
{"meta":{"meta-title":"Carl Johann Heinrich Kretschmar < Personen","meta-description":"Carl Johann Heinrich Kretschmar < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/816","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/816","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Carl Johann Heinrich Kretschmar"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/816","text":"Carl Johann Heinrich Kretschmar"}]},"data":{"id":816,"zusatz_id":816,"meta":{"meta-title":"Carl Johann Heinrich Kretschmar < Personen","meta-description":"Carl Johann Heinrich Kretschmar < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/816","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/816"},"title":"Carl Johann Heinrich Kretschmar","nachname":"Kretschmar","vorname":"Carl Johann Heinrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"17.10.1769","geburtsort":"Braunschweig","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"02.03.1847","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/723\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Heinrich Stobwasser (Lackwarenfabrikant, Erfinder)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1769<br><\/b>Carl Johann Heinrich Kretschmar wird am 17. Oktober in Braunschweig geboren (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:III). In den Akten der Berliner Akademie finden sich jedoch verschiedene Altersangabe, aus denen darauf zu schlie\u00dfen ist, da\u00df Kretschmar erst 1771 geboren wurde. (c.f. B\u00f6rsch-Supan: 97, Anmerk. 1)<br><br>Zun\u00e4chst Bestimmung zum Kaufmannsstand, \"wozu er indessen nicht die geringste Neigung empfand. F\u00fcnfzehn Jahre war er alt, als er in die Lehre kam, er konnte aber die Liebe zur Kunstaus\u00fcbung nicht unterdr\u00fccken, und daher ben\u00fctzte er jede Freistunde dazu. Schon in fr\u00fcher Jugend sprach sich bei ihm diese Neigung entschieden aus, und der erste Stoff zur Bewunderung gab ihm der Kistler im Hause seines Vaters, welcher in den Feierstunden mit nicht gew\u00f6hnlicher Kunstfertigkeit Stilleben malte. Nur einen Monat hielt es Kretschmar im Kaufladen aus, dann aber verlie\u00df er die aufgedrungene Besch\u00e4ftigung und begab sichg zu Pascha Johann Friedrich Weitsch im Unterricht. Unter der Leitung dieses Meister copirte er Gem\u00e4de von Rubens, van Dyck, Crayer und Mireveldt, und so hatte er sich schopn bei Weitsch nicht geringe Fertigkeiten erworben, als er 1789 das Ungl\u00fcck hatte, an Einem [sic!] Tage beide Eltern zu verlieren. Jetzt mu\u00dfte er in Berlin bei Verwandten Aufnahme suchen\". (Nagler, 1839: o. Seitenzahl; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 100f.)<br><br><b>1789<br><\/b>Unterricht bei Johann Christoph Frisch und Johann Wilhelm Meil. (B\u00f6rsch-Supan: 101)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Bemerkung des Kataloges: \"[...] aus Braunschweig, Eleven der Akademie\".<br>\"Ein Marienkopf. Ein Kopf eines Kindes. Zwei Zeichnungen nach einem Bilde von Parrmeggiano; La vierge \u00e0 la Rose\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1789:166.167).<br><br><b>1790<br><\/b>Im Mai Anfertigung von Kopien im Berliner Schlo\u00df. \"Carl Kretschmar 19 Jahr von Braunschweig hat den Faun aus dem Bilde des Poussin gezeichnet [...]. Dieses Jahr hat das Studium auf der Gallerie zum ersten Mahle wie vorgeschrieben mit dem Monath May seinen Anfang nehmen k\u00f6nnen.\" (Archiv der Preu\u00dfische Akademie der K\u00fcnste Reg. 1,187; B\u00f6rsch-Supan: 101)<br>\"Nach den Akten der Akademie kopierte Kretschmar au\u00dfer dem 'Faun' nach Poussin 'Jupiter als Kind von der Ziege Amalthea gen\u00e4hrt' (Gem\u00e4ldegalerie, Berlin-Dahlem) im Juni 1790 'die zweite Figur aus dem Bild von Poussin' und den 'Kopf der Artemisia' (nicht zu identifizieren), ein 'Brustbild nach Vandick', im Juli 1790 'ein recht sch\u00f6n Kopf nach Guido' (vermutlich die 1701 ausgestellte Kopie nach der 'Portia', GK I 6333). Im August hei\u00dft es, Kretschmar habe 'in der Potsdamer Bildergalerie die 'Gratien nach Doenichino' gezeichnet (GK I 7619, nach 1945 verschollen, galt zuletzt als 'R\u00f6misch um 1650'.\" (B\u00f6rsch-Supan: 101, Anmerk. 15.)<br><br><b>1791<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein Frauenportrait in Oehl, nach van Dyck\", \"Portia. Kopf. Eine Zeichnung mit schwarzer Kreide, nach Guido Rent\", \"Der Kopf der Maria Magdalena. dito. von demselben\", \"Ein Studium, nach dem Poussinschen Gem\u00e4hlde, die Erziehung des Jupiter\", \"Die drei Grazien. dito. nach Dominichino\" und \"Ein junger Christus, Kopf, nach einem Unbekannten\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1791:104).<br><br><b>1792<\/b><br>\"Fol. 87; Berlin, 24.01.1792; Kretschmar an Heinitz; Copie nach Lievens Opferung Abrahams und Isaak , f\u00fcr 60 th verkauft\" (GStAPK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 235)<br>\"Fol. 88; Berlin, 08.02.1793; Kurator an Louis; Zahlungsanweisung f\u00fcr voriges 60 Rthl. An Kretschmar\" (GStAPK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 235) (c.f. dazu auch GStAPK, I. HA Rep. 76 alt III Nr. 234)<br><br><b>1792\/1793<br><\/b>Aufenthalt in Braunschweig? C.f. die im Folgejahr ausgestellten Kopien. (B\u00f6rsch-Supan: 101)<br><br><b>1793<br><\/b>23. M\u00e4rz: Kretschmar wird zusammen mit Ludwig Wolf, Carl Friedrich Hampe, J. E. Laurenz, Philippe M\u00fcgge, Heinrich Christ. M\u00f6sch, und Albrecht Major f\u00fcr seine Arbeit durch den Senat gelobt und erh\u00e4lt als Auszeichnung eine silberne Medaille. (AdK Nachrichten, Nr. 37, Dienstag, 26. M\u00e4rz 1793, Titelseite)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Das Opfer Abrahams. Ein Oelgem\u00e4hlde nach J. Lievens\", \"Eine schlafende Bachantin, nach Backer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1793:191.192).<br><br><b>1794<br><\/b>13.12, Sitzung akademischer Senat: \"Zur Aufnahme dieser Classe wird der p. Kretschmar von der Diredtion vorgeschlagen, weil er sich dazu am vorz\u00fcglichsten qualificiret\" (I.HA Rep. 76 alt III Nr. 41)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Eine allegorische Vorstellung nach Van Dyck\", \"Ein Portrait nach der Natur\", \"Vier verschiedene Portraits nach der Natur, unter derselben Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1794:112-114).<br><br><b>1795<br><\/b>Im Somer Aufenthalt in Dresden. \"Die C\u00e4cilia nach van Balen hat [er] nur aufzeichnen k\u00f6nnen, weil ihm eine Reise nach Dresden vorgefallen.\" (Archiv der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste, Reg. 1, 187 Mai\/Juni; zit. nach B\u00f6rsch-Supan: 101, Anmerk. 21.)<br><br>Im September Aufnahme in die Klasse zum Studium nach dem lebenden Modell; Beurteilung seiner Arbeit \"sehr gut\". (I. HA Rep. 76 alt III Nr. 78, 1779-1804)<br><br>Brief von Chodowiecki an Graff, 09.11.1795: \"Bey der vorigen [Ausstellung] machte sich ein junger Kretschmar Breit, er w\u00fcrde zu Ihnen reysen und bey Ihnen Mahlen, er hatte einige K\u00f6pfe gemahlt, die viel versprechen[d] waren aber ein wenig Bunt und flattirt so da\u00df die \u00c4hnlichkeit darunter litt, dieses mahl er nur einen der nicht so gut ist wie die vorigen.\" (Steinbrucker, Charlotte [Hrsg.]: Briefe Daniel Chodowieckis an Anton Graff, Berlin u.a.: 1921: 158. Zit. nach B\u00f6rsch-Supan: 101)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Die heilige C\u00e4cilia\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1795:150).<br><br><b>1796<br><\/b>30. Dezember, Meil Jun. Untericht in Composition: \"Seine meiste Besch\u00e4ftigung ist Bildnisse malen. Da er erst seit kurzen Versuche historische Gegenst\u00e4nde zu componiren gemacht hat, so kann er noch nicht so rasch gehen, zudem da er sich mit Bildni\u00dfmalen ern\u00e4hren mu\u00df. Sein gro\u00dfes St\u00fcck welches er zu malen angefangen hat, liegt also bis jetzt wegen seiner Haupt Besch\u00e4ftigung.\" (<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 151) <br>Kretschmar ist von April bis September in dieser Klasse (?) (c.f. GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 75)<br><br><b>1797<br><\/b>27. M\u00e4rz 1797, Meil jun. Unterricht in der Composition 1. Jan. bis Ende M\u00e4rz: \"Da er seit kurzem erst angefangen hat zu componiren, so hat er hierinnen noch nicht viel Fortschritte gemacht, auch nicht machen k\u00f6nnen, denn das Bildni\u00df malen besch\u00e4ftigt ihn mehrentheils, weil es ihn ern\u00e4hren mu\u00df. So viel ihm die Zeit erlaubt versuche in Composition zu machen so unterl\u00e4\u00dft er es nicht, aber er will keine gezeichneten Entw\u00fcrfe der Akademie vorlegen, sondern diese in Gem\u00e4lden, wenn er damit einigerma\u00dfen zufrieden seyn wird, bey der \u00f6ffentlichen Ausstellung mit ausstellen und dann diese dem Urtheil der Akademie \u00fcberlassen.\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 151)<br><br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ihre K\u00f6nigl. Hoheit die Kronprinzessin von Preu\u00dfen. Zeichnung in schwarzer Kreide, nach der B\u00fcste des Herrn Rektor Schadow\", \"Sr. Excell. des Herrn Generalfeldmarschall von M\u00f6llendorf. Kniest\u00fcck\", \"Portrait eines Frauenzimmers in Lebensgr\u00f6\u00dfe\", \"Ein Portrait\", \"Ein moderner Kopf nach Guido Reni\", \"Diana und Endymion, eigene Composition\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1797:86-91).<br><br><b>1798<br><\/b>Special Rapport wegen Unterricht in der Composition vom 2 April bis zum Ende Sept. J.W. Meil jun.: \"Kretschmar, 23, Braunschweig 1796 Bildni\u00dfmlaer, ist flei\u00dfig so wie es seine Umst\u00e4nde zulassen. Er wird seiner Composition in einem Gem\u00e4lde, welches die Luna und den Endymion vorstellt, ebenfalls bey kommender Ausstellung dahier bringen.\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 151)<br><br>General Rapport \u00fcber das Studium der Composition: \"Kretschmar: ist im componieren noch schwach und es wird ihm sauer.\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 151)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Eine Fortuna, nach Guido Reni kopirt\", \"Ein Kniest\u00fcck, nach der Natur\", \"Eine Dame mit einem Kinde [Kniest\u00fcck]\", \"Ein Mannsportrait [Kniest\u00fcck]\", \"Herr Herdt. Kniest\u00fcck\", \"Drei Portraits. Brustst\u00fccke. Unter derselben Nummer\", \"Bildni\u00df Sr. Maj. des K\u00f6nigs. Nach Schadow in schwarzer Kreide gezeichnet\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1798:323-329).<br><br>\"Kretschmar, weil er schon 45 T f\u00fcr die Fortuna erh\u00e4lt noch 15 (rot gestrichen)\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 224)<br><br><b>1800<br><\/b>\"Kretschmar, der talentvolle und bescheidene, f\u00fchlt sich durch Aufmerksamkeit des K\u00f6nigs belohnt und w\u00fcnscht nach Italien u Frankreich geschickt zu werden. Da die Stipendien gerade f\u00fcr Tieck, 3 j\u00e4hr. Kunstreise bis 1801, k\u00f6nnte Kretschmar erst 1801-1803 reisen.\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 224)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst und der Prinz von Hessen-Homburg. Die Verw\u00fcstungen der Schweden in der Mark riefen den gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten vom Rheine, wo er gegen die Franzosen focht, schnell seinen Erbstaaten zu H\u00fclfe. Unerwartet pl\u00f6tzlich erschien er, eroberte Rathenau, und lieferte die entscheidende Schlacht bey Fehrbellin (1675 den 19. Jan.), in welcher sein ganzes Heer allein aus Reutern [sic!] bestand, deren Avantgarde der feurige unternehmende Prinz von Hessen-Homburg f\u00fchrte. Ohnerachtet des strengsten Befehls, sich in nichts entscheidendes einzulassen, hatte ihn sein Feuer hingerissen. Friedrich Wilhelms Geistesgegenwart rettete den Sieg und das Vaterland. Nach der Schlacht waren die Feldherren um den Kurf\u00fcrsten versammelt, sch\u00fcchtern stand der Prinz von ferne. Der Kurf\u00fcrst rief ihn zu sich und sagte: Wenn ich nach der Strenge der Kriegsgesetze mit Ihnen verfahren wollte, so h\u00e4tten Sie das Leben verwirkt; allein Gott beh\u00fcte mich, da\u00df ich einen so sch\u00f6nen Tag mit dem Blute eines Prinzen beflecken sollte, der eines der vornehmsten Werkzeuge meines Sieges gewesen ist. Unter den Generalen sieht man auch D\u00f6rflinger. Gemalt von Hrn. C. Kretschmann. H\u00f6he 8 F. Br. 9 F.\", \"Zwei Familienst\u00fccke; Kniest\u00fccke; Lebensgr\u00f6\u00dfe, unter derselben Nummer\", \"Zwei Portraits nach der Natur\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1800:19.85.86).<br><br>\"Herr Kretschmar; Der Landgraf von He\u00dfen Homburg nach der Schlacht bey Fehrbellin vor dem gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten<br>Der Landgraf von Hessen Homburg, der bey der Belagerung von Koppenhagen 1658 einen Fu\u00df verlohren, trat 1670 als General der Cavallerie in Brandenburgische Dienste und macht die Kriege gegen die Franzosen und Schweden mit. In der Schlacht bey Fehrbellin f\u00fchrte der die Avantgarde von 1600 Mann Reiterei, und hatte den strengsten Befehl, nur die Vorposten zur\u00fcck zu dr\u00e4ngen; den Feind zu beobachten, und sich in nicht ernsthaftes einzulassen. Von seiner Raschheit hingerissen wirft er den Feind in sein Lager zur\u00fcck, und verfolgt ihn bis dahin, wo die ganze ma\u00dfe derselben \u00fcber sein kleines Corps herf\u00e4llt. Der Kurf\u00fcrst von seiner Gefahr unterrichtet, k\u00f6mmt ihm zu H\u00fclfe, entdeckt einen Sandh\u00fcgel, l\u00e4\u00dft das Gesch\u00fctz auff\u00fchren, und entscheidet die Schlacht, die durch des Landgrafen Hitze einen ungl\u00fccklichen Ausgang h\u00e4tte nehmen k\u00f6nnen.- Nach der Schlacht erschien auch der Landgraf von Hessen-Homburg vor dem Kurf\u00fcrsten, seinem Schicksale besorgt entgegen sehend, aber der Kurf\u00fcrst verzieh ihm, indem er sagte: Sollt ich auch nach der Strenge der Gesetze richten, so h\u00e4ttet ihr das Leben verwirkt; doch bewahre mich Gott, den Glanz eines so gl\u00fccklichen Tages durch das Blut eines Prinzen zu verdunkeln, der eines der Hauptwerkzeuge eines Sieges gewesen ist. 6 x 5, 100 Taler\" (GStA PK Rep 96 A Nr. 12 N) &lt;Dieses Bild befand sich im Besitz des K\u00f6nigs, c.f. Raczynski: 64&gt;<br><br>\"Kretschmar, Prinz v. Hessen-Homburg, kein Gehalt, Reisestipendium\" (GStA PK Rep 96 A Nr. 12 N)<br><br>\"Kretschmar: 1000 weil er noch kein Geld zum Pendant erhalten. Die versprochene Reiseunterst\u00fctzung hat er ausgeschlagen, als er erfuhr, dass nur 200 j\u00e4hrlich erhalten soll\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 225)<br><br>Rezension:<br>\"Herr Kretschmar, ein junger K\u00fcnstler von dem gl\u00fccklichsten Talent, und von der sch\u00f6nen Richtung des Blicks nach erhabenen Mustern, die noch zu erreichen sind, w\u00e4hrend das Auge anderer die Ver\u00e4chtlichkeit des St\u00fcmpers f\u00fcr eine Besch\u00f6nigung eigner Mittelm\u00e4\u00dfigkeit h\u00e4lt, - ein Mann der seinem zweiten Vaterlande eine gro\u00dfe Vollendung verspricht, hat die interessante Szene zwischen dem gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten und dem Prinzen von Hessen nach der Fehrbelliner Schlacht , in einem Tableau vortrefflich dargestellt. [...] Diese Darstellung ist ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr die Kunst, und l\u00e4sst noch weit mehr von dem Verfertiger erwarten, zumal da die Gnade des K\u00f6nigs ihm einen dreij\u00e4hrigen Aufenthalt in der Heimath der Kunst zugesichert hat.\" (Jahrbuch Preu\u00dfische Monarchie, 1800, S. 356-361, Dritter Brief. Ausstellung der k\u00f6niglichen Kunstakademie)<br><br>Gewinnt mit dem Gem\u00e4lde \"Der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst ...\" den Akademiepreis. Auch dieses Bild durch Freidhoff nachgestochen. (TB)<br><br><b>1800\/Auktion???<\/b><br>\"Der Gro\u00dfmuth des Scipio Africanus, mit Oel auf Leinwand in schwarzem Rahm mit vergoldetem Leistchen\", 31 x 45, Von C. Kretschmar nach v.d. Baalen, K\u00e4ufer: Lesser [= Lesser, Johann Karl (geb. 1755) G. Kr. U. O. Rechn.Rath ( Ober-Krieges und Domainen Rechnungs-Kammer) oder Lesser, J.C.R. (Justizcommisar in Perleberg)], 20 Th.<br>\"Ein Madonnen Kopf, in oel auf Leinwand in Holzrahm\", 25 x 19, Von Kretschmar nach Champagne, K\u00e4ufer: Lieut. v. Werder, 5 Th.<br>\"Eine Fortuna, in Oel auf Leinwand. Mit einer Holzleiste\", 41 \u00bd x 32, Von Kretschmar nach Guido Reni, K\u00e4ufer: Herr Schultze, 10 Th. (GStA PK I. HA Rep. 7 alt Abt. III Nr. 249)<br><br><b>Um 1800<\/b><br>Portrait der Amalie Beer, Berlin, Staal. Institut f\u00fcr Musikforschung, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Musikinstrumentemuseum. (B\u00f6rsch-Supan: 110) In den Umkreis stellt B\u00f6rsch-Supan noch zwei weitere Bilder: Damenbildnis, \u00d6l auf Leinwand, 113 x 77 cm, Berlin, Privatbesitz Dr. Friebel und Damenbildnis, \u00d6l auf Leinwand, 78,5 x 61,5 cm, Berlin Jagdschlo\u00df Grunewald, Staatliche Schl\u00f6sser und G\u00e4rten.<br>Diese Bilder stellen den Auftakt einer ganzen Reihe von Portraits dar. (c.f. dazu B\u00f6rsch-Supan).<br><br><b>1800\/1801<br><\/b>I. HA Rep. 76 alt III Nr. 252. Acta betr. die Verhandlungen mit dem Historienmaler Kretschmar \u00fcber sein Gem\u00e4lde: den gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten und den Prinzen von Hessen-Homburg von 1800-1801.<br><br><b>1800\/1802<br><\/b>Reise nach Frankreich und Italien? <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">NEIN, erst sp\u00e4ter CS (<\/span>B\u00f6rsch-Supan: 110)<br><br><b>1802<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Friedrich Wilhelm (der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst) \u00fcberrascht seine Eltern durch seine pl\u00f6tzlich R\u00fcckkehr aus den Niederlanden nach Spandau. Der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst wurde in seiner Jugend nach den Niederlanden, Leyden und Haag gesandt, theils um gelehrte Kenntnisse, theils kriegerische Erfahrungen zu sammeln. Sein treuer Erzieher von Kalkhuhn war sein Begleiter. Er entri\u00df sich voll Selbstbeherrschung dem l\u00e4rmenden und \u00fcppigen Get\u00fcmmel in Haag, wo nach des boshaften Schwarzenberg Absichten die Kraft, Gesundheit und Leben des vielversprechenden J\u00fcnglings untergraben werden sollten. Als dieser Plan mislungen war, verl\u00e4umdete Schwarzenberg den Churprinzen, als wolle er sich mit einer Clevischen Prinzessin verm\u00e4hlen, und jene L\u00e4nder von denen des Churhauses trennen. Um diese Verleumdung zu vernichten, kehrt der Prinz unerwartet in die Arme seiner z\u00e4rtlichen Mutter und des verwunderten Vaters zur\u00fcck. Im Gefolge des Prinzen sieht man seinen Mentor von Kalkhuhn. Dieses Gem\u00e4lde ist ein Pendant zu dem 1800 ausgestellten Tableau, der Gro\u00dfe Kurf\u00fcrst und der Prinz von Hessen-Homburg, welches sich in den Zimmern Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs befindet.\" &lt;Dieses Bild durch den Kupferstecher Johann Joseph Freidhoff nachgestochen (c.f. Nagler: 4,478), eine Aktennotiz dazu vom 30.04.1804, die darauf hinweist, da\u00df Freidhoff der Raum zur Verf\u00fcgung gestellt wird (c.f. SenProt_Regesten); das Bild wurde von K\u00f6nig aufgekauft und befand sich in Schlo\u00df K\u00f6nigsberg, im Krieg zerst\u00f6rt (B\u00f6rsch-Supan: 104, Anmerk. 36)&gt;, \"Ein Damens-Portrait mit einer Hand\",&nbsp; \"2 Kniest\u00fcck-Portraits in Lebensgr\u00f6\u00dfe\", \"Ein alter Mann, der sitzt und liest\", \"Ein alter Mann mit einer Hand\", \"Ein Damens-Portrait, Kniest\u00fcck\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1802:8.99-104).<br>Das Bild befand sich sp\u00e4ter im Besitz der K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Familie, bis 1856 im Speisesaale des Kronprinzenpalais, sp\u00e4ter im Treppenhaus desselben. (Waetzoldt, Wilhelm: Ein kunstgeschichtlicher Fund zur Vorgeschichte von Kleists \"Prinz Friedrich von Homburg\"; in: Monatshefte f\u00fcr Kunstwissenschaft, I, 1908: 307; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 99.)<br><br>Verzeichnis der merkw\u00fcrdigsten Kunst-Gegenst\u00e4nde der diesj\u00e4hrigen Ausstellung: \"Kretschmar Friedrich Wilhelm. Der Gro\u00dfe Kurf\u00fcrst \u00fcberrascht seine Eltern durch seine pl\u00f6tzliche R\u00fcckkehr aus den Niederlanden nach Spandau. Als Pendant zu dem, von des K\u00f6nigs-Majest\u00e4t im Jahre 1800 angekauften Gem\u00e4hlde, der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst und der Prinz von Hessen-Homburg. Fordert 1000\" (GStA PK Rep 96 A Nr. 12 N)<br><br>Brief von Weitsch an Gleim, 01.1803: \"Sie schreiben mir vor einiger Zeit, da\u00df sie vernommen h\u00e4tten, da\u00df mein Sohn der 1. Maler in Berlin w\u00e4re, dies ist er gewi\u00df. Dennoch hat einer, Kretschmar genannt, so ein Sch\u00fcler in meiner Akademie war 1000 f\u00fcr sein Bild in der Ausstellung erhalten, wogegen mein Sohn 800 erhalten. Wundern Sie sich nicht dar\u00fcber, jener dreiste genug dieses zu fordern und Cabale zu haben, die unterst\u00fctzen, und mein Sohn hat nicht mehr gefordert, und h\u00e4tte der K\u00f6nig es nicht behalten, so bekam er 600 von der Akademie und das Bild blieb seines. Der K\u00f6nig und die K\u00f6nigin haben zu meinem Sohn gesagt, Herr Weitsch, sie sind Nr. 1 und Matt'dor auf der Ausstellung. Sie wissen, wie es oft ausgeteilt wird.\" (M\u00fcller Hofstede, Annedore: Der Landschaftsmaler Pascha Johann Friedrich Weitsch 1723-1803, Braunschweig: 1973: 60; zit. nach B\u00f6rsch-Supan: 103f.)<br><br>Reise nach Frankreich. (B\u00f6rsch-Supan: 110)<br><br>\"Auszahlung an: Kretschmar 1000.- f\u00fcr das Bild 1800 (Hessen-Homburg), und 1000.- f\u00fcr Fr. W. gr. Kurf\u00fcrst \u00fcberrascht seine Eltern durch pl\u00f6tzl. R\u00fcckkehr aus Niederlande\" (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 225)<br><br>Rezension:<br>\"Beim Eintritt in den erstern gro\u00dfen Gem\u00e4lde-Saal leuchtet sogleich Kretschmars gro\u00dfes historisches Bild entgegen. Friedrich (der gro\u00dfe Kurf\u00fcrst), \u00fcberrascht seine Eltern durch seine pl\u00f6tzliche R\u00fcck-kehr aus den Niederlanden nach Spandau. Je mehr ein Gegenstand die Aufmerksamkeit reizt und verdient, je mehr er vor an-dern hervorleuchtet, um so mehr wird er der Kritik unterworfen seyn, und die Kritik selbst gegen ihn aufgeboten werden. Dieses Gem\u00e4lde, um welches sich fast immer die gr\u00f6\u00dfte Zahl von Beschauern sammelt, ist daher mehr als ein anderes beurtheilt und bekritikastert worden. Der Eine meint: seltsam, da\u00df der Vater sitzen bleibt, und dem Sohn nicht entgegengeht; der andere: der Sohn ist doch zu ele\/S. 503\/gant geputzt daf\u00fcr, da\u00df er eben jezt von einer Reise kommt; ein Dritter: die Thr\u00e4ne sieht wie ein mit Puder gemischter Schwei\u00dftropfen aus; ein Vierter: das Entgegengehn der Mutter und das Umarmen des Sohnes sey gegen alle Etikette, \u2013 als ob jemals in den brandenburgischen F\u00fcrsten-Familien spanische Sitte zu Hause gewesen w\u00e4re; ein F\u00fcnfter spricht von der Wahrheit des Atlasses des Sammt\u2019s u. s. w. \u2013 So giebt Jeder sein Gewerbe und seinen Geist kund, indem er da steht und den Weg in Geist und die Wahrheit des Gem\u00e4ldes nicht zu finden mag.<br>Wenn schon in der vorigen Ausstellung Kretschmars gro\u00dfes historisches Gem\u00e4lde: Friedrich Wilhelm der Gro\u00dfe und der Prinz von Hessen-Homburg die allgemeinste Aufmersamkeit erregte, so verdient das diesj\u00e4hrige sie um so mehr, wenn man dasselbe mit jenem zusammen denkt. Beide schlie\u00dfen eine weite und heitere Aussicht in das Genie des K\u00fcnstlers auf, der mit einem solchen Reichthum an Formen so viel Wahrheit, Kraft, Eleganz und Kunstfertigkeit in der Ausf\u00fchrung vereinigt. Wer kann ohne Bewunderung \/S. 504\/ die K\u00f6pfe auf diesem Tableau ansehn, sowohl die m\u00e4nnlichen, als die weiblichen, auf denen eine ungemeine Weichheit und Zartheit herrscht, die auf das Gl\u00fccklichste mit dem Chrakteristischen vereinigt ist. \u2013 In einer andern Hinsicht ist die Komposition nicht minder zu bewundern. Die Hauptfiguren sind sehr sch\u00f6n zusammengestellt, und die \u00fcbrigen gruppiren sich unter einander auf das passendste. Eben so stehen die Farben in einer sehr effektuellen Abstufung von dem Hellen zu dem Dunklen aus dem Mittelpunkte heraus und lassen so die Hauptgruppe in einem mildern Lichte hervorgl\u00e4nzen. \u2013 Das ganze Gem\u00e4lde ist so geistreich und so rein und vollendet behandelt, da\u00df es durchaus zu den ersten Werken der diesj\u00e4hrigen Ausstellung gerechnet werden mu\u00df. [...] Ein paar Bildnisse von Kretschmar, welche dieselbe Wand zieren, verk\u00fcndigen die meisterhafte Kraft seines Pinsels, der eben so leicht die weibliche Zartheit als den Charakter des Mannes auffa\u00dft und wiedergiebt. Vorz\u00fcglich hat die Blondine eine unendliche Lieblichkeit, und die Farben der Gew\u00e4nder sind \u00e4u\u00dferst harmonisch zu dem Charakter der Bildnisse gew\u00e4hlt. Sprechend ist die Aehnlichkeit in zwei m\u00e4nnlichen Bildnissen desselben K\u00fcnstlers, und sehr geistreich gefa\u00dft.\" (Brennus 1802, November, Dezember; VII. Kunst. Ueber die Ausstellung der k\u00f6nigl. Akademie der bildenden K\u00fcnste und mechanischen Wissenschaften in Berlin, S. 493-507, 612-638.)<br><br><b>1803<br><\/b>Senatssitzung, 03.05.1803: \"der Senat ist einstimmig dem H. Freidhoff den einen der Ausstellung Sa\u00e4le ehemals LebensSaal, einen grossen Saal einzur\u00e4umen, um daselbst das Gem\u00e4lde von Kreschmar zu stechen\" (I. HA Rep 76alt III, Nr. 9)<br><br><b>1803\/1805<br><\/b>Reise nach Frankreich und Italien. (B\u00f6rsch-Supan: 111)<br>Romaufenthalt (vgl. Katalogeintrag von 1830). Hier enstehen vermutlich Kopien nach Raffael in den Vatikanischen Museen, die am 18. Mai 1843 f\u00fcr 300 Taler von der Akademie aufgekauft werden. (Archiv der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste, \"Acta betreffend die Kunstsammlungen der K\u00f6nigl. Academie Vol I 1825-1854\" Reg. 1,175; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 111)<br><br><b>1805<br><\/b>Kretschmar wird zum ordentlichen Mitglied der Berliner Akademie der K\u00fcnste ernannt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:VII).<br><br>Paris-Aufenthalt. (Becker, S. 354)<br><br><b>1806<br><\/b>Am 15. Novemer zur Aufnahme vorgeschlagen. (c.f. SenProt_Regesten)<br>Im Dezember Mitglied der Akademie der K\u00fcnste. (c.f. AdK, Nachrichten, Nr. 147, Dienstag, den 9. De-zember 1806)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u00d6lgem\u00e4lde:<br>\"Ein Portrait, ganze Figur, Lebensgr\u00f6\u00dfe; 5 Fu\u00df 5 Zoll hoch, 3 Fu\u00df 6 Zoll breit\", \"Ein Portrait, Kniest\u00fcck, Lebensgr\u00f6\u00dfe; 3 Fu\u00df 6 Zoll hoch, 2 Fu\u00df 8 Zoll breit\", \"Eine Gruppe von zwei Kindern; 3 Fu\u00df 4 Zoll hoch, 2 Fu\u00df 6 Zoll breit\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1806:105-107).<br>\"Kretschmar\u2019s drei historische Portraite sind in verschiede-nen R\u00fccksichten interessant. Das Portr\u00e4t (No. 106) in hal-ber Figur, hat in Stellung und Zeichnung vielen Werth, mehr Annehmlichkeit m\u00f6chte man indessen in der Behand-lung w\u00fcnschen. Bestimmtheit ist immer ein Vorzug eines Kunstwerks, doch nur allzuleicht artet sie in H\u00e4rte aus. In die ganze Figur No. 105 hat der K\u00fcnstler mehr Anmuth gebracht, sowohl in der Behandlung im Allgemeinen, als auch im Kolorit. Besonders gilt dies von dem Obertheil der Figur. Schade, da\u00df der \u00fcbrige Theil den angenehmen Ein-druck mindert. Die Gruppe der zwei kleinen M\u00e4dchen ist ungemein gl\u00fccklich und wirklich in dem Geiste gedacht, der dieser Gattung eigentlich zukommt. Jedoch w\u00e4re mehr Rundung, mehr Kindliches in den Umrissen, und beson-ders hier mehr Weichheit zu w\u00fcnschen. Vergleicht man des K\u00fcnstlers ehemals zur Ausstellung gelieferte Arbeiten, mit den gegenw\u00e4rtigen, so wird man die Spuren nicht ver-kennen, da\u00df er seit der Entstehung jener aus den Urquellen Italiens gesch\u00f6pft hat. Das bunte Gewimmel einer Schlacht zieht jetzt rascher die Augen auf sich. Nachdem man die sehr wohlgerathene Kopie einer Bataille nach Wouver-mann, (No. 303) gesehen hat, glaubt man ohnfern davon einen Pendant nach demselben Muster zu erblicken, man findet indessen ein Original des K\u00fcnstlers, der bei jenem Gem\u00e4lde als ge\u00fcbter Kopist erschien \u2013 und zwar ein Origi-nal das Wolters Talent ungemeine Ehre bringt. Das n\u00e4here Betrachten zeigt zwar die vorhandenen Unterschiede zwi-schen beiden, es zeigt aber auch mit welchem Eifer und mit welcher gl\u00fccklichen Disposition der K\u00fcnstler die Wer-ke des un\u00fcbertroffenen Wouvermann studiert hat, und l\u00e4\u00dft f\u00fcr die Zukunft noch viel hoffen.\" (AdK Nachrichten, Nr. 121, Donnerstag, 09. Oktober 1806) (gleicher Texte in \"Ueber die Kunstausstellung; in: Haude und Spenersche, Nr. 120, Dienstag, den 7. Oktober 1806)<br><br><b>1808<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\u00d6lgem\u00e4lde: \"Ein Bildni\u00df, Lebensgr\u00f6\u00dfe, ganze Figur\", \"Ein Kniest\u00fcck, Lebensgr\u00f6\u00dfe\", \"Brustbilder, unter derselben Nummer\", \"Brustbild, halbe Lebensgr\u00f6\u00dfe\".<br>Unter den nachgereichten Kunstwerken:<br>\"Ein Familiengem\u00e4lde, Kniest\u00fcck; Naturgr\u00f6\u00dfe\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1808:71-74.349).<br><br>\"Mehrere Portraits haben nicht allein das Verdienst der \u00c4hnlichkeit, sondern auch das einer k\u00fcnstlerischen Behandlung; eines der trefflichsten ist das Bildni\u00df des verstorbenen Prinzen Ludwig Ferdinand von Herrn Grassi; in ihm spricht sich ganz der Geist der Verewigten aus, Was Herr&nbsp; Kretschmar in dieser Art geliefert hat, geh\u00f6rt zu den gelungensten Arbeiten.\" &lt;vielleicht aber auch zum Vorjahr geh\u00f6rig?&gt; (Zeitung f\u00fcr die elegante Welt, Nr. 114, Freitag, den 15. July 1808, [Sp. 905]-908, Noch etwas \u00fcber die Kunstaustellung in Berlin, Berlin, den 9ten Juli 1808)<br><br><b><br>1809<br><\/b>Anl\u00e4\u00dflich der R\u00fcckkehr des K\u00f6nigspaares werden in die Fenster der Akademie Transparente eingesetzt, doe nach Zeichnungen verschiedener K\u00fcnstler entstanden und \"Figuren ber\u00fchmter M\u00e4nner unseres deutschen Vaterlandes\" zeigten und von Kretschmar \"sehr gut in Farbe\" gesetzt wurden. (Schadow, 1849: 103 u. 123; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 108f. (c.f. GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 196)<br><br><b>1810<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Einige Bildnisse, Kniest\u00fccke, unter Einer [sic!] Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1810:33).<br>\"Kretschmars Bild eines sehr sch\u00f6nen M\u00e4dchens erregte allgemeine Nachfrage nach dem Originale, das wir aber nicht so gl\u00fccklich waren zu sehen, um zu beurtheilen, ob ihm ein Theil dieser Auszeichnung zukommt.\" (\u00dcbersicht der Kunstausstellung; in: Berliner Abendbl\u00e4tter, 1810: 144; zit. nach B\u00f6rsch-Supan: 112).<br><br><b>1812<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Hebe\", \"Verschiedene Bildnisse, nach der Natur, unter Einer [sic!] Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1812:38.39).<br><br><b>1814<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein Portr\u00e4t\", \"Ein Portr\u00e4t in altdeutscher Tracht\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1814:43.44).<br><br><b>1815<br><\/b>Kretschmar bewirbt sich im Januar um die Nachfolge von Friedrich August Darbes als Professor f\u00fcr Portraitmalerei, ihm wird jedoch erwidert, da\u00df die Stelle nicht wieder besetzt wird. (Archiv der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste, \"Verschiedenes die Mitglieder der Akademie betreffend 1803-1856\", Reg. 1,7; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 107)<br>\"Beyde K\u00fcnstler sind anerkandt geschickte M\u00e4nner und haben das Zeugni\u00df dar\u00fcber durch ihre Aufnahme als Mitglieder erhalten. Bey den Academien der K\u00fcnste ist es inde\u00dfen bi\u00df jetzt, nicht in Gebrauch gewesen aus der Portrait und Blumen Mahlerey eigentliche Lehrf\u00e4cher zu machen indem zu beyden Genres die n\u00f6thigen Hilfswissenschaften nur in geringem Grade erforderlich sind\" (c.f. SenProt_Regesten)<br><br><b>1816<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Bildni\u00df Sr. Maj. des K\u00f6nigs, ganze Figur in Lebensgr\u00f6\u00dfe, nach Gerard\", \"Zwei Bildnisse\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1816:67).<br><br><b>1817<br><\/b>Am 22. Dezember Ernennung zum ordentlichen Professor f\u00fcr Geschichtsmalerei. (<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III Nr. 46)<br><br><b>1818<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Verschiedene Bildnisse, unter Einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:44).<br><br><b>1820<br><\/b>Kretschmars Wohnsitz ist in der Behrenstra\u00dfe Hausnummer 8 nachweisbar. (Boicke, J. W. (Hrsg.): Allgemeines Adre\u00dfbuch f\u00fcr Berlin, Berlin: Boicke, 1820: 229.)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Verschiedene Bildnisse; unter Einer [sic!] Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1820:43).<br><br><b>1822<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Verschiedene Bildnisse, unter Einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1822:64).<br><br><b>1824<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Portr\u00e4t Sr. Excellenz des wirklichen geheimen Raths und Kammergerichts-Pr\u00e4sidenten Herrn Woldermann\", \"Eine Madonna; eigne Erfindung\", \"Mehrere Bildnisse, unter Einer [sic!] Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1824:56-58).<br><br><b>1826<br><\/b>Portrait von Rauch. (B\u00f6rsch-Supan: 117)<br><br>10. Juni, Senatssitzung: \"Kretschmar als Nachfolger des verstorbenen Galerieinspektors Puhlmann; Anforderungen an die Stelle des Galerieinspektors\". (Senat 1823-1831)<br><br>\"10. Juni: Nachfolge der Stelle des Galerieinspektors Puhlmann: Kretschmar; Auswirkung auf den Lehrbetrieb der Akademie (Bl. 30)\". (Senat 1823-1831)<br><br>\"30. Aug.: Besetzung der Stelle des Galerieinspektors mit Kretschmar; Anmerkung von Schadow: seine Wohnungssituation m\u00fcsse ber\u00fccksichtigt werden, evt. Umzug sei nicht zumutbar\". (Senat 1823-1831)<br><br>\"21.11.1826: Friedrich Wilhelm III. erkl\u00e4rt sich einverstanden\nKretschmar eine Zulage von 400 rt aus der erledigten Pension von\nPuhlmann zu geben, Anstellung als Klassenlehrer bei der Akademie der\nK\u00fcnste. \" (GStAPK, I. HA Rep. 76 alt III Nr. 96)<br><br>23. Dezember,\nSenatssitzung: \"Gehalt f\u00fcr Galerieinspektor Ternite, Teilgehalt an Prof.\n Kretschmar f\u00fcr Lehrstelle des verstorbenen Puhlmann\". (Senat 1823-1831)<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Mehrere Bildnisse; unter Einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1826:56).<br><br>\"Kretschmar geh\u00f6rt [...], wenn auch noch r\u00fcstig und frisch, mehr der fr\u00fcheren Periode an, mu\u00df aber in dieser den genialsten K\u00fcnstlern beigez\u00e4hlt werden, die Churf\u00fcrsten von seiner Hand sind z.B. vortreffliche Kunstwerke. Seine Zeichnung ist stets kr\u00e4ftig und bestimmt; er kennt den Effekt der Farbe; was ihm jedoch stets charakteristisch vor allen Anderen ausgezeichnet hat im Portait, das ist ein merkliches Streben nach einer nicht sowohl rein idealistischen als eigentlich poetischen Auffassung der Pers\u00f6nlichkeit. Das Bild eines verehrten lebenden K\u00fcnstlers zum Beispiel zeigt uns ein Auge, einen feurigen begeisterten Flammenblick, der dessen eigentlicher Pers\u00f6nlichkeit vollkommen fremd ist, und der ihm hier, blo\u00df zur Bezeichnung des genealischen Meisters, auf Kosten der Wahrheit angedichtet scheint. Zu solchem Ausdruck f\u00fcgt der Meister denn auch gerne noch eine correspondierende Aeu\u00dferlichkeit; z.B. ein wehendes Gewand, mit k\u00fchnem, ja wie es fr\u00fchere Bildungen bekunden bisweilen beinahe wildem Faltenwurf, und eine \u00f6fter zu bunte und grelle Farbenwahl; und damit verfehlt er denn die berechtigte Wirkung meistens nicht\". (Seidel, Carl: Critische Andeutungen \u00fcber die diesj\u00e4hrige Kunstausstellung. Die Sch\u00f6nen K\u00fcnste zu Berlin im Jahre 1826: 67; zit. nach B\u00f6rsch-Supan: 117)<br><br><b>1827<br><\/b>Kretschmar wird die Aufsicht \u00fcber das akademische Kopierwesen in der Galerie des K\u00f6niglichen Schlosses aufgetragen, er \u00fcbernimmt damit die Stelle des verstorbenen Malers Karl Franz Jakob Heinrich Schumann. Sp\u00e4ter \u00fcbernahm er unter der Assistenz von Heinrich Lengerich diese T\u00e4tigkeit ebenfalls f\u00fcr das K\u00f6nigliche Museum. (B\u00f6rsch-Supan: 120)<br><br><b>1828<br><\/b>Am 22. Juni wird Kretschmar zum Mitglied des Senats der Berliner Akademie der K\u00fcnste ernannt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1828:VI).<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Die gottesdienstliche Feier, welche der Kurf\u00fcrst Friedrich Wilhelm von Brandenburg vor der ewig denkw\u00fcrdigen Schlacht bei Fehrbellin am 18. Juni 1675 angeordnet hatte. Zum Texte hatte er selbst die Worte Davids (Psalm 28. V. 8.) 'Der Herr ist ihre St\u00e4rke, er ist die St\u00e4rke die seinem Gesalbten hilft', vorgeschrieben. Nach Beendigung dieser religi\u00f6sen Handlung, feuerte der Kurf\u00fcrst die edlen Streiter mit folgenden Worten zur Tapferkeit an: 'Kameraden! von eurem jetzigen Betragen h\u00e4ngt die Wohlfahrt und die Sicherheit unseres Vaterlandes ab. Fechtet daher als rechtschaffende Soldaten, und als brave Brandenburger! Wir m\u00fcssen siegen oder sterben! Folget mir getrosten Muthes! Freudig will ich euch mit Gott - dies war das Feldgeschrei - anf\u00fchren.' Die auf dem Bild dargestellte n\u00e4chste Umgebung des Kurf\u00fcrsten besteht aus folgenden Personen: dem Landgrafen von Hessen-Homburg, dem General-Feldmarschall Derfflinger, Stallmeister Froben und mehreren anderen Officieren von Range. Im Hintergrund befindet sich die Stadt Fehrbellin mit dem zun\u00e4chst belegenen [sic!] D\u00f6rfern Tarnow, Wustrau und Hackenberg. Eigene Composition\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1828:7).<br><br>Rezension: \"Kretschmar, der Lehrer Wach's und in den fr\u00fcheren Ausstellungen bewundert als einer der geistreichsten Portr\u00e4tmaler, ist diesmal durch eine Composition aus der vaterl\u00e4ndischen Geschichte den j\u00fcngeren K\u00fcnstlern mit einem gl\u00e4nzenden Beispiel vorgegangen, indem der historischen Gem\u00e4lde leider sehr wenige sind. [...] Man sieht, nichts Wesentliches ist \u00fcbergangen, um die Composition zugleich malerisch und verst\u00e4ndlich zu machen. Der Kurf\u00fcrst nimmt durch Standpunkt und Stellung, Ausdruck und Beleuchtung zuerst die Aufmerksamkeit in Anspruch. Seine Tracht istr f\u00fcrstlich und, wie bei allen Uebrigen, treu im Costum des Zeitalters, das Gesicht-Portr\u00e4t, in bekannter Aehnlichkeit. [...] Mit Recht ist bemerkt worden, dass die Kleidung f\u00fcr Uniformen zu abwechselnd in den Farben, die Gesichter dagegen zu sehr von Einer [sic!] Carnation seien; dass ein vorherrschender violetter Ton dem Ganzen schade (sowohl der Sammtrock des Churf\u00fcrsten, als die Decke des Altars sind violett, und unmerklich theilt diese Farbe sich den \u00fcbrigen mit). Die Feierlichkeit des Eindrucks h\u00e4tte unstreitig gewonnen, w\u00e4ren alle Anwesenden, mit Ausnahme des Churf\u00fcrsten, unbedeckt, und richtete der vorn Knieende, statt aus dem Bilde heraus zu sehen, sein Gesicht mit \u00fcber dem Degen gefalteten H\u00e4nden auf ihn. Wir nehmen keinen Anstand, diese Ausstellung zu wiederholen; welcher K\u00fcnstler w\u00fcrde nicht bei einem zweiten Versuch sein eigenes Werk verbessern! Kretschmar's historischers Bild ist so sinnig erfunden, so geistreich und sorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt, dass wir dem wackeren Meister nur Gl\u00fcck w\u00fcnschen k\u00f6nnen und sein Beispiel j\u00fcngeren K\u00fcnstlern f\u00fcr eine Aufforderung gelten muss, sich auf demselben schwierigen Gebiet zu versuchen.\" (Toelken, E. H.: Ueber die diesj\u00e4hrige Kunstausstellung; in: Berliner Kunst-Blatt, 9. Heft, 1828: 262f. [247-263])<br><br>Das Bild wurde durch den K\u00f6nig f\u00fcr 300 Friedrichsdor erworben, heute im Depot des Neuen Palais. (B\u00f6rsch-Supan: 107)<br><br><b>1830<br><\/b>\"Der Unterricht im Malen nach Bildern der K\u00f6nigl. Gallerie, welcher fr\u00fcher im hiesigen Schlosse und einstweilen im Akademie-Geb\u00e4ude statt fand, wird von jetzt an, unter Leitung des Prof. Kretschmar und Assistenz des Malers Lengerich, im K\u00f6nigl. Museum ertheilt werden.\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1830:VII).<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Bildni\u00df des General-Feldmarschalls Derfflinger; Kniest\u00fcck\", \"Ein m\u00e4nnliches Portrait\", \"Zwei Kreidezeichnungen n. d. Natur\". <br>Unter den nachgereichten Kunstwerken:<br>\"Zehn Bl\u00e4tter Studien nach K\u00f6pfen in der Schule von Athen und der Disputa von Rafael, Kreide-Zeichnungen, in Rom in dem Jahr 1803 gearbeitet\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1830:352-354.1172-1181).<br><br><b>1832<br><\/b>Atelier in der Krausenstra\u00dfe 31.<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Einige Portraits unter einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1832:383).<br><br><b>1834<br><\/b>Atelier in der Krausenstra\u00dfe 31.<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Mehrere Bildnisse, nach der Natur gemalt, unter einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1834:431).<br><br><b>1836<br><\/b>Atelier in der Krausenstra\u00dfe 31.<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"B\u00fc\u00dfende Magdalena\", \"Ein m\u00e4nnliches Portrait\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1836:510.511).<br><br><b>1838<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Der Apostel Paulus\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1838:454).<br><br><b>1839<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Unter den nachgereichten Kunstwerken:<br>\"Ein m\u00e4nnliches Portrait\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1839:1281).<br>Im gleichen Jahr hei\u00dft es in Naglers K\u00fcnstlerlexikon: \"Die Werke dieses K\u00fcnstlers sind in bedeutender Anzahl vorhanden. Es sind dieses Portr\u00e4ts angesehener Personen und Historien. Sie zierten die Kunstausstellungen in Berlin, und da betrachtete man sie fortw\u00e4hrend mit Beifall\". (Nagler: 171; c.f. B\u00f6rsch-Supan: 98)<br><br><b>1840<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein weibliches Portrait\", \"Ein m\u00e4nnliches Portrait\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1840:422.423).<br><br><b>1842<br><\/b>Atelier in der Artilleriestra\u00dfe 7.<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein m\u00e4nnliches Bildni\u00df, halbe Figur\", \"Portrait einer Dame\", \"Eine Kindergruppe\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1842:538-540).<br><br><b>1844<br><\/b>Kretschmar wird Kommissar f\u00fcr die Berliner Akademieausstellung (Abteilung Malerei) (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1844:XIV).<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Bildni\u00df einer Dame, halbe Figur\", \"Bildni\u00df eines jungen m\u00e4dchens. Kniest\u00fcck\", \"Portrait einer Dame. (Kreidezeichnung)\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1844:539-541).<br><br><b>1846<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Bildni\u00df eines jungen M\u00e4dchens\", \"Blumenst\u00fcck nach der Natur\", \"Landschaft Eigene [sic!] Composition\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1846:478.480).<br><br><b>1847<br><\/b>Kretschmar stirbt am 2. M\u00e4rz in Berlin (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:III).<br><br><br>Sch\u00fcler: G. R. Karing, Wilhelm Wach.<br><br>Die Portraits von Kretschmer sind nicht erhalten geblieben, c.f. K\u00e4te Gl\u00e4ser: Berliner Portr\u00e4tisten 1820-1850. Versuch einer Katalogisierung, Berlin: 1929: 45.<br><br><br>Senatssitzung 18.12.1878: Annahme der Schenkung von Louise Bartsch geb. Kretschmar eines von ihrem Vater Carl Kretschmar gemalten Portr\u00e4ts des Kupferstechers Buchhorn; in: PrAdK 2.2\/045, Bl. 89f.. (c.f. AdK: Findbuch: 2.2,99)<br><br><b>Christopher Drum<br><br>Literatur<br><\/b>Helmut B\u00f6rsch-Supan: Johann Karl Heinrich Kretschmar, in: der B\u00e4r von Berlin. Jahrbuch des Vereins f\u00fcr die Geschichte Berlins 1978, S. 97-122<b>.<br><\/b><br>Becker, Wolfgang: Paris und die deutsche Malerei. 1750-1840 [= Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts, Bd. 10], M\u00fcnchen 1971. 507 S. <br><br><b>Quellenmaterial<br><\/b>Kretschmer, Das Innere einer Dorfkirche; in: PrAdK 2.1\/042, Bl. 67, 74 u. 78. (c.f.: AdK: Findbuch: 2.1,87)<br>Kretschmar, Portr\u00e4t des Malers Wilhelm Wach als Kind; in: PrAdK 2.1\/046, Bl. 13-15, 18f. (c.f.: Adk: Findbuch: 2.1,98)<br>Internationale Kunstausstellung 1896, Schriftwechsel \u00fcber die Bereitstellung von Leihgaben f\u00fcr die historische Ausstellung, u.a. Bilder von Kretschmar; in: PrAdK 2.3\/065, Bl.72. (c.f. AdK: Findbuch: 2.3,79)<br><br><br><br><br><br><br><br><br>","genealogie":"Tochter: Louise Bartsch (c.f. 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