
{"meta":{"meta-title":"Johann Heinrich Christian Wolter < Personen","meta-description":"Johann Heinrich Christian Wolter < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/833","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/833","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Heinrich Christian Wolter"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/833","text":"Johann Heinrich Christian Wolter"}]},"data":{"id":833,"zusatz_id":833,"meta":{"meta-title":"Johann Heinrich Christian Wolter < Personen","meta-description":"Johann Heinrich Christian Wolter < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/833","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/833"},"title":"Johann Heinrich Christian Wolter","nachname":"Wolter","vorname":"Johann Heinrich Christian","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1771","geburtsort":"G\u00fcstrow","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1812","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>[Archivalien durchgesehen, bei Protokollen unklar, ob es sich an einigen Stellen nicht um einen anderen Wolter handelt]<br><br>1771<br><\/b>Johann Heinrich Christian Wolter wird in G\u00fcstrow geboren. In einer Sch\u00fclerliste der Kunstakademie ist als Berufs seines Vaters \"Korbmacher\" angegeben. (GStAPK, I. HA Rep. 76 alt III Nr. 151)<br><br><b>1790er Jahre<\/b><br>Studium an der Berliner Akademie der K\u00fcnste. Durchl\u00e4uft seit 1796 zun\u00e4chst die Zeichenklassen der Akademie. Nachgewiesen ist au\u00dferdem eine Teilnahme am Perspektivekurs und Geometriekurs bei Wagner im WS 1796\/97 und SS 1797. Seine Beurteilungen sind durchweg gut (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 151).<br><br><b>1797<br><\/b>Mit der Arbeit \"<i>Eine junge m\u00e4nnliche Maske nach der Antike von der Colonna Trajana<\/i>\" ist Wolter erstmals an der Ausstellung der Berliner Akademie beteiligt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1797:277).<br><br><b>1798<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung werden vier Arbeiten Wolters gezeigt: \"<i>Die Geburt der Venus nach <\/i>[Valentin de?]<i> Boulogne<\/i>\" (das Bild befand sich anschlie\u00dfend im Besitz der Berliner Akademie, wurde jedoch 1799 an einen Mann namens Lesser verkauft, GStA PK I. HA Rep. 7 alt Abt. III Nr. 249), <i>\"Zwei Kinder\"<\/i> sowie zwei Arbeiten nach Rode: \"<i>Inckle und Pariko<\/i>\" und \"<i>Eine biblische Geschichte<\/i>\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1798:166-169).<br><br><b>1800<br><\/b>Wolter ist bei der Berliner Akademieausstellung mit drei Arbeiten vertreten: \"<i>Diana im Bade<\/i>\" nach einer Vorlage von <span style=\"color: rgb(51, 0, 51);\">Pietro <\/span>Liberi (c.f. GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 224, Fol. 164f., 174v; das Original befand sich in der Streitschen Sammlung im Grauen Kloster), \"<i>Eine Heuernte<\/i>\" und \"<i>Eine Jagd<\/i>\", beide nach Philipp Wouvermann (alle drei mit Ma\u00dfangaben bei B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1800: 274-276).<br><br><b>1801<br><\/b>Zusammen mit anderen Sch\u00fclern der Berliner Akademie fertigt Wolter im Sommer Kopien in der K\u00f6niglichen Galerie an. (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 225, Fol. 10f.)<br><br><b>1802<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung werden vier Arbeiten Wolters gezeigt: \"<i>Eine Grablegung nach van Dyk<\/i>\" (c.f. GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 225, Fol. 6), \"<i>Ein Bauernst\u00fcck nach Brauer<\/i>\", \"<i>Eine Landschaft nach Klenge<\/i>l\" sowie \"[Hans Joachim von]<i> Zieten und ein \u00f6sterreichischer Oberst<\/i>\". Letzteres wird im Katalog ausf\u00fchrlich besprochen. Wolter habe sich, so hei\u00dft es hier, thematisch auf die \"<i>Lebensbeschreibun<\/i>g\" Zietzens bezogen (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1802:337-340). M\u00f6glicherweise ist hier die zu diesem Zeitpunkt bereits in zweiter Auflage erschienene \"<i>Lebensbeschreibung Hans Joachims von Zietzens <\/i>[...]\" von Louise Johanne Leopoldine von Blumenthal gemeint. (c.f. zur Bezahlung Wolters durch die Akademie, GStA PK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 225, Fol. 88v)<br><br><b>1804<br><\/b>Wolter zeigt bei der Berliner Akademieausstellung das Historiengem\u00e4lde \"<i>Kurprinz Friedrich Wilhelm von Brandenburg und sein Vetter Prinz Heinrich von Oranien in dem Lager vor Breda<\/i>\", das von dem Katalog ausf\u00fchrlich besprochen wird. Au\u00dferdem werden \"<i>Ein Pferdestall [...]. Eine mannigfaltige Composition nach Philipp Wouvermann<\/i>\" und \"<i>Eine Hirschjagd in einem bew\u00e4sserten Walde, nach [Jacob Izaaksoon van] Ruisdael<\/i>\" ausgestellt. Der Katalog merkt weiterhin an, dass sich die Originale in der Kurf\u00fcrstlichen Galerie in Dresden befinden (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1804.69-71). Offensichtlich hatte sich Wolter dort kurz zuvor l\u00e4nger aufgehalten. (c.f. GStA PK, I. HA Rep 76alt III, Nr. 43, Fol. 132v., 136v.)<br><br><b>1806<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung wird das Bild \"<i>Joachim der Zweite von Brandenburg und sein treuer Diener<\/i>\" gezeigt. Neben einer ausf\u00fchrlichen Besprechung weist der Katalog darauf hin, dass das Bild als Pendent zum 1804 entstandenen Bild \"<i>Kurprinz Friedrich Wilhelm von Brandenburg und sein Vetter Prinz Heinrich von Oranien in dem Lager vor Breda<\/i>\" vorgesehen sei. Au\u00dferdem werden die Arbeiten \"<i>Ein Sonnenaufgang. Gro\u00dfe Landschaft nach Claude Lorrain<\/i>\", \"<i>Ein Scharm\u00fctzel, von Philipp Wouvermann<\/i>\", \"<i>Bauern, welche mit ihren Pferden unter einem Baume ruhe<\/i>n\" ebenfalls nach Wouvermann sowie eine \"<i>Abnahme vom Kreuze, nach Rembrandt<\/i> [van Rijn]\" ausgestellt (alle f\u00fcnf mit Ma\u00dfangaben bei B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1806:301-305). Da der Katalog darauf verweist, dass es sich bei den Kopien um Bilder aus der \"Gallerie zu Kassel\" handelt, ist ein l\u00e4ngerer Aufenthalt Wolters in Kassel anzunehmen. In der Haude- und Spenerschen Zeitung wird lobend hervorgehoben, wie nah die Kopie des Gem\u00e4ldes \"<i>Ein Scharm\u00fctzel<\/i>\" dem Wouvermannschen Original kommt (Haude- und Spenersche Zeitung, 09.10.1806, Nr. 121).<br><br><b>1808<br><\/b>Wolter ist an den Vorbereitungen f\u00fcr die geplanten \"<i>Illuminationen<\/i>\" anl\u00e4\u00dflich der Huldigung Friedrich Wilhelms II. am 2. Oktober beteiligt. Die f\u00fcr ihn vorgesehen Bildthemen \"<i>zu den transparenten Gem\u00e4lden in die Fenster des Geb\u00e4udes beyder Academien<\/i>\" lauteten: \"<i>Mineralogie<\/i>\", \"<i>Agricola<\/i>\" und \"<i>Plinius<\/i>\". (GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 196)<br><br>K\u00fcndigung seiner Stelle im Eleveninstitut? (2.7.)<br><br>Bei der Berliner Akademieausstellung wird wiederholt das Bild \"<i>Joachim der Zweite von Brandenburg und sein treuer Diener<\/i>\" sowie die Kasseler Kopien gezeigt. Als neuere Arbeiten werden \"<i>Irin, nach den Kleistschen Idyllen gleichen Namens [...]<\/i>\", eine <i>Wildschweinjagd<\/i>, eine <i>Hirschjagd<\/i> und \"<i>Eine Landschaft mit Ruinen<\/i>\" ausgestellt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1808:269-277; c.f. Morgenblatt f\u00fcr gebildete St\u00e4nde, Nr. 149, 22.06.1808: 596).<br><br><b>1809<br><\/b>R\u00fcckst\u00e4ndige Elevenhonorare, 29.7. 9.2.1811<br><br><b>1810<br><\/b>Wolter stellt bei der Berliner Akademieausstellung die beiden Landschaftsdarstellungen \"<i>Der Aben<\/i>d\" und \"<i>Ein Wasserfall<\/i>\" aus (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1810:71.72; c.f. Morgenblatt f\u00fcr gebildete Leser, Nr. 254, 23.10.1810: 1012).<br><br><b>1811 <\/b><br>\nOrdentliches Mitglied der Akademie der K\u00fcnste in Berlin (gleichzeitig mit Hummel, Bury, D\u00e4hling, Ludwig Wolff) (9.2; Haude-Spenersche Zeitung, Nr. 40, 02.04.1811; Allgemeine Literatur-Zeitung, Nr. 109, 19.04.1811: 872). Die Chronik der Berliner Akademie im Ausstellungskatalog von 1818 bezeichnet ihn als \"Geschichtsmaler aus Berlin\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:VIII).<br><br><b>1812<br><\/b>Johann Heinrich Christian Wolter stirbt 41j\u00e4hrig. Die Berliner Akademieausstellung zeigt letzte Arbeiten des K\u00fcnstlers, darunter: \"<i>Ein Selbstportrait<\/i>\", \"<i>Das Portrait eines Knaben mit einer Fahne<\/i>\" sowie \"<i>Eine Landschaft<\/i>\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1812:562-564).<br><br>---------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br><br>Im SMB Kupferstichkabinett BMPK drei Zeichnungen eines \"Wolters\" aus dem 18. Jahrhundert erhalten:<i> \"Eine Landschaft in der Art des Claude Lorrain. Ausblick vom Waldrand auf einen See und Gebirge rechts im Hintergrunde\"<\/i> (auf der R\u00fcckseite des Blattes zwei weitere Landschaftsskizzen), <i>\"Burgruine auf einem kahlen H\u00fcgel\"<\/i> und \"<i>Burgruine, zu der von rechts eine durch ein Gel\u00e4nder gesch\u00fctzte Treppe hinauff\u00fchrt\" <\/i>(Invent.-Nr. 7346-7348). Max Friedl\u00e4nder bezweifelt jedoch, dass dieser Wolter mit Johann Heinrich Christian Wolter identisch ist. (Friedl\u00e4nder, 1921, 1. Bd., 367)<br><br><b>Christopher Drum, 2009<\/b><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}