphenfrieses der Neuen Wache (Unter den Linden 4) (Dehio, Berlin, S. 76).<br>\n<br>\n<b>1818 <\/b><br>\nNach dem Tod des Bildhauers Bardou \u00fcbernimmt Wichmann die Leitung der Bossir- und Modellierklasse in der Kunst- und Gewerbeschule.<br><br>Aufenthalt in Paris. Studium bei Jacques-Louis David.<br>\n<br>\n<b>1819 <\/b><br>\nAm 5. Januar wird Wichmann zum ordentlichen Mitglied der Akademie der K\u00fcnste ernannt und ist dort Lehrer f\u00fcr das Ornamentfach (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1820:X). Reise nach Italien mit seinem Bruder Karl Friedrich<b>.<br><br>\n1820 <\/b><br>\nR\u00fcckkehr nach Berlin.<br>Die Chronik des Ausstellungskataloges der Berliner Akademie erw\u00e4hnt Wichmanns Aufenthalt in Italien, \"um sich [...] [dort] f\u00fcr das Fach der Ornamente mehr ausbilden\" zu lassen. Der Katalog f\u00e4hrt fort: \"Derselbe setzt nun nach seiner R\u00fcckkehr den Unterricht in diesem Kunstzweige fort, und mehrere Handwerker, welche nur an Sonntagen Zeit haben, werden wahrscheinlich eine Erweiterung dieses Faches in dem Unterrichte des Institutes veranlassen.\" Von seinen Arbeiten werden bei der Ausstellung <i>\"Ein sitzendes Blumenm\u00e4dchen\" <\/i>und <i>\"Eine B\u00fcste, nach dem Leben\"<\/i> gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1820:V.249.250).<br>\n<br>\n<b>1821 <\/b><br>\nErnennung zum Professor an der Akademie der K\u00fcnste. Annahme einer\nLehrstelle an der neu errichteten Gewerbeschule, dort zusammen mit seinem Bruder Gr\u00fcndung einer\neigenen Werkstatt, in der haupts\u00e4chlich Bildplastiken entstehen.<br><br>Gipsb\u00fcste des General August Ferdinand Bernhardi (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br><b>1822<br><\/b>Bei der Akademieausstellung pr\u00e4sentiert Wichmann ein Gipsmodell \"zu dem eisernen Denkmal auf dem Kreuzberge\". Die sieben Fu\u00df (= 2,19m) hohe Figur bezieht sich thematisch auf die Schlacht von Bar-sur-Aube. Daneben werden noch \"einige B\u00fcsten, nach dem Leben\" gezeigt, die jedoch nicht weiter durch den Katalog beschrieben sind (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1822:344.345).<br><br>Weitere Arbeit Wichmanns f\u00fcr das Kreuzbergdenkmal: Allegorie der Schlachten von Katzenbach. Wichmann f\u00fchrt au\u00dferdem die anderen Entw\u00fcrfe von Christian Daniel Rauch und Ludwig Tieck aus. Alle Arbeiten entstanden nach Vorgaben Friedrich Schinkels, der die Leitung des Gesamtentwurfes inne hatte (Dehio, Berlin, S. 293).<br>[Eine genaue Auflistung der Arbeitsteilung bei Bloch\/Grzimek, 1978, S. 85]<br><br><b>1826<br><\/b>Wichmann zeigt bei der diesj\u00e4hrigen Akademieausstellung die Arbeit \"Armor und Psyche\", sowie mehrere B\u00fcsten, die der Katalog, ohne sie weiter zu beschreiben, unter einer Nummer f\u00fchrt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1826:613.614).<br><br><b>1827<br><\/b>Wichmann entwirft f\u00fcr das Grabmal Ludwig von Brauchitschs, das sich auf dem Berliner Garnisonfriedhof (Kleine Rosenthaler Stra\u00dfe 3-7) befindet, einen weiblichen Genius mit Fl\u00fcgeln auf einer Akanthusbl\u00fcte stehend (Dehio, Berlin 1994, S. 160).<br><br><b>1828<br><\/b>Die diesj\u00e4hrige Akademieausstellung zeigt folgende Arbeiten Wichmanns: Eine Kolossalb\u00fcste des Kurf\u00fcrsten Friedrich Wilhelm, die f\u00fcr die Walhalla bestimmt ist, sowie die <i>\"Die B\u00fcste der Demoiselle Sonntag\"<\/i> und eine m\u00e4nnliche B\u00fcste, alle drei Arbeiten sind von Wichmann in Marmor ausgef\u00fchrt worden. An Gipsarbeite werden gezeigt: <i>\"Eine sitzende weibliche Figur, nach einer fr\u00fcheren Idee neu umgearbeitet\"<\/i>, eine B\u00fcste Albrecht D\u00fcrers (1828 war der 300. Todestag von D\u00fcrer, die B\u00fcste wurde im Zusammenhang der D\u00fcrerfeier in der Akademie geschaffen), sowie <i>\"zwei B\u00fcsten nach dem Leben\"<\/i>, darunter die&nbsp;B\u00fcste der Henriette Sonntag (dig. Abb. im Bildindex Fotomarburg) (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1828:534-539).<br><br>F\u00fcr das von Friedrich Schinkel entworfene Wohnhaus in der Feilnerstra\u00dfe 1-2 (Berlin-Kreuzberg) fertigt Wichmann Modelle f\u00fcr das Portalgew\u00e4nde und verschiedene Fensterbr\u00fcstungsplatten nach den Zeichnungen Schinkels. Die Modelle werden in der Werkstatt Feilners in Ton gebrannt. (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg)<br><br>Die Akademiechronik des Ausstellungskataloges vermerkt unter den Ank\u00e4ufen der Akademie: \"Die kolossalen Figuren von gebrannter Erde (der heil. Michael und zwei Engel) welche den Haupteingang der Werderschen Kirche zieren\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1828:XIV)<br><br><b>1830<br><\/b>Wichmann ist an der Ausstattung der Friedrich-Werderschen Kirche in Berlin-Mitte beteiligt. Der Katalog der Akademieausstellung, der in seiner Chronik ausf\u00fchrlich auf das Bauprojekt berichtet, schreibt, Wichmann habe \"die kolossalen Figuren in gebrannter Erde, der heilige Michael \u00fcber der Th\u00fcr und die beiden Engel [...] modellirt.\" [Das Modell wird von Tobias Feilner ausgef\u00fchrt und ist jetzt durch eine Kupferkopie des 20. Jahrhunderts ersetzt (Dehio, Berlin, S. 70)] [Es bestand aus drei Teilen]<br>Weiterhin wird erw\u00e4hnt, dass Wichmann \"die Modelle zu den vier weiblichen Figuren in Sandstein auf den Akroterien des gro\u00dfen Quadrats\" f\u00fcr das \"K\u00f6nigliche Museum\" (heute \u00c4gyptisches Museum und Papyrussammlung) angefertigt und im Auftrag des preu\u00dfischen K\u00f6nigs die Gruppe <i>\"Amor und Psyche\" <\/i>ausgef\u00fchrt hat. Au\u00dferdem werden bei der Akademieausstellung die B\u00fcste der <i>\"Prinzessin Karl von Preu\u00dfen\"<\/i>, der F\u00fcrstin von Liegnitz, Friedrich Hegels sowie mehrere unbenannte B\u00fcsten \"nach dem Leben\" gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1830:XIV.XV.851-856).<br><br>Marmorb\u00fcste des F\u00fcrsten Wilhelm Malte (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br><b>Um 1830<br><\/b>B\u00fcste von seinem Schwiegervater Tobias Christoph Feilner.<br><br><b>1832<\/b><br>Am 26. April wird Wichmann zum Mitglied des akademischen Senats ernannt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1832:VI). Der Bildhauer fertigt zudem ein Modell f\u00fcr die neue Preismedaille an, die von Carl Joseph Begas entworfen worden war und durch den Hofmedailleur Johann Ludewig Jachtmann ausgef\u00fchrt wurde (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1832:VII). Bei der Akademieausstellung werden eine sechs Fu\u00df hohe, lebensgro\u00dfe, Christusstatue und mehrere unbenannte B\u00fcsten, alles in Gips gefertigt, gezeigt. Der Katalog vermerkt au\u00dferdem, dass Wichmann nun in der Hasenhegerstra\u00dfe 1 wohnhaft ist (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1832:886.887).<br><br><b>1834<\/b><br>Beteiligung an der Akademieausstellung: <i>\"B\u00fcste der Hochseligen F\u00fcrsten Ratzewill Durchlaucht\"<\/i> (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg), <i>\"B\u00fcste des Pr\u00e4sidenten Dr. Rust\"<\/i>, <i>\"B\u00fcste des wirklichen General-Staabsarztes der Armee, Geh.-Ober-Mediz. Raths Dr. v. Wiebel\"<\/i> (alle in Marmor); <i>\"Statue des Heilands\"<\/i>, [der Kunstkritiker (?) Kugler vermerkt sp\u00e4ter zu dieser Skulptur, nachdem er das Gipsmodell in Wichmanns Werkstatt gesehen hatte: \"welches - einer eigenen unzerstreuten Beleuchtung, wie jedes plastische Werk, bed\u00fcrftig - bei der vorherigen Kunst-Ausstellung dem \u00fcbergro\u00dfen Andrange von Gegenst\u00e4nden gewichen war.\" (Zit. nach Storm, 1990, S. 313)] mehrere B\u00fcsten unter einer Nummer (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1834:981-985).<br>Schadow lobte die ausgestellten B\u00fcsten als \"\u00fcberaus gewandt in der Auffassung der lebenden Natur\". (Zit. nach B\u00f6rsch-Supan, 1990, S. 215)<br><br><b>1834\/35?<br><\/b>Wichmann fertigt f\u00fcr die Potsdamer Nikolaikirche zwei Engel an, die das Schriftbild&nbsp; oberhalb des Tympanons an der Hauptfassade flankieren (Dehio, Potsdam, S. 6; dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br><b>1834\/37<br><\/b>Wichmann entwirft f\u00fcr den von Ferdinand Langhans errichteten Neubau des Stadtpalais des Prinzen Wilhelm mehrere Wappenschilde und allegorische Figuren f\u00fcr das Mezzaningeschoss. Die Entw\u00fcrfe werden von der Firma Tobias Feilners ausgef\u00fchrt. (Dehio, Berlin, S. 81)<br><br><b>1835<br><\/b>Bis 1838 wird Hermann Schievelbein Wichmanns Sch\u00fcler.<br><br><b>1836<br><\/b>Bei der diesj\u00e4hrigen Akademieausstellung werden die in Marmor gearbeiteten <i>\"B\u00fcste Ihrer Durchlaucht der verewigten Prinze\u00df Elise Radziwil, nach der Totenmaske\"<\/i> sowie zwei weitere nicht n\u00e4her beschriebene B\u00fcsten, darunter eine Kinderb\u00fcste. Au\u00dferdem vermerkt der Katalog mehrere Gipsb\u00fcsten- und -reliefs unter einer Nummer. Das Atelier des K\u00fcnstlers befindet sich nun offensichtlich in der Neuen Wilhelmstra\u00dfe 9 (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1836:1161-1165).<br><br><b>1838<br><\/b>Der preu\u00dfische Kronprinz beauftragt Wichmann mit zwei marmornen Portraitb\u00fcsten des verstorbenen Staatsministers Jean Pierre Fr\u00e9d\u00e9ric Ancillon (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg) und des ebenfalls verstorbenen Kriegsministers Karl Ernst Job-Wilhelm von Witzleben. Beide Arbeiten werden neben weiteren unbenannten Marmor- und Gipsb\u00fcsten bei der diesj\u00e4hrigen Akademieausstellung gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1838:1005-1008).<br><br><b>1839<br><\/b>Wichmann fertigt die Bauplastik f\u00fcr die Tier\u00e4rztliche Hochschule (Luisenstra\u00dfe 56) an: F\u00fcr die Fassade des Mitteltraktes entstehen 12 Reliefb\u00fcsten ber\u00fchmter Veterin\u00e4rmediziner sowie im Giebelfeld ein Hochrelief mit der Allegorie auf die Tiermedizin (Dehio, Berlin, S. 117).<br><br>Bei der Berliner Akademieausstellung sind zwei Marmor- und drei Gipsb\u00fcsten zu sehen (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1839:1051-1055).<br><br><b>1840<br><\/b>Die Chronik des Akademiekataloges vermerkt, dass Wichmann am 2. November zusammen mit anderen Mitgliedern der Akademie an den Feierlichkeiten zur Einf\u00fchrung der Reformation in Berlin teilgenommen hat. Bei der Ausstellung pr\u00e4sentiert der Bildhauer das lebensgro\u00dfe Gipsmodell eines <i>\"M\u00e4dchen[s] welches Wasser sch\u00f6pfen geht\"<\/i> sowie zwei unbenannte B\u00fcsten aus Marmor (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1840:VI.1006-1008).<br><br>Marmorb\u00fcste von Tobias Christoph Feilner, heute BSM Alte Nationalgalerie SPKB (Inv.-Nr. B I 18) (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br><b>Vor 1842<br><\/b>Hugo Hagen wird Sch\u00fcler Wichmanns.<br><br><b>1842<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung wird die Ausf\u00fchrung des Gipsmodells von 1840 in Marmor gezeigt, die sich nun im Besitz der Herzogin von Talleyrand befindet. Au\u00dferdem werden f\u00fcnf unbenannte B\u00fcsten in Gips gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1842:1174.1175).<br><br><b>Nach 1843<br><\/b>Reinhold Begas wird f\u00fcr kurze Zeit Sch\u00fcler Wichmanns.<br><br><b>1844<br><\/b>Wichmann wird f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Akademieausstellung zum Kommissar ernannt. Sein Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die skulpturalen Arbeiten. Als Ausstellungsst\u00fccke aus seiner Hand vermerkt der Katalog eine \"B\u00fcste der tragischen Schauspielerin Dlle. Rachel [\u00c9lisa Rachel F\u00e9lix] in Paris, nach dem Leben modellirt u. in Marmor ausgef\u00fchrt\" sowie eine weitere B\u00fcste aus Marmor (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1844:XIV.1319.1320).<br><br><b>1846<br><\/b>Neben Friedrich Drake, August Wredow und anderen K\u00fcnstlern entwirft Wichmann eine der kolossalen Marmorgruppen f\u00fcr die Berliner Schlo\u00dfbr\u00fccke. Die Skulptur <i>\"Nike richtet den verwundeten Krieger auf\"<\/i> befindet sich an der Nordostseite der Br\u00fccke. [Ausf\u00fchrung erst 1853 (Dehio, Berlin, S. 152; dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg)]<br>Bei der Akademieausstellung werden ein Gipsmodell f\u00fcr eine Statue des Arch\u00e4ologen und Kunsttheoretikers Johann Joachim Winckelmann gezeigt, die sp\u00e4ter im Erzgu\u00df ausgef\u00fchrt werde soll [Modell f\u00fcr das Winckelmann-Denkmal in Stendal], sowie eine Marmorb\u00fcste und f\u00fcnf Gipsb\u00fcsten. Au\u00dferdem wird die Skizzenzeichnung <i>\"Der heilige Christoph\"<\/i> ausgestellt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1846:XVII.1138-1145).<br>[Kugler vermerkt zum Winckelmann-Modell: \"durch die feine Vollendung der Einzelheiten ausgezeichnet\", \"bei w\u00fcrdiger Fassung der bedeutenden Aufgabe\", zit. nach Storm, 1990, S. 314]<br><br><b>1848<br><\/b>In der Chronik des Akademiekataloges wird vermerkt, dass Wichmann im Auftrag des preu\u00dfischen K\u00f6nigs an zwei kolossalen Marmorgruppen arbeitet, ohne diese jedoch genauer zu beschreiben (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:X). Bei der Ausstellung zeigt der Bildhauer drei Arbeiten in Gips: Eine \"Ideal-Statue Winkelmann's, \u00fcberlebensgro\u00df, mit Benennung der sichersten Bildnisse desselben. Auf Befehl Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs in Marmor auszuf\u00fchren\". [Kugler bemerkt hierzu: die Arbeit sei zwar \"mit aller erforderlichen meisterlichen Praktik durchgef\u00fchrt, will auf mich aber nicht recht erfreulich wirken. Der Kopf wird \u00e4hnlich sein; es fehlt mir in Stellung und Haltung jedoch der begeisterungsvolle Ernst, den wir bei der Erscheinung des gro\u00dfen Propheten der Sch\u00f6nheit, auch wenn er nicht auf griechische Weise idealisiert ist, notwendig fordern m\u00fcssen; der K\u00fcnstler habe ihm 'wohl um die Erscheinung voller zu machen', einen Mantel gegeben, aber er habe doch nicht gewagt, \"ihn den Mantel fest und sicher tragen zu lassen. \u00c4u\u00dferlichen Stylprinzipien zu Liebe sinkt der Mantel (was freilich gar manchem Bildhauer heutigen Tages ganz unbedenklich scheint) zur H\u00e4lfte herab, und wir haben nun fortw\u00e4hrend die Sorge, da\u00df der Mann im n\u00e4chsten Augenblick, um den Mantel zu retten, seine monumentale Stellung verlassen mu\u00df, so wohl diese \u00fcberlegt sein mag. Wichmanns Talent scheint mir nach einer anderen Richtung als der historisch-monumentalen Skulptur hin zu liegen.\" Zit. nach Storm, 1990, S. 314]<br><br>eine <i>\"B\u00fcste des gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten\"<\/i> sowie eine <i>\"B\u00fcste des belgischen Geschichtsmalers N[icaise] de Keyser, nach dem Leben\" <\/i>(B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:1728-1730).<br>Die Winckelmann-Statue heute im BSM Alte Nationalgalerie SPKB (Inv.-Nr. B II 305) (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br>Der Maler Franz Kr\u00fcger fertigt ein Portrait von Wichmann an, heute in BSM Alte Nationalgalerie SPKB (Inv.-Nr. A II 343) (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br><br><b>1850<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung wird das Gipsmodell f\u00fcr die Gruppe <i>\"Die Wahrsagerin\"<\/i> gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1850:939).<br><br><b>1851<br><\/b>Bis 1852 Aufenthalt in Rom.<br><br><b>1852<br><\/b>Am 21. Mai Ernennung zum Mitglied der Akademie von S. Luca.<br><br><b>1854<br><\/b>Bis 1855 Aufenthalt in Rom.<br><br><b>1857<br><\/b>Bis 1858 Aufenthalt in Rom.<br><br><b>1859<br><\/b>Am 10. Oktober stirbt Ludwig Wilhelm Wichmann in Berlin.<br>Am 18. Okotber wird in Stendal das Winckelmann-Denkmal enth\u00fcllt (dig. Abb. im Bildindex FotoMarburg).<br>Carl Jusit vermerkt hierzu: \"Seit dem Jahre 1859 steht in Stendal auf dem Winckelmannplatz das bronzene Denkmal des gro\u00dfen Sohnes der Stadt, ein Werk des Berliner Bildhauers Ludwig Wichmann. Haltung und Blick [...] sollen uns sagen, da\u00df der Mann den Eindruck eines bedeutenden Gegenstandes in Worte umzusetzen strebt. Aber diesen Gegenstand suchst du umsonst in Stendal und in der Altmark: weit weg mu\u00dft du wandern, bis an die Ufer des gelben Tiber, nach dem Landhaus eines r\u00f6mischen Pr\u00e4laten, in die Hallen eines p\u00e4pstlichen Palastes. D\u00fcrfte man hier das Verh\u00e4ltnis des Denkmals zu Ort und Umgebung scherzhaft phantastisch aussprechen, so w\u00fcrde man Winckelmann nachf\u00fchlen, wie er, der aus diesen Regionen heftig wegstrebte, sobald er einen Begriff von der Welt drau\u00dfen hatte, nun in bronzener Unbeweglichkeit hier angefesselt worden sei, um in grenzenloser Einsamkeit eine t\u00f6dliche Langeweile zu empfinden.\" (Zitiert nach Bloch\/Grzimek, 1978, S. 58)&nbsp; <br><br>-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br><br><b>Literatur<br><br><\/b>Bloch, Peter \/ Grzimek, Waldemar: Das klassische Berlin. Die Berliner Bildhauerschule im neunzehnten Jahrhundert, Berlin u.a. 1978.<br><br><br><br>Sch\u00fcler Wichmanns:<br>Carl Gramzow (Sch\u00fctz, 1990, S. 111), Jacob Alberty, Hugo Hagen, Christian Genschow, Hermann Schievelbein, Reinhold Begas (B\u00f6rsch-Supan, 1990, S. 214)<br>","genealogie":"Vater hatte Bildhauerwerkstatt in Potsdam; dekorativ-architektonische Arbeiten\n\nBruder: Karl Friedrich Wichmann (Bildhauer)\nSchwiegervater: Tobias Christoph Feilner\nS\u00f6hne:  Otto Wichmann\n            Hermann W. Wichmann (Musiker, Schriftsteller)","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}