
{"meta":{"meta-title":"Peter Ludwig Burnat < Personen","meta-description":"Peter Ludwig Burnat < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/871","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/871","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Peter Ludwig Burnat"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":1},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/871","text":"Peter Ludwig Burnat"}]},"data":{"id":871,"zusatz_id":871,"meta":{"meta-title":"Peter Ludwig Burnat < Personen","meta-description":"Peter Ludwig Burnat < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/871","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/871"},"title":"Peter Ludwig Burnat","nachname":"Burnat","vorname":"Peter Ludwig","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"28.01.1762","geburtsort":"Livorno","geburtsland":"Italien","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"28.01.1817","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Dekorationsmaler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>\n 1762<\/b> <br>Burnat wird am 29. Januar als Sohn von Giovanni Battista [Johannes Baptist] Burnat und Elisabetta Tordeli in Livorno geboren.&nbsp; Der Gro\u00dfvater - laut italienischem Taufschein Giorgio Francesco Dionisio [Georg Franz Dionys] Burnat - stammt aus Saarlouis. Johannes Baptist Burnat wurde Buchhalter am\n Lagerhaus in Berlin.\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1773 <\/b><br>Beginn des Studiums an der Berliner\n Kunstakademie. Burnat ist Mitsch\u00fcler von Johann Gottfried Schadow. Wie Schadow\n mitteilt, war Burnat bei Rosenberg in der Lehre. Unklar ist jedoch, ob damit\n Johann Carl Wilhelm oder Johann Georg Rosenberg gemeint ist -<span style=\"\">&nbsp;<\/span> wobei G\u00f6tz Eckardt f\u00fcr den letzteren pl\u00e4diert.\n (Schadow, Kunstwerke und Kunstansichten, Berlin 1987, Bd. 1, S. 9 und Bd. 2,\n S. 324)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1786-1792<\/b> <br>Burnat h\u00e4lt sich als Stipendiat\n der Berliner Kunstakademie in Rom auf. Er verkehrt dort u.a. mit den aus Berlin anwesenden Johann Gottfried Schadow, Peter Ludwig L\u00fctke und Karl Philipp Moritz.<br><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 1. Juni 1787 erh\u00e4lt er aus Berlin die\n Nachricht, da\u00df er f\u00fcr drei Jahre eine j\u00e4hrliche Unterst\u00fctzung von 100 rthl.\n bekommt. Voraussetzung daf\u00fcr sei, \u201eda\u00df er in Rom, die Architectur ferner\n flei\u00dfig studiren, allj\u00e4hrlich einige Proben seiner darin gemachten\n Fortschritte anhero einreichen, die Proben auch zugleich jedesmal von dem\n Professor Rehberg, welchen S.K.M. zur Aufsicht und Anf\u00fchrung der dort\n studirenden Preu\u00dfischen jungen K\u00fcnstler, nach Rom sende, ein Zeugnis seines\n Wohlverhaltens beyf\u00fcgen soll.<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Im Anschlu\u00df an seinen zweij\u00e4hrigen Aufenthalt\n in Rom soll er f\u00fcr ein Jahr nach Paris gehen, um zu studieren, wie man \u201e<i>den\n antiquen mit dem modernen Geschmack <\/i>[\u2026] i<i>n der Architektur<\/i>\" verbindet und um\n sich dort \u201ez<i>u einem vollkommenern Architekte<\/i>n\u201c auszubilden. (GStA, I. HA,\n Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 3)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1788<\/b> <br>Am 2. Februar \u00fcbermittelt Burnat dem\n Staatsminister Friedrich Anton Freiherr von Heinitz, Kurator der\n Kunstakademie, seinen Studienplan f\u00fcr die kommenden drei Jahre. Danach\n beabsichtigt er im laufenden Jahr \u201e<i>den Pitoresquen Theil des\n Decorations-Faches<\/i>\u201c d.h. die \u201e<i>Mahlerey und Zeichnungen nach der Natur von\n Ruinen, Prospecte<\/i>\u201c zu studieren. Im folgenden Jahr will er sich mit der\n \u201eCivil-Baukunst\u201c besch\u00e4ftigen und im dritten Jahr w\u00fcrde er im Anschlu\u00df an\n seinen Aufenthalt in Mailand, wo, wie er schreibt, \u201e<i>in meinem Fach einmahl\n die gr\u00f6\u00dften Mayster sind<\/i>\u201c, nach Paris gehen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt.\n III, Nr. 192, fol. 4). Heinitz stimmt diesem Plan zu. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 15. April sendet Burnat einige\n Arbeiten \u201ewelche in das Pittoresque Fach einschlagen\u201c zur\n Akademie-Ausstellung nach Berlin. Dazu geh\u00f6ren die sp\u00e4ter im\n Ausstellungkatalog genannten Zeichnungen. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 7) Auf Veranlassung der Akademie fertigt er \u201eeine Anzahl Architektonischer Zeichnungen\u201c an. <br><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Burnat ist erstmals auf der Berliner\n Akademieausstellung vertreten mit folgenden Zeichnungen:<br>- Ein Gef\u00e4ngnis zu einer theatralischen\n Decoration gezeichnet.<br>- zwey r\u00f6mische Landschaften nach der Natur,\n colorirt gezeichnet.<br>- Drey colorirte Zeichnungen des\n Inneren: Des Palast Massimi. Des Palast Bonacorsi. Des Hofes hinter dem Pallast Landi.<br>- Zwey Academien. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge,\n Bd. 1, 1788: 347-350)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 2.11.1788 erh\u00e4lt Burnat in Rom die\n Nachricht, da\u00df sein Stipendium aufgrund seines \u201e<i>Flei\u00dfes und Wohlverhaltens<\/i>\u201c\n ab 1. Dezember um 50 rthl. und ab 1.6.1789 um 100 rthl. angehoben werde.\n (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 10)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><br><b>\n 1789<\/b> <br>Burnat schickt folgende Arbeiten zur Berliner Akademie\n Ausstellung:<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">- Zeichnung der Innenseite des Porticus der\n Peterskirche.<br>- Eine Vorstellung der Treppe im ersten\n Gescho\u00df des Museums, nebst dem Eingang in dasselbe.<br>- Die Darstellung des zweiten\n Geschosses.<br>- Der Portikus des Pallastes Farnese.<br>- Die Innenseite desselben Pallastes.<br>- Der Portikus und Hof des Kapitols.<br>- Die Einsicht in den Hof des Pallastes\n Chigi.<br>- Die Innenseite des Kapitols.<br>- Ein Portikus von eigner Erfindung.\u201c\n (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1, 1789: 93-101) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Vgl. dazu auch die Rapports, die Friedrich Rehberg zu den r\u00f6mischen Stipendiaten an die Akademie sandte. Seine Beurteilung lautete:&nbsp;<br><i>Der Herr Burnat hat\ndiese Zeichnungen zum Theil schon angefangen mit Farben zu tuschen, und zum\nTheil auch erst die Conturn ins reine gebracht. Die Gegenst\u00e4nde sind sehr gut\ngew\u00e4hlt, und getreu nachgeahmt, wenige geringe Ver\u00e4nderungen abgerechnet, die\ndie Sch\u00f6nheit der Zeichnung erforderten. Die Conturn sind gut in Proporzia, und\nrichtig in Perspektion. (Rapports Febr. 1789, fol. 75)<br><\/i><\/p>\n\n\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">F\u00fcr diese Arbeiten wird Burnat mit einen Preis\n von 100 rthl. ausgezeichnet. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Ende Dezember beantragt Burnat bei Friedrich\n Anton Freiherr von Heinitz eine \u00c4nderung seines Studienplanes. Danach will\n er noch den kommenden Sommer in Rom verbringen, um \u201e<i>von Ornamenten,\n Arabesquen und dergleichen<\/i>\u201c Studien anfertigen zu k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend will\n er \u00fcber den Winter nach Mailand gehen, um bei den \u201e<i>gr\u00f6\u00dften Meistern<\/i>\u201c der\n Theaterdekorationskunst praktische Erfahrungen zu sammeln. Im kommenden Jahr\n plant er im Anschlu\u00df an seine Frankreichreise noch einen Aufenthalt in\n England, \u201e<i>wo \u00fcberhaupt f\u00fcr Anordnung und Ameublements der feinste und\n reinste Geschmack herrscht, um so das Antique mit dem Modernen besser \u2026\n verbinden<\/i>\u201c zu lernen. Da dieser Plan noch etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen\n w\u00fcrde, k\u00e4me er erst im Herbst 1791 nach Berlin zur\u00fcck. (GStA, I. HA, Rep 76\n alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 12-13)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1790<\/b> <br>Anfang des Jahres genehmigt Heinitz diesen Plan sowie eine Verl\u00e4ngerung des\n Stipendiums bis zum 1.10.1791. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol. 14). <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">In den kommenden Monaten arbeitet Burnat an Zeichnungen, die er\n dem in Rom weilenden Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf zur Beurteilung vorlegt. Dessen\n Lob ermutigt Burnat.&nbsp; Ab Anfang Oktober ist er in Mailand Sch\u00fcler des Theatermalers Pietro\n di Gonzaga, bei dem er die praktische Ausf\u00fchrung von Theaterdekoration\n erlernt.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1791<\/b> <br>Da sich Burnats Aufenthalt in Mailand\n verl\u00e4ngert, beantragt er bei Friedrich Anton Freiherr von Heinitz eine weitere Verl\u00e4ngerung seines Stipendiums, die dieser ihm bis 1.Juni des n\u00e4chsten\n Jahres gew\u00e4hrt. (GstA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 16)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Die Akademischen Kunstausstellung zeigt in\n diesem Jahr von Burnat \u201eEine Zeichnung von eigener Erfindung\u201c. Er schreibt\n dazu \u201e<i>Das Sujet ist, die perspektivische Darstellung eines unterirdischen\n Familiengrabmaals im griechischen Kostume, dessen Charakter Ehrw\u00fcrdigkeit,\n Gr\u00f6\u00dfe und St\u00e4rke erfordert; um dieses bildlich auszudr\u00fccken, habe ich die\n Architektur in einem Styl komponiert, der wegen seiner Simplizit\u00e4t und\n Gr\u00f6\u00dfe, jenen Zeiten, besonders aber solchen Darstellungen am angemessensten,\n und zugleich am karakteristischen ist<\/i>.\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1,\n 1791: 54)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1792<\/b> <br>Burnat lehnt das Angebot seines Lehrers\n Pietro di Gonzaga, ihm nach St. Petersburg zu folgen, ab und kehrt \u201e<i>aus\n Pflicht der Danckbarkeit<\/i>\u201c f\u00fcr die erhaltene finanzielle Unterst\u00fctzung\n bereits zu Beginn des Jahres nach Berlin zur\u00fcck. (GStA, I. HA, Rep 76 alt,\n Abt. III, Nr. 192, fol. 73) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Er wird ordentliches Mitglied der Berliner\n Akademie. Seine Darstellung der \u201ePerspective\n des Musei Pii\u201c in Rom l\u00e4\u00dft Heinitz im M\u00e4rz zur\n Begutachtung durch den K\u00f6nig in der Bildergalerie des Berliner Schlosses aufstellen. Burnat\n zeichnet dazu noch ein \u201ePendent \u2026, nehmlich die Haupt Treppe zu dem Eingang dieses\n Musei\u201c. F\u00fcr jede der Zeichnungen erh\u00e4lt er 100 Taler aus der Kasse der Akademie der K\u00fcnste.<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 5. M\u00e4rz wendet sich Heinitz mit der\n Bitte an K\u00f6nig Friedrich Wilhelm II., den Direktor der K\u00f6niglichen\n Schauspiels, Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherrn von der Reck, zu\n veranlassen, Burnat als Theatermaler bei den Theater- und Opernauff\u00fchrungen\n der kommenden Monate zu besch\u00e4ftigen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III,\n Nr. 192, fol. 17). <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Als Heinitz erf\u00e4hrt, da\u00df der\n schon seit zwei Jahrzehnten in Berlin und Potsdam wirkende Dekorations- und\n Theatermaler Bartolemeo Verona einen mehrj\u00e4hrigen Vertrag f\u00fcr alle Arbeiten\n im Nationaltheater bekommen soll, wendet er sich direkt an den\n Generaldirektor des K\u00f6nglichen Nationaltheaters Johann Jacob Engel. Er\n fordert ihn auf, anstelle von Bartolomeo Verona den \u201ek\u00fcrzlich aus Rom\n zur\u00fcckgekommenen Burnat\u201c mit der Innendekoration des Kgl. Nationaltheaters\n zu beauftragen, um diesem \u201esehr geschickten Prospect Mahler\u201c die Chance zu\n geben \u201esich \u00f6ffentlich in seinen Kunstwerken zu zeigen\u201c. (GStA, I. HA, Rep\n 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 19-20). <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Johann Jacob Engel antwortet darauf\n umgehend, da\u00df er ungeachtet von Heinitz' Intervention den Vertrag mit Bartolomeo Verona\n abschlie\u00dfen werde, weil dieser schon oft \u201e<i>unentgeldlich so manche\n Dekorationen auf- und umgemalt und uns Jahrelang alle n\u00f6thigen Setzst\u00fccke,\n ohne an Bezahlung auch nur denken, geliefert hat<\/i>.\u201c Au\u00dferdem habe der K\u00f6nig\n verf\u00fcgt, da\u00df Bartolomeo Verona die Arbeiten im Nationaltheater \u00fcbernehmen\n solle.&nbsp;\n (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 21-22). <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Da Burnat keine\n anderen Anstellung findet, bewilligt ihm Friedrich Anton Freiherr von\n Heinitz zun\u00e4chst ab 1. Juni \u201eeine j\u00e4hrliche Unterst\u00fctzung von 300 Th. aus\n der Academischen Casse\u201c. Burnat soll daf\u00fcr \u201e<i>architektonische Zeichnungen und\n sonst n\u00fctzliches f\u00fcr die Kunst-Schulen<\/i>\u201c nach seinem Plan anfertigen. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 24) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Knapp einen Monat sp\u00e4ter, am\n 26. Juni, erk\u00e4rt sich Burnat bereit, der Akademie j\u00e4hrlich zwei\n \u201eArchitektonische Zeichnungen\u201c zu \u00fcbergeben und schl\u00e4gt vor, f\u00fcr die\n Kunstschulen zum Studium der antiken Form Konturzeichnungen antiker\n Ornamente nach Gipsabg\u00fcssen anzufertigen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt.\n III, Nr. 192, fol. 25) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Ende Juli wird dieser Vorschlag vom Kuratorium der\n Akademie genehmigt und zugleich festgelegt, da\u00df Burnat diese Zeichnungen\n \u201e<i>von Zeit zu Zeit dem Curatorium zu gedachtem Behuf ... \u00fcberreichen<\/i>\u201c wird.\n (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 26). Da Burnat von dieser Unterst\u00fctzung jedoch kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten kann,\n plant er, das Angebot seines Lehrers Pietro di Gonzaga anzunehmen und ihm\n nach St. Petersburg zu folgen.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1793<\/b> <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">In den \"Vorbegriffen zu einer Theorie der Ornamente\" von Karl Philipp Moritz wird ein Saal \"in dem Hause des k\u00f6niglichen Staatsministers Freiherrn von Heinitz\" beschrieben, \"<i>die Basreliefs sind von dem Rektor und Hofmahler Herrn Frisch, die Dekoration und Anordnung des Gnazen von dem Architekturmahler Herrn B\u00fcrnat<\/i>\". (Moritz, Vorbegriffe, S. 50-65).<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Burnat f\u00fchrt Dekorationsarbeiten im\n Kronprinzlichen Palais in Berlin aus. Am 18. Juni wendet sich&nbsp; Heinitz an den k\u00f6niglichen Kammerherrn und \"Directeur des spectacles\" Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Reck mit\n dem Vorschlag, Burnat mit einer zus\u00e4tzlichen Zahlung von \u201eeinigen 100\n Thalern\u201c aus der Opernkasse als k\u00fcnftigen Nachfolger Bartolomeo Veronas in\n Berlin anzustellen und dem K\u00f6nig nahe zu legen, \u201e<i>ihn vorerst mit einem\n j\u00e4hrl. Gehalt von 600 rthl. zum 2ten Opern-Decorateur zu bestellen<\/i>.\u201c (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 27-28)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Von der Reck antwortet am 23. Juni mit dem\n Vorschlag, k\u00fcnftig einen Teil der Operndekoration Burnat zu \u00fcbergeben und\n daf\u00fcr 300 oder 400 Taler aus der Opernkasse zu zahlen. Er weist darauf hin, da\u00df\n der Vertrag von Bartolomeo Verona als Dekorateur der K\u00f6niglichen Oper nicht\n besagt, da\u00df er die Arbeiten in der Oper allein ausf\u00fchren soll. (GStA, I. HA,\n Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 29)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der K\u00f6nig beschr\u00e4nkt sich am 28.\n Juli jedoch nur darauf, Burnat f\u00fcr die Fertigstellung der \u201el<i>\u00e4ngst\n versprochene(n) Zeichnung von der Erleuchtung der Peterskirche in Rom<\/i>\u201c 100\n Thaler aus dem Ausstellungsfond zu bewilligen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt,\n Abt. III, Nr. 192, fol. 33)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 4. Oktober infomiert der Architekt Michael\n Philipp Daniel Boumann den Minister von Heinitz\n dar\u00fcber, da\u00df er im Zuge der Errichtung des Potsdamer Stadttheaters Burnat\n bereits folgende Dekorationsarbeiten \u00fcbertragen habe: \u201e<i>1. den Platfond des\n Amphitheaters mit allegorischen Figuren 2. die Kappe und Ansicht des\n Proscenii 3) die Decke und W\u00e4nde in der K\u00f6ngl. Loge 4) die beyden Logen im\n Proscenio und 5) den Vorhang<\/i>\u201c. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol. 34)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Bei der Akademie-Ausstellung diesen Jahres\n pr\u00e4sentiert Brunat die 1792 entstandenen&nbsp; braun lavierten Zeichnungen: \u201eEingang in das\n Clementinische Museum\" und&nbsp; \"Die Haupttreppe im Clementinischen Museum\u201c in Rom - also die 1792 entstandenen Aufnahmest\u00fccke f\u00fcr die Akademie. <br>Au\u00dferdem f\u00fchrt der Katalog die Ausmahlung eines Saales im Wohnhaus von Heinitz mit einer Beschreibung der dargestellten antiken\n Mythologien an, die Burnat zusammen mit Johann Christoph Frisch geschaffen\n hat. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1793: 80, 81, S. 68-80, S.84,85). An der Ausstattung dieses Saales sind auch Hans Christian Genelli, Jakob Asmus Carstens und Schadow beteiligt.<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 11.\n November wenden sich Friedrich Anton Freiherr von Heinitz und Eberhard\n Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Reck gemeinsam an den K\u00f6nig mit\n dem Vorschlag, Burnat \u201e<i>s\u00e4mtliche DecorationsArbeiten<\/i>\u201c am Theaterneubau in\n Potsdam zu einem Jahresgehalt von 400 Th. zu \u00fcbertragen und ihn zum\n Nachfolger Bartolomeo Veronas zu ernennen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt.\n III, Nr. 192, fol. 35)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der K\u00f6nig genehmigt am 12. November den Auftrag zwar\n nicht f\u00fcr ein festes Gehalt sondern nur \u201e<i>gegen Bezahlung der jedesmaligen\n Arbeit<\/i>\u201c. Er genehmigt au\u00dferdem Burnats Ernennung zum 2. Operndekorateur und\n seine Mitwirkung \u201ea<i>n den gro\u00dfen Opern Decorations-Arbeiten<\/i>\u201c - vorausgesetzt,\n da\u00df Bartolomeo Verona einverstanden ist \u2013 lehnt jedoch seine Anerkennung als\n Nachfolger Bartolomeo Veronas ab. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr.\n 192, fol. 37). Ungeachtet dieser Anordnung wird Burnat sp\u00e4ter bei dem\n Potsdamer Theaterbau nur teilweise besch\u00e4ftigt.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1794<\/b> <br>Nachdem Friedrich Wilhelm II. die\n Ausmalung des Saals im Palais des Staatsministers Freiherrn von Heinitz bewundert hatte, wendet sich Heinitz bereits am \u00fcbern\u00e4chsten Tag, dem 20. Januar, an den\n K\u00f6nig mit der Bitte, Burnat aus der Theater-Casse 400 rthl zu \u00fcberweisen\n \u201e<i>damit der als ein erprobter geschickter K\u00fcnstler im Lande erhalten werden\n m\u00f6ge, und vorerst zu leben habe<\/i>.\u201c Burnat habe \u201e<i>sogar einen vortheilhaften\n Ruf nach Rusland ausgeschlagen<\/i>\u201c, um \u201e<i>sowohl der hiesigen Kunst academie,\n deren erster Eleve er ist, Ehre zu machen, als auch seinem Vaterlande in\n diesem Fach n\u00fctzlich zu sein<\/i>.\u201c (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol. 42)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der K\u00f6nig antwortet: \u201e<i>Bey der Oper bin ich\n hinl\u00e4nglich mit Malern versehen; Ich habe daher keine Gelegenheit den\n Decorateur Burnat dabey anzustellen<\/i>.\u201c Dieser solle statt dessen \u201e<i>bey der\n Mahler Akademie\u201c angestellt werden, wenn dort \u201eetwas vacant wird<\/i>\u201c. Burnat\n k\u00f6nne daher aus der Akademiekasse bezahlt werden. (GStA, I. HA, Rep 76 alt,\n Abt. III, Nr. 192, fol. 43)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Heinitz teilt Burnat mit, da\u00df er ab 1. Juni f\u00fcr das kommende Jahr 400 rthl. aus\n der Akademiekasse bekommen wird. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr.\n 192, fol. 35)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 8. Februar wendet sich Burnat mit dem Vorschlag an Heinitz, nach dem Vorbild der Mail\u00e4nder\n Kunstakademie \u201e<i>auch hier eine eigene Professur der Decorations Mahlerey als\n eines besondern Studii zu errichten, und mir diese Lehrstelle ... mit dem\n Predicat als Professor gn\u00e4digst zu \u00fcbertragen, wogegen ich mich verbindlich\n machen w\u00fcrde diejenigen Eleven der Akademie die sich das Fach der Decoration\n und Perspective widmen wolten, geh\u00f6rig in meinem Hause darin zu\n unterrichten<\/i>.\u201c (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 47) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am\n 3. M\u00e4rz ernennt der K\u00f6nig Burnat \u201e<i>zum Professor in der Architectur und\n Decorations-Mahlerey<\/i>\u201c an der Akademie mit einem j\u00e4hrlichen Gehalt 400\n Thalern. An die Haude- und Spenerschen und die Vossischen Zeitung ergeht das\n Inserat: \u201eE<i>s ist bey der Academie der bildenden K\u00fcnste und Mechanischen\n Wissenschaften eine eigene Lehr-Anstalt zum Studio in der\n Decorations-Mahlerey errichtet und der Hr. Decorations-Mahler und K\u00f6nigl. 2te\n Opern Decorateur Burnat als Lehrer bey dieser Anstalt mit dem Predicat als\n Professor angeordnet worden<\/i>\u201c. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol. 49-51) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Zu den ersten Sch\u00fclern Burnats geh\u00f6ren die \u201eEleven\u201c des\n K\u00f6niglichen Oberhofbauamtes, die von dem \u201eK\u00f6niglichen Geheimen Finanz Rath\n und Ober Hof Bau Amts Intendanten\u201c Michael Philipp Daniel Boumann\n vorgeschlagen wurden. F\u00fcr diese Initiative erh\u00e4lt Michael Philipp Daniel\n Boumann von Heinitz das Diplom eines\n ordentlichen Mitgliedes der Akademie. Boumann\n schl\u00e4gt daraufhin vor, sich mit der Bitte an den K\u00f6nig zu wenden \u201e<i>dem\n Professor Burnat f\u00fcr den, den Eleven der Ober Hof Bau Amts in der\n mechanischen Architektur und Decoration Zeichnen zu gebenden Unterricht\n gleich wie dem Hofbildhauer Schadow mit einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen fixirten\n Gehalt<\/i>\u201c aus dem \u201eOber Hofbau Amts Etat\u201c zu bezahlen. (GStA, I. HA, Rep 76\n alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 53-57) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Auf der Berliner Akademie-Ausstellung\n stellt Burnat zwei Arbeiten aus: die Zeichnung \u201e<i>Das Innere der St.\n Peterskirch zu Rom bei der Kreuz-Erleuchung am Charfreitag, nach der Natur\n gezeichnet und lavier<\/i>t\u201c und \u201e<i>Skizze eines theatralischen Vorhangs. Das\n Sujet davon ist die Belohnung der Verdienste<\/i>\u201c (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd.\n 1, 1794: 39,40)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1795<\/b> <br>Zusammen mit Peter Ludwig L\u00fctke\n gestaltet Burnat das Otaheitische Kabinett - ein Turmzimmer im Schl\u00f6\u00dfchen\n auf der Pfaueninsel - als Bambush\u00fctte mit Landschaftsausblick.&nbsp;<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 25. M\u00e4rz schreibt Rahel Varnhagen an Davit Veit; sie wolle im Sommer nach Rom reisen: \"<i>Mit einem Mann und seiner Frau, er ist K\u00fcnstler, Itali\u00e4ner, war lang in Rom und ganz Italien, spricht deutsch wie ich, die Frau ist jung h\u00fcbsch, simpel, musikalisch, er auch, ihn kenn' ich seit Kindheit und mit ihr bin ich sehr bekannt; wir bleiben nicht wie die Narren, wir bleiben ein Jahr. [...] Burnat hei\u00dft der Mann, er war schon lange in Rom, damals wie Moritz dort war<\/i>\". (Rahel Briefwechsel, Bd. VII,2, S. 86) Der Plan wurde nicht ausgef\u00fchrt.<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 1. April\n bewilligt der K\u00f6nig die Zahlung von 200 rthl. j\u00e4hrlich aus dem Bauetat an\n Burnat f\u00fcr die Unterrichtung der \u201eConducteurs und Eleven des K\u00f6nigl.\n Ober-Hofbau Amts.\u201c (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 59-60)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Dieses Gehalt gen\u00fcgt Burnat jedoch nicht, so da\u00df er wieder plant, zu Pietro\n di Gonzaga nach Petersburg zu gehen. Am 24. September wendet sich Friedrich\n Anton Freiherr von Heinitz daher an die Gr\u00e4fin Lichtenau, die auf ihrer\n Italienreise zu diesem Zeitpunkt in Pisa weilt. Er nimmt Bezug auf das\n wohlwollende Urteil, das sie vor ihrer Abreise \u00fcber die Arbeit von Burnat in\n ihren \u201esallons\u201c ge\u00e4u\u00dfert hatte, und bittet sie, den K\u00f6nig zu \u00fcberzeugen, da\u00df\n er den Maler \u201ec<i>omme Son Decorateur avec un salair fixe<\/i>\u201c anstellen und ihm\n die Dekoration des Potsdamer Stadttheaters anvertrauen m\u00f6ge. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am selben Tag\n fordet Heinitz den Geheimen Rat Bouman auf, den K\u00f6nig zu bewegen, da\u00df Burnat zun\u00e4cht \u201e<i>mit einem\n m\u00e4\u00dfigen Gehalt, als K\u00f6nigl. Decorateur engagiert, und ihm, neben dem Opern\n Decorateur Bartolomeo Verona ebenfalls eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Theil, der\n K\u00f6nigl. Decorations-Arbeiten, besonders in dem neuen Theater zu Potsdam\n \u00fcbertragen werden.<\/i>\u201c In diesem soll Burnat \u201ed<i>ie Ausmahlung des Platfons, des\n Vorhanges und die Decoration der Logen<\/i>\u201c \u00fcbernehmen. (GStA, I. HA, Rep 76\n alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 62)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1796<\/b> <br>Am 17. M\u00e4rz beauftragt ihn Michael\n Philipp Daniel Boumann<span style=\"\">&nbsp;<\/span> \u201e<i>zufolge der Entscheidung\n des K\u00f6niglichen W\u00fcrklichen Geheimen Cammeriers Herrn Ritz<\/i>\u201c mit folgenden\n Arbeiten f\u00fcr das Potsdamer Theater: \u201e<i>1. Eine sch\u00f6ner pr\u00e4chtiger Garten, 2.\n Ein Wald ... und 3. Eine l\u00e4ndliche Gegend, die durch Setz St\u00fccke auch zum\n Innern eines Dorfes und dergleychen ver\u00e4ndert werden kann<\/i>.\u201c Wenn Bartolomeo\n Verona, dem ebenfalls drei Dekorationsarbeiten \u00fcbertragen wurden, eher\n fertig wird, soll diesem die weitere Dekoration des Theaters \u00fcbergeben\n werden. Johann Friedrich Ritz habe dies \u201e<i>zur expressen Bedingung gemacht,\n vorz\u00fcglich um Wett Eyfer zu erregen<\/i>.\u201c (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III,\n Nr. 192, fol. 66) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Drei Tage sp\u00e4ter appelliert Friedrich Anton Freiherr von\n Heinitz an Johann Friedrich Ritz, da\u00df Burnat als \u201eEinl\u00e4nder\u201c und Absolvent\n der Kgl. Akademie allein schon aus patriontischen Gr\u00fcnden zu bevorzugen sei.\n Somit m\u00fcsse er die Dekorationsarbeiten im Potsdamer Theater ausf\u00fchren, da er\n \u201e<i>ein unbeg\u00fcterter Mann<\/i>\" ohne festes Gehalt sei, w\u00e4hrend \u201e<i>Bartolomeo Verona,\n als ein Ausl\u00e4nder, durch sein ansehnliches Gehalt, durch seine bisherigen\n gro\u00dfen ... Verdienste bey dem k\u00f6niglichen Opern Theater<\/i>\u201c weit bevorteilt sei. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 64) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Im\n Potsdamer Stadttheater f\u00fchrt Burnat schlie\u00dflich folgende Arbeiten aus: \u201e<i>die\n Malerei der Decke, und des Vorhangs, worauf man einen Tempel und im\n Hintergrund den Parna\u00df erblickt<\/i>\u201c (Rumpf, Berlin 1833, S. 15), sowie die\n Malerei der Logenb\u00fcstungen und W\u00e4nde. (Horvath, Potsdam 1798, S. 110) In dem\n 1796 erreichteten Anbau war er neben Bartolomeo Verona an den Ausmahlungen\n im \u201e<i>Maschinerietheater<\/i>\u201c beteiligt.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1797<\/b> <br>Am 11. M\u00e4rz wendet sich Friedrich Anton\n Freiherr von Heinitz an den neuen Direktor des K\u00f6niglichen Nationaltheaters\n August Wilhelm Iffland mit der Bitte Burnat, \u201e<i>der einzige Z\u00f6gling der Kunst\n Academie ..., der in dem Fache der Decoration Malherey etwas vorz\u00fcgliches\n leistet<\/i>\u201c, anstelle von Bartolomeo Verona, der bereits s\u00e4mmliche\n Dekorationsarbeiten \u201e<i>zum offenbaren Nachtheil des K\u00f6nigl. National Theater<\/i>\u201c\n ausf\u00fchrte, zu besch\u00e4ftigen. Er appeliert dabei an das gro\u00dfe Kunstverst\u00e4ndnis\n und \u201e<i>den r\u00fchmlichsten Patriotismus<\/i>\u201c August Wilhelm Ifflands, dem es ein\n Anliegen sein sollte, dem vielbesch\u00e4ftigten und inzwischen verm\u00f6genden\n Bartolomeo Verona gegen\u00fcber einen \u201eZ<i>\u00f6gling der Academie, der sich nicht nur\n auf Kosten seines Verm\u00f6gens, in Italien zu einem vorz\u00fcglich geschickten\n Decorations Maler gebilde<\/i>t\u201c und aus patriotischen Gr\u00fcnden lukrative Angebote\n aus dem Ausland abgewiesen habe, anzustellen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt.\n III, Nr. 192, fol. 67) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">August Wilhelm Iffland antwortet, da\u00df er diese\n Gesinnung zwar teile, jedoch durch den Vertrag, den sein Vorg\u00e4nger mit\n Bartolomeo Verona geschlossen hatte, gebunden sei. (GStA, I. HA, Rep 76 alt,\n Abt. III, Nr. 192, fol. 69) Auf der Berliner Akademie-Ausstellung zeigt\n Burnat in diesem Jahr:<br>- \"Zwey gro\u00dfe Zeichnungen zweyer theatralischen\n Vorh\u00e4nge, von eigener Erfindung: Die Schule der Trag\u00f6die und Com\u00f6die im\n Tempel des Apoll\" (dazu Beschreibung). \"<i>Dieser Vorhang ist vom Hrn. Prof. Burnat f\u00fcr das\n K\u00f6nigl. Neue Stadttheater zu Potsdam angefertigt und ausgef\u00fchrt worden<\/i>.\"<br>- Die Belohnung des Verdienstes ... Dieser Vorhang ist ebenfalls von demselben\n f\u00fcr ein hiesiges Privattheater angefertigt und ausgef\u00fchrt worden.\u201c\n (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1, 1797: 27,28) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Nach dem Tod Friedrich Wilhelms\n II. wendet sich Burnat am 23. Dezember 1797 mit dem Gesuch an den K\u00f6nig\n Friedrich Wilhelm III, ihm k\u00fcnftig gem\u00e4\u00df der Kabinettsorder von 12.11.1793\n s\u00e4mtliche Dekorationsarbeiten am Potsdamer Stadttheater zu \u00fcbertragen und\n ihn zum Dekorateur des Nationaltheaters in Berlin zu berufen. Drei Tage\n sp\u00e4ter beschlie\u00dft der K\u00f6nig, da\u00df Burnat sich selbst sowohl an das Potsdamer\n Theater, als auch an August Wilhelm Iffland wenden soll. Friedrich Anton\n Freiherr von Heinitz teilt August Wilhelm Iffland daraufhin am 28.12. mit,\n da\u00df er nun nicht mehr an den Vertrag seines Vorg\u00e4ngers mit Bartolomeo Verona\n gebunden sein und daher Burnat als \u201e<i>ersten und einzige(n<\/i>)\u201c Absolventen der\n Berliner Akademie \u201ein diesem Fach\u201c mit der Dekoration beauftragen k\u00f6nne.\n (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 74)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1798<\/b><br>August Wilhelm Iffland antwortete\n Friedrich Anton Freiherr von Heinitz am 2. Januar, da\u00df er aus finanziellen\n Gr\u00fcnden den Vertrag mit Bartolomeo Verona aufrecht erhalten wolle. Trotz dem\n er eine Besch\u00e4ftigung Burnats w\u00fcnsche, w\u00fcrde er Bartolomeo Verona ungern\n entlassen, da er aufgrund seiner guten Erfahrungen \u00fcber ihn \u201e<i>keine Klagen zu\n machen h\u00e4tte<\/i>\u201c. Wegen des guten pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisses zu Bartolomeo\n Verona sei es ihm lieber, wenn sich Friedrich Anton Freiherr von Heinitz und\n Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Reck beim K\u00f6nig um\n Burnats Anstellung am Nationaltheater bem\u00fchen w\u00fcrden. (GStA, I. HA, Rep 76\n alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 75-78)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Daraufhin informieren Friedrich Anton\n Freiherr von Heinitz und Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von\n der Reck am 18. M\u00e4rz den K\u00f6nig, da\u00df der Vertrag mit Bartolomeo Verona am\n 1.7.1792 ohne Endtermin abgeschlossen wurde, und zwar nachdem sich Friedrich\n Anton Freiherr von Heinitz am 12. 3.1792 f\u00fcr die Anstellung Burnats anstelle\n von Bartolomeo Verona bei der Dekoration des K\u00f6niglichen Nationaltheaters\n eingesetzt hatte. Sie stellen fest, da\u00df Bartolomeo Veronas Monopolstellung\n bei der Ausf\u00fchrung von Dekorationsmalerei in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden, die ihm\n einen Jahresverdienst von 3-5000 rthl. verschaffe, \u201e<i>zum Nachtheil anderer\n K\u00fcnstler und der Kunst selbst<\/i>\u201c sei und den \u201e<i>gerechten und landesv\u00e4terlichen\n Absichten<\/i>\u201c des K\u00f6nigs entgegen stehe. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III,\n Nr. 192, fol. 83)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der K\u00f6nig veranla\u00dft daraufhin eine Nachfrage, die August\n Wilhelm Iffland am 23. M\u00e4rz mit dem Hinweis beantwortet, da\u00df Bartolomeo\n Verona schnell und brilliant arbeite, seit sieben Jahren mit den\n Theaterr\u00e4umlichkeiten vertraut sei \u201e<i>und dem Staat nur wenig koste<\/i>\u201c. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 88) Vor allem aus Kostengr\u00fcnden\n best\u00e4tigt der K\u00f6nig daher am 25. M\u00e4rz Bartolomeo Veronas Position und\n erkl\u00e4rt, da\u00df er sich f\u00fcr Burnats Besch\u00e4ftigung nicht mehr zust\u00e4ndig f\u00fchle,\n sondern dies als Aufgabe von Friedrich Anton Freiherr von Heinitz und\n Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Reck betrachte. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 87)<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 24. Mai erkundigt sich\n Burnat bei Friedrich Anton Freiherr von Heinitz, ob die Akademie ihm die\n Rahmen und die Gl\u00e4ser zu seinen im vergangenen Jahr abgelieferten beiden\n Zeichnung erstatten w\u00fcrde und klagt, da\u00df \u201e<i>der seit langer Zeit g\u00e4nzliche\n Mangel an Verdienst<\/i>\u201c seine Existenz immer \u201emehr untergr\u00e4bt und sie w\u00fcrklich\n ganz zu zerr\u00fctten droht.\u201c (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol.\n 90). Nach der Begutachtung der von Burnat eingereichten Zeichnung mit der\n Darstellung des \u201e<i>Inneren der Petri Kirche zu Rom bey Erleuchtung des\n Kranzes<\/i>\u201c ordnet Friedrich Anton Freiherr von Heinitz am 28. Mai die\n Erstattung dieses Betrages an. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol. 91) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Auf der Berliner Akademie-Ausstellung ist Burnat in diesem Jahr mit\n der Arbeit vertreten: - Das Innere der Peterskirche zu Rom mit der\n Kreuzeserleuchtung an den beiden Abenden vom gr\u00fcnen Donnerstag und\n Charfreitage. Eine gro\u00dfe Zeichnung in Aquarell Manier. (B\u00f6rsch-Supan,\n Kataloge, Bd. 1, 1798: 16) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am 11. September \u00fcbergibt Burnat der Akademie die\n \u201e<i>Zeichnung vom Innern der St Petri Kirche zu Rom bey Erleuchtung des\n Kranzes<\/i>\u201c. Am n\u00e4chsten Tag bem\u00fcht sich Friedrich Anton Freiherr von Heinitz\n bei dem Grafen Carl George Heinrich von Hoym darum, Burnat mit den\n Dekorationsarbeiten im Schauspielhaus in Breslau zu beauftragen. Hoym\n antwortet eine Woche sp\u00e4ter, da\u00df er Burnat der Theaterdirektion empfohlen\n habe, das Geld f\u00fcr neue Dekorationen aber knapp sei. (GStA, I. HA, Rep 76\n alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 92-94)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1799<\/b> <br>Zu Beginn des Jahres hat Burnat wieder\n eine Gelegenheit, Friedrich Wilhelm III. einige seiner Arbeiten zu zeigen.\n Durch die positive Resonanz des K\u00f6nigs ermutigt, wendet er sich am 29. M\u00e4rz\n mit einem Hilferuf an ihn, in dem er \u00fcber die Erfolglosigkeit seiner\n Bem\u00fchungen um Auftr\u00e4ge berichtet. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der\n K\u00f6nig reicht das Gesuch am 16. April mit der Bemerkung an Friedrich Anton\n Freiherr von Heinitz, er k\u00f6nne nichts f\u00fcr Burnat tun, und schl\u00e4gt vor, da\u00df\n er vielleicht an \u201e<i>der neuen BauAcademie<\/i>\u201c angestellt werden k\u00f6nne. (GStA, I.\n HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 95-96) Heinitz antwortet mit einem\n ausf\u00fchrlichen Gesuch in Burnats Angelegenheiten. Er betont dem K\u00f6nig\n gegen\u00fcber, da\u00df Burnat \u201e<i>nach einem beynahe 3j\u00e4hrigen Stillstande in seinem\n Fache<\/i>\u201c nicht durch eine Anstellung in der Bauakademie, sondern nur \u201e<i>durch\n seine wirkliche practische Besch\u00e4ftigung im Fache der Decorations Mahlerey<\/i>\u201c\n geholfen werden k\u00f6nne. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Da er ohne diese M\u00f6glichkeit auch die Akademiesch\u00fcler\n nicht mehr entsprechend in ausbilden k\u00f6nne, sei nicht nur diese \u201e<i>gut\n besetzte Lehranstalt<\/i>\u201c in ihrer Existenz gef\u00e4hrdet, sondern die Zukunft der\n Dekorations- und Theatermalerei in der Residenz \u00fcberhaupt, da es keine\n Nachfolger f\u00fcr Bartolomeo Verona g\u00e4be. Er schl\u00e4gt vor, entweder Burnat ab 1.\n Juni beim Berliner Nationaltheater anzustellen, oder ihm aus der Kasse\n dieses Theaters 500 rth. zu zahlen, damit er zu seinem Lehrer Pietro di\n Gonzaga nach St. Petersburg reisen k\u00f6nne. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Der K\u00f6nig entscheidet am 4. Mai,\n Burnat f\u00fcr seine Reise nach St. Petersburg 500 rthl aus der\n Nationaltheaterkasse zu zahlen - unter der Voraussetzung, da\u00df Burnat\n jederzeit bereit ist, bei Bedarf nach Preu\u00dfen zur\u00fcckzukehren. (GStA, I. HA,\n Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol. 98) <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Am selben Tag ist Burnats\n Anstellungsbeginn in den Personalakten des K\u00f6niglichen Nationaltheaters\n verzeichnet. (Personalakten, Staatstheater, I. HA, Rep. 119 \/ 52 \/ M 501)\n Offenbar gibt es jedoch Schwierigkeiten mit den Formalit\u00e4ten dieser Reise,\n denn am 12. September teilt Burnat Heinitz mit,\n da\u00df sich Pietro di Gonzaga vergeblich um einen Reisepa\u00df f\u00fcr ihn bem\u00fchte, da\n dieser nur \u00fcber den preu\u00dfischen Gesandten in St. Petersburg zu bekommen sei.\n Er bittet Heinitz in dieser Frage um\n Unterst\u00fctzung.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1800<\/b> <br>Da Burnat nicht wie geplant im Fr\u00fchjahr\n nach St. Petersburg reist, bem\u00fcht sich Friedrich Anton Freiherr von Heinitz\n am 3. Juli. bei Eberhard Friedrich Christoph Ludwig Freiherr von der Reck\n darum, da\u00df er die Dekorationen f\u00fcr den n\u00e4chsten Karneval ausf\u00fchren kann.\n Mit dessen Unterst\u00fctzung wendt sich Friedrich Anton Freiherr von Heinitz am\n 21. Juli an den K\u00f6nig, der am 28.7 daf\u00fcr seine Genehmigung erteilt. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol.) Von 1800 bis 1806 erh\u00e4lt Burnat\n mehr und mehr Dekorationesauftr\u00e4ge f\u00fcr die Auff\u00fchrungen an der K\u00f6niglichen\n Oper in Berlin.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1801 <\/b><br>Anfang des Jahres wird Burnat f\u00fcr sechs\n Monate nach Danzig berufen, um f\u00fcr das neu erbaute Stadttheater \u201e16\n Dekorationen und ein Vorhang\u201c zu malen. Am 13. Februar schl\u00e4gt er dem\n Kuratorium der Akademie vor, \u201e<i>die Accad. Eleven\u201c auf seine Kosten\n mitzunehmen, um sie dort \u201ein der Practischen DecorationsMahlerey zu\n unterrichten<\/i>\u201c. Daf\u00fcr wird ihm am 22. Februar die Zustimmung erteilt. (GStA,\n I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol.) Die folgenden\n Dekorationsauftr\u00e4ge erh\u00e4lt er nun vom Freiherrn von der Eberhard Friedrich\n Christoph Ludwig Freiherr von der Reck, dem Intendanten der K\u00f6niglichen Oper\n in Berlin.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1802<\/b> <br>Auf Vorschlag von Eberhard Friedrich\n Christoph Ludwig Freiherr von der Reck genehmigt der K\u00f6nig am<span style=\"\"> <\/span>27. M\u00e4rz, da\u00df Burnat zur Vorbereitung von\n \u201e<i>Auff\u00fchrungen franz\u00f6sischer Ballets<\/i>\u201c beim n\u00e4chsten Karneval mit der\n \u00dcberpr\u00fcfung des \u201e<i>Machinen Wesens und der Dekoration<\/i>\u201c beauftragt wird und zu\n diesem Zweck zusammen mit dem Balettmeister Lauchery eine Studienreise nach\n Paris unternehmen soll. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Die Akademie, die diese Reise mit 300 Thalern mit\n finanziert, gibt Burnat einen umfangreichen Fragenkatalog mit, der die\n gegenw\u00e4rtigen Verh\u00e4ltnisse an der Academie des Beaux Arts und in den\n \u201e<i>Porzellan- und Steingutfabriquen<\/i>\u201c, sowie die zeitgen\u00f6ssische Architektur\n betrifft. Er soll dar\u00fcber hinaus f\u00fcr die Berliner Akademie einen\n \u201eComissionair\u201c zur Vermittlung preisg\u00fcnstiger Kunstank\u00e4ufe finden und die\n j\u00e4hrliche Unterhaltskosten f\u00fcr einen Stipendiaten aus Berlin ermitteln.\n (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192, fol.)<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Burnat trifft sich in Paris unter anderem mit dem Kupferstecher <!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->Jean-Jacques\nFran\u00e7ois Tassaert, wie aus einem Brief des letzteren vom 22. Dezember 1804 an Johann Gottfried Schadow hervorgeht (vgl. Eintrag zu Tassaert). Burnat informiert sich auch \u00fcber Restaurationstechniken, wie Verweise auf sein Wissen zu diesen Dingen in den Protokollen der Senatssitzungen belegen (Vgl. den Eintrag zum Restaurator Beckely, unter 1806).<br><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1803<\/b> <br>Burnat liefert die meisten Dekorationen\n f\u00fcr die Kgl. Oper, darunter f\u00fcr die Oper \u201e<i>Der Zauberwald und Jerusalems\n Befreiung<\/i>\u201c von Vincenzo Righini zum Karneval.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1804<\/b> <br>Burnat wird \u201e<i>Veronas Nachfolger an der\n Oper<\/i>\u201c (Schadow, Kunstwerke und Kunstansichten, Berlin 1987, Bd. 2, S. 324).\n Im Auftrag des K\u00f6niglichen Stadttheaters in Posen malt er Dekorationen, zu\n deren Aufstellung er sich im Juni\/ Juli in Posen aufh\u00e4lt. Der Staatsminister\n Karl August Freiherr von Hardenberg, der die \u201e<i>sch\u00f6nen Decorations-Mahlereyen\n \u2026 selbst mit Vergn\u00fcgen gesehen<\/i>\u201c hat, erteilt ihm zu dieser Reise\n bereitwillig seine Zustimmung, da sie \u201e<i>zum Nutzen der vaterl\u00e4ndischen Kunst\n und \u2026 zur Verpflanzung eines bessern Geschmacks \u2026 in der dortigen Gegend\n gewi\u00df beitragen<\/i>\u201c werde. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192,\n fol.)<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1806<\/b> <br>Mit der Aufl\u00f6sung der italienischen\n Oper wird Burnat wieder arbeitslos.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1808<\/b> <br>Bei der Akademie-Ausstellung ist Burnat\n mit sechs Aquarellen vertreten: <br>- Ansicht des Inneren der Peterskirche\n in Rom bei der Kreuzerleuchtung am Charfreitage.<br>- Ansicht von der\n Peterskirche, dem vatikanischen Palaste, der Engelsbr\u00fccke und Engelsburg in\n Rom, vom Ufer der Tiber genommen. <br>- Ansicht von dem Tempel des Aeskulap\n und seinen Umgebungen im Garten der Villa Borghese in Rom.<br>- Innere\n Ansicht der Haupttreppe des Vatikanischen Museums in Rom. <br>- Innere Ansicht\n des Haupteinganges zum Museum des Vatikans in Rom. <br>- Innere Ansicht einer\n Katakombe, im antiken Styl komponiert. (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1,\n 1808: 56-61)<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1811<\/b> <br>Burnat wird neben Bartolomeo Verona als\n Dekorateur des Nationaltheaters mit einem festen Gehalt von 1600\n Reichstalern eingestellt.<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1812<\/b><br>Laut Adresskalender wohnt Burnat in der Leipziger Str. 86.<br><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1813<\/b> <br>Nach Bartolomeo Veronas Tod ist Burnat\n f\u00fcr kurze Zeit der einzige Dekorateur der K\u00f6niglichen Schauspiel.<\/p><b>1815<\/b> <br><div><!--<div-->Der neue ernannte\n Intendant der K\u00f6niglichen Schauspiele Karl Friedrich Moritz Paul von Br\u00fchl\n ersetzt Burnat durch Karl Friedrich Schinkel. Burnat versucht sich gegen\n diese Zur\u00fccksetzung durch einen gegen das Theater angestrengten\n Gerichtsproze\u00df zu wehren.<br><div><br><b>1817<\/b><!--<div--><br>Am 28. Januar stirbt der \u201e<i>Professor\n f\u00fcr Dekorationsmalerei und K\u00f6nigl. Dekorateur Burnat<\/i>\u201c in Berlin. Schadow\n vermerkt dazu: \u201e<i>Burnat, der Operndekorateur, der einen bessern Stil\n einf\u00fchrte, hinterlie\u00df weder so gro\u00dfes Verm\u00f6gen noch wurde er im Leben so\n hoch gepriesen als sein Vorg\u00e4nger Bartolomeo Verona<\/i>.\"&nbsp; (Schadow, Kunstwerke und Kunstansichten, Berlin 1987, Bd. 1, S.\n 119)\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><o:p><b>Beate Schroedter\/Claudia Sedlarz, 2008<\/b><br><\/o:p><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><o:p>F\u00fcr Hinweise auf den Taufschein Burnats und die Portr\u00e4ts seiner selbst und seiner Frau danken wir der Nachfahrin Burnats, Monika Rohde.<br><\/o:p><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Literatur:<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">- M\u00fcller, Ingvelde: Der Theaterdekorateur\n Bartolomeo Verona. Dissertation, Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Berlin,\n 1945<\/p>\n\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\">- Horvath, Carl Christian: Potsdams\n Merkw\u00fcrdigkeiten beschrieben, und durch Plans und Prospekte erl\u00e4utert,\n Potsdam 1798, S. 111\/112<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">- Briefwechsel zwischen Rahel und David Veit, Tle 1 und 2, Leipzig 1861, in: Rahel Varnhagen: Gesammelte Werke, hg. v. Konrad Feilchenfeldt u.a., M\u00fcnchen [2004].<br><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Quellen:<br>Geheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192<br>Acta betreffend die, dem in Rom studirenden jungen Burnat, bewilligte Unterst\u00fctzung 1787 und de\u00dfen nachherige Ernennung zum Professor in der DecorationsMahlerey 1788-1809.<br><br>Geheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz I. HA, Rep. 119 \/ 52 \/ M 501<br><br><\/p><\/div><\/div>","genealogie":"Gro\u00dfv\u00e4ter: Giorgi Francesco Burnat, Saarlouis\nGiovanni Tordeli, Vico Pisano\n\nverheiratet mit Franziska Friedel, Operns\u00e4ngerin\nSchwiegersohn: Friedrich Wilhelm Lemm\n\nWir bedanken uns f\u00fcr diese Angaben bei der Nachfahrin Burnats Monika Rohde.","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":"Geheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 192 Acta betreffend die, dem in Rom studirenden jungen Burnat, bewilligte Unterst\u00fctzung 1787 und de\u00dfen nachherige Ernennung zum Professor in der DecorationsMahlerey 1788-1809.\n\nGeheimes Staatsarchiv Preu\u00dfischer Kulturbesitz I. HA, Rep. 119 \/ 52 \/ M 501"}}