
{"meta":{"meta-title":"Johann Carl Mare < Personen","meta-description":"Johann Carl Mare < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/792","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/792","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Carl Mare"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/792","text":"Johann Carl Mare"}]},"data":{"id":792,"zusatz_id":792,"meta":{"meta-title":"Johann Carl Mare < Personen","meta-description":"Johann Carl Mare < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/792","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/792"},"title":"Johann Carl Mare","nachname":"Mare","vorname":"Johann Carl","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"17.12.1772","geburtsort":"Berlin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"15.08.1835","sterbeort":"M\u00fcnchen","sterbeland":null,"berufe":["Kartenstecher","Kupferstecher"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"Johann Carl Mare<br><br><b>1810<\/b><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u201ePlan der Bataille bei Preu\u00df. Eylau\u201c, \u201ePlan der Bataille bey Pultusk\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1810:408.409).<br><b><br>1812<\/b><br>\u201eKupferstecher und Mitglied der Akademie\u201c<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u201eKarte vom Vorgebirge der guten Hoffnung, nach eigenen Beobachtungen zusammengetragen und entworfen von H. Lichtenstein\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1812:66).<br><br>&nbsp;seit 23. Mai Mitglied der Akademie der K\u00fcnste in Berlin. Im selben Jahr erfolgt die\nAnstellung als Lehrer. <br>Der \u201eKarten- und Schriftstecher Mare\u201c wird Mitglied und Teil des Lehrk\u00f6rpers der Akademie (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:VI.VIII).<br><br><br><b>1813<\/b><br>&nbsp;Ende September wird Mare zum Professor der geographischen Kupferstecherkunst ernannt.<br>(Quelle: Haude- und Spenersche Zeitung, Nr. 115, Sonnabend, den 25. September 1813, Titelblatt)<br><br><b>1814<\/b><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u201ePlan von der Gegend um Danzig, entworfen von F. B. Engelhardt\u201c, \u201eEin Teil des Kaukasus\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1814:53.54).<br><br><b>1818<\/b><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u201ePlan von K\u00f6nigsberg in Preu\u00dfen, in vier Sekzionen, entworfen und herausgegeben von B. M\u00fcller\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:49).<br>Unter den nachgereichten Arbeiten:<br>\u201e<br><br><br><br>Ritter des rothen Adlerordens 3r Klasse; Inhaber mehrer goldener Ehrenmedaillen<br><br>21.12.1772 \u2013 15.08.1835<br><br>Calvinistische Familie aus Frankreich stammend. Vater Kaufmann. 1787 Eleve der Akademie der K\u00fcnste in Berlin. Er \u201ezeichnete sich bald durch Flei\u00df und Talent aus\u201c.<br>\u201eObgleich ihn seine Neigung zum geographischen Fache hinzog und das theoretische und dieses Faches seine Hauptbesch\u00e4ftigung ausmachte, so folgte er doch dem Rathe seines Vaters und bildete sich unter der Leitung des ber\u00fchmten Kupferstechers Berger zum historischen Kupferstecher aus. Aber seine Vorliebe f\u00fcr das geographische Fach war nicht begraben, wenn er sich jetzt auch nur mit seinem Studium besch\u00e4ftigt hatte, sie schlummerte nur und brach nach Vollendung desselben mit erneuter Heftigkeit hervor.\u201c<br>Einrichtung eines geographischen Instituts. (Wann?) \u201e[...] um durch die j\u00e4hrlich herausgegebene Karten seinem Vaterlande die gro\u00dfen Summen zu bewahren, die j\u00e4hrlich f\u00fcr Anschaffung von Pl\u00e4nen und Karten nach Weimar und N\u00fcrnberg gingen.\u201c<br>Als bestes Werk wird&nbsp; 1.) \u201esein kleines Deutschland\u201c genannt: \u201eEin wahrhaftes Kunstblatt. Der Deutlichkeit unbeschadet ist auf einem Raume von 42 rhein. Zoll eine Erdfl\u00e4che von 29.000 geographische Meilen speciell bearbeitet: F\u00fcr den K\u00fcnstler bemerken wir, da\u00df der \u00e4u\u00dferst geschmackvolle Rand der Karte mit dem Flachstichel bearbeitet ist, eine Verarbeitung, die bei so langen Linien die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten hat.\u201c Der K\u00f6nig bemerkte zu dieser Arbeit: \u201eich habe ihre sch\u00f6ne Arbeit darin wiedergefunden und ihr Streben bemerkt, diesen Theil der Kupferstechkunst nach M\u00f6glichkeit zu vervollkommnen.\u201c<br>2.) ein Plan von Konstantinopel, \u201eein reizendes und klares Bild, h\u00f6chst sauber und rein bearbeitet\u201c, 3.) \u201eder Plan von K\u00f6nigsberg in 4 Sect., 4.) die Schlacht bei Dresden \u201eein Meisterblatt der kalten Nadel, mit der die Berge geschnitten sind\u201c, 5.) Schlacht bei Dennewitz, 6.) Plan von Danzig, 6.) Plan von Wartenburg, 7.) \u201edie Bekr\u00f6nung der S\u00e4ule vom Eboragischen [?] Monumente des Lysikritas zu Athen, ein architektonisches Blatt, das durch den Glanz, die Reinheit und Zartheit seiner Behandlung blendet\u201c<br><br>1802<br>Ehe mit Nan. Bemb\u00e9. Das Paar hat insgesamt sieben Kinder. Alle S\u00f6hne werden sich der Kunst widmen.<br><br>Vor 1808<br>Mare sticht im Auftrag des Ministers Freiherr von Schr\u00f6ter mehrere \u201eSectionen der Karte von Ost- und Westpreu\u00dfen\u201c.<br>Die Platten bleiben bei der Flucht des preu\u00dfischen K\u00f6nigshauses in Berlin, Mare versteckt sie jedoch vor den Franzosen in einem Schrank in seinem Hause, das mehrmals durchsucht wird. Die Platten jedoch bleiben unentdeckt. \u201eM. [...] wu\u00dfte, wie viel Nutzen es dem Feinde bringen mu\u00dfte, Spezialkarten von dem Lande besitzen, in das [sic!] der Krieg gespielt werden sollte [...].\u201c<br><br>1812<br>Ernennung zum ordentlichen Mitglied der Akademie und \u201eLehrer der geographischen\u201c<br><br>1813<br>Ernennung zum ordentlichen Professor der Akademie. Mare beh\u00e4lt dieses Amt bis zu seinem Tode inne.<br><br>Plan von Riga, den Ertrag der Karte spendet er f\u00fcr die Verwundeten und Kranken des Yorkschen Corps.<br><br><br>\u201eAls der Krieg sich nach Deutschland zog, entwarf und bearbeitete er eine Karte des Kriegsschauplatzes, welche er theils selbst, theils durch die Vermittlung des Generals K\u00f6ckeritz an unbemittelte Milit\u00e4rs verteilte.\u201c (Geld?)<br><br>1818<br>Der K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg \u00fcberreicht Mare eine goldene Dose.<br><br>1820<br>Der K\u00f6nig von Bayern \u00fcberreicht Mare eine goldene Dose.<br><br>1824<br>Der preu\u00dfische K\u00f6nig verleiht Mare eine&nbsp; goldene Medaille.<br><br>1826<br>Der K\u00f6nig von Sachsen verleiht Mare eine Brillantring.<br><br>1828<br>Der preu\u00dfische K\u00f6nig verleiht Mare eine&nbsp; goldene Medaille.<br><br>1829 <br>Die russische Zarin verleiht Mare eine Brillantring.<br><br>1830<br>Der K\u00f6nig von Schweden verleiht Mare eine Brillantring. Der russische Zar \u00fcberreicht Mare eine goldene Dose.<br><br>1835<br>Am 4. August ger\u00e4t Mare \u201eunverschuldeter Weise\u201c in einen Volksauflauf, wird am Kopf verwundet und erliegt seinen Verletzungen.<br>Nutznie\u00dfer seines Erbes sind u.a. der Frauenverein, das Louisen- und Friedensstift, das franz\u00f6sische Waisenhaus und die Ecole de charit\u00e9.<br><br><br>20 Jahre lang Ordensbruder der St. Johannisloge.<br><br>\u201eAls geographischer Kupferstecher zeichnet er sich durch seinen sch\u00f6nen und reinen und dabei kr\u00e4ftigen Grabstichel aus, der in allen seinen Arbeiten aufs Herrlichste und anspricht. H\u00f6chst gewandt zeigte er sich im Arrangement, wie auch dadurch, da\u00df er jedem Werke ein freundliches klares Bild aufzudr\u00fccken verstand. Auch mit der kalten Nadel wu\u00dfte er meisterhaft sich zu bewegen. Seine Kartenschrift war nicht, wie der jetztige Geschmack es verlangt, breit und dadurch undeutlich, sondern schlank und gew\u00e4hrte so das Haupterfordernis einer sch\u00f6nen Kartenschrift: Deutlichkeit im engsten Raume. Ueberhaupt zeichnete sich alle seine Schrift durch Schlankheit aus. Auch als Kalligraph hat er sich ein bleibendes Denkmal durch sein selbst geschriebenes Glaubensbekenntni\u00df und die zehn Gebote gesetzt, welche durch das Einfach eund Gro\u00dfe der Composition und durch den Geschmack, Bau und brillanten Stich der Buchstaben sich h\u00f6chst vortheilhaft auszeichnen. So hat er auch in der Aquarellmalerei nicht Unbedeutendes geleistet, wof\u00fcr ihm auch die ehrenvolle Anerkennung einiger Monarchen zu Theil wurde. Vorz\u00fcglich verstand er es, das Brillante der Oelmalerei in ihrem Farbenspiele, was in Aquarell h\u00f6chst selten, fast unm\u00f6glich zu erreichen ist, auf das T\u00e4uschenste nachzubilden und f\u00fchrte dabei unglaubliche Kleinheiten aufs Deutlichste aus.\u201c<br><br>Quelle: Neuer Nekrolog der Deutschen. Jg. 13. 1835 (1837).<br><br><br><br><br><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}