
{"meta":{"meta-title":"Rudolf Caplunger < Personen","meta-description":"Rudolf Caplunger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/842","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/842","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Rudolf Caplunger"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/842","text":"Rudolf Caplunger"}]},"data":{"id":842,"zusatz_id":842,"meta":{"meta-title":"Rudolf Caplunger < Personen","meta-description":"Rudolf Caplunger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/842","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/842"},"title":"Rudolf Caplunger","nachname":"Caplunger","vorname":"Rudolf","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"02.04.1746","geburtsort":"Bechin\/ B\u00f6hmen","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1795","sterbeort":"Ludwigslust","sterbeland":null,"berufe":["Bildhauer"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n  <div>\"<i>Herr Kaplunger, ein B\u00f6hme von Geburt, ist Herzoglicher Bildhauer. Ich glaube, da\u00df sich nicht viel mehr von ihm sagen l\u00e4\u00dft<\/i>.\"<b> <\/b>(<i>Nachlese <\/i>[...]: 14)<b><br><br>1746<\/b><\/div><div>Im Fr\u00fchjahr wird Rudolf Caplunger in Bechyn? (ehemals Bechin) als Sohn eines Bildhauers geboren. Die Taufe findet am 2. April statt. Als Vater wird im Kirchenbuch Andreas Kapellunger angegeben (bei dem u.a. in ThB: 19,543 genannten Potsdamer Bildhauer Johann Caplunger d. \u00c4lt. handelt es sich daher nicht, wie dort vermutet, um den Vater sondern um einen \u00e4lteren Bruder oder Onkel, c.f. Dettmann: 150).<br><br>Er erh\u00e4lt Unterricht durch den Vater. Studiert in Wien, Paris und \"<i>andern Orten<\/i>\". (Nicolai: 147; bei den von Nicolai nicht genannten Orten handelt es sich um Prag, Metz, Dresden u. Potsdam. (ThB; Dettmann: 150)<br><br><b>1770er<\/b><br>T\u00e4tigkeit in Potsdam. Caplunger \"<i>verfertigte <\/i>[...] [hier] <i>viele gro\u00dfe Figuren und Gruppen<\/i>\". (Nicolai: 147; f\u00fcr welche Geb\u00e4ude diese Figuren gefertigt wurden, weist Heinrich Ludewig Manger nach: neben den Communs (S. 332), die Kollonaden des Stadtschlosses (S. 334),&nbsp; das sogenannte Abtische Haus (S. 353) sowie&nbsp; Arbeiten an Schlo\u00df Sanssouci (S. 418); ob diese Arbeiten von Rudolf Caplunger, seinen Onkel oder Bruder ausgef\u00fchrt wurden, wird hier jedoch nicht deutlich). Dettman weist darauf hin, dass im Kontext der Arbeiten an den Communs des Neuen Palais nur Johann Caplunger d. \u00c4lt. genannt wird, stilistisch jedoch eine Mitarbeit Rudolf Caplungers mehr als wahrscheinlich sei:<i> <\/i>\"<i>so da\u00df die M\u00f6glichkeit besteht, da\u00df dieser in einer der anderen Werkst\u00e4tten, vielleicht der Heym\u00fcller oder Wohler, gearbeitet hat, so da\u00df sich das Fehlen seines Namens in den Rechnungen f\u00fcr das Neue Palais erkl\u00e4ren lie\u00dfe<\/i>\". (Dettmann: 150)<br><br><b>1773<br><\/b>Caplunger fertigt ein h\u00f6lzernes Modell f\u00fcr die 12 Fu\u00df hohe Kuppelfigur des K\u00f6niglich Potsdamischen Milit\u00e4rwaisenhauses an. (Manger: 359, 367f, 386, 422; Geschichte [...]: 111)<b><br><\/b><br><b>1775<br><\/b>Erste Auftr\u00e4ge durch Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin. (Dettmann: 150f.)<br><br><b>1776<br><\/b>Verschiede Vasen sowie 42 Statuen v.a. mit mythologischem und allegorischem Programm f\u00fcr Schlo\u00df Ludwigslust. (Dettmann: 152)<br><br><b>1779<br><\/b>Umsiedlung Caplungers nach Schwerin. (Dettmann: 151; contra: ThB, dort 1775 angegeben; beide verweisen ohne n\u00e4here Quellenangabe auf Nicolai). Tritt dort die Nachfolge Johannes Ecksteins an, vermutlich auf dessen Empfehlung hin. (Dettmann: 151)<b><br><br>1780<br><\/b>Im M\u00e4rz Ernennung zum Hofbildhauer. (Dettmann: 151; contra: ThB, dort das Jahr 1782 angegeben)<br><br><b>1781<br><\/b>Im Oktober Heirat mit der Schwester des sp\u00e4teren Rostocker Universit\u00e4tsprofessors F. C. L. Karsten. (ThB; Dettmann: 151)<br><br><b>1782<\/b><br>Kaskade mit verschiedenen Sandsteingruppen (Flussg\u00f6tter und Putti) f\u00fcr den Park von Schlo\u00df Ludwigslust. (Dettmann: 153)<br><br><b>1783<br><\/b>Anfertigung eines Selbstportraits im Relief, das sich offenbar im Nachlass der Tochter Johanna Caplunger befand und das Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Vereins f\u00fcr Mecklenburgische Geschichte gelangte. (Lisch: 102)<br><br><b>1786<br><\/b>Im \"<i>Grosherzoglich Mecklenburg Schwerinischen Staatskalender<\/i>\" wird Caplunger erstmals unter den \"<i>Hofk\u00fcnstlern<\/i>\" als \"<i>Hofbildhauer<\/i>\" genannt, von da an durchgehend bis 1796. (Lisch:101)<br>Am 14. Mai wird Caplunger als Ehrenmitglied an der Berliner Akademie aufgenommen. (GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 9, Fol. 35r, 38v, 41r, 43v, c.f. GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 169, Fol. 80, 82)<br>1796 bzw. 1798 wird er hingegen unter den \"<i>Ausw\u00e4rtige<\/i>[n] <i>ordentliche<\/i>[n] <i>Mitglieder<\/i>[n]\" genannt. (Handbuch \u00fcber den K\u00f6niglich Preussischen Hof und Staat f\u00fcr das Jahr 1796, Berlin: Decker, 1796: 309; Adre\u00df-Kalender, der K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Haupt- und Residenz-St\u00e4dte Berlin und Potsdam [...] auf das Jahr 1798, Berlin: Unger, 1798: 75)<br><br><b>1787<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"<i>Ein\nallegorische Hauptrelief, den Krieg vorstellend<\/i>\", \"<i>Mars, von der\nZwietracht herbey gef\u00fchrt, folgt der w\u00fctheder<\/i> [sic!] <i>Bellona, und l\u00e4\u00dft\nsich weder von dem Tod, der ihn bedrohet, noch von dem Beherrscher des\nWinters, dem Boreas, abschrecken. Vor ihm sieht man die ge\u00e4ngstete Erle;\nhinter ihm liegen K\u00fcnste und Wissenschaften unter Ruinen. Die Wollust\nsucht ihn vergebens zur\u00fcck zu halten. Er verl\u00e4\u00dft die Trostlose\nm\u00fctterliche Liebe und nur die Traurigkeit folgt ihm nach. Der erste\nSchritt den er thut, ist m\u00f6rderisch. In der Ferne sieht man Familien,\ndie er ungl\u00fccklich gemacht hat. Oberw\u00e4rts schweben zwey Genien, welche\nvon der Sonne, das Sinnbild der Wahrheit, einen Vorhang ziehen, damit\nman die wahren Ursachen des Krieges nicht entdecken soll<\/i>\" (B\u00f6rsch-Supan,\n Kataloge, 1. Bd. 1787:368.369).<br><br><b>1790<br><\/b>Denkmal des Herzogs Friedrich von Mecklenburg-Schwerin aus Sandstein. (Dettmann: 185; c.f. dazu <i>Vorschlag zu einer Statue des verstorbenen Herzogs von Meklenburg<\/i>\n[...] <i>Ludwigslust, den 24. Novemb. 1785 Johann Joachim Busch, Rudolph\nKaplunger<\/i>. Universit\u00e4tsbibliothek Rostock: MK-71.18.)<br><b><br>Ende 1795<br><\/b>Aufentahlt in Pirna, um dort Steinbrucharbeiten zu beaufsichitgen. Stirbt w\u00e4hrend dieser Arbeiten im benachbarten Dresden. (Dettmann: 151f. weist daraufhin, dass Caplungers Tod nicht im Kirchenbuch der evangelisch-lutherische Stadtkirche Ludwigslust festgehalten wurde; Lisch: 102 f\u00fchrt dies jedoch auf die katholische Konfession Caplungers zur\u00fcck)<br><br><\/div><div><br><\/div>Andere Schreibweisen: Kaplunger, Kappellunger, Caplunghe u. Kaplunge.<br><br><b>Christopher Drum (2\/2013)<\/b><br><div><br>---------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br><br><b>Quellematerial<br><\/b><ul><li><b>Geheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz:<\/b><\/li><\/ul><blockquote>- GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 9.<br>- GStA PK, I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 169.<br><\/blockquote><ul><li><b>Landesarchiv Schwerin:<\/b><\/li><\/ul><blockquote>- 2.12-1\/26 Hofstaatssachen \u2013 Hofpersonal: Bildhauer, Kaplunger, Rudolf, 1780-1795 (Karton 6,7).<br>- 2.26-1 Kabinett I, Nr. 10167 Kaplunger, Rudolf, 1782-1786.<br>- 2.26-1 Kabinett I \u2013 Personalakten, Nr. 3861 Witwe Kaplunger, 1796-1797 u. Nr. 3862 Kinder Kaplunger, 1803-1829.<br>- 2.26-2 Hofmarschallamt, Nr. 5416 Verleihung des Hoftitels an Bildhauer u. a. Personalangelegenheiten von Bildhauern, 1767-1859 (enth\u00e4lt u. a. Kaplunger), Nr. 6080 Nachlassangelegenheiten der Witwe Kaplungers, 1803-1842 u. Nr. 6094 Vormundschaft \u00fcber die Kinder Kaplungers, 1796-1801.<br><\/blockquote><b>Literatur<br><\/b><ul><li><b>Dettmann<\/b>, G.: <i>Rudolph Kaplunger, der mecklenburgische Hofbildhauer<\/i>; in:\nBelvedere. Monatszeitschrift f\u00fcr Sammler und Kunstfreunde, Bd. 8, 1929:\n150-54 u. 185-87.<\/li><li>Nicolai, Friedrich: <i>Beschreibung der K\u00f6nigl. Residenst\u00e4dte Berlin und\nPotsdam, Anhang; oder Nachrichten von den Baumeistern, Bildhauern,\nKupferstechern, Malern, Stukkaturern und andern K\u00fcnstlern<\/i> [...], Berlin\nu.a: [s.l.], 1786: 147.<\/li><li><b>Geschicht<\/b><i> des K\u00f6niglichen Potsdamschen\nMilit\u00e4rwaisenhauses von seiner Entstehung bis auf die jetzige Zeit.\nHerausgegeben zur hundertj\u00e4hrigen Stiftungsfeier der Anstalt im November\n 1824<\/i>, Berlin u.a.: Ernst Siegfried Mittler, 1824.<\/li><li><b>Lisch<\/b>, G. C. F.: <i>Der Bildhauer Rudolph Kaplunger und sein Bild<\/i>; in: Jahrb\u00fccher des\nVereins f\u00fcr Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 41,\n1876. 100-103.<\/li><li><b>Nachlese<\/b><i> einiger artistischen Nachrichten aus\nNiedersachsen, nebst kritischen Bemerkungen, besonders \u00fcber das\nGrothesche Verzeichni\u00df der Herzoglich Schwerinischen Gem\u00e4hldesammlung<\/i>;\nin: Neue Bibliothek der sch\u00f6nen Wissenschaften und freyen K\u00fcnste, 52.\nBd., 1. St\u00fcck, 1794: 14<\/li><li><b>ThB<\/b>: Thieme-Becker: <i>Allgemeines Lexikon der Bildenden K\u00fcnste von der Antike bis zur Gegenwart<\/i>, Leipzig 1907-1947: Bd. 19, 543f.<\/li><\/ul><br><\/div><br>","genealogie":"Ehefrau: Schwester des sp\u00e4teren Rostocker Universit\u00e4tsprofessors F. C. L. Karsten.\nTochter: Luise Caplunger (gest. 1840), Stickerin;\nJohanna Caplunger;\neine weitere Tochter, deren Name unbekannt ist\nS\u00f6hne: drei, deren Namen ebenfalls unbekannt sind. (Dettmann: 151)","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}