
{"meta":{"meta-title":"Carl Wilhelm Kolbe sen. < Personen","meta-description":"Carl Wilhelm Kolbe sen. < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/897","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/897","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Carl Wilhelm Kolbe sen."},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/897","text":"Carl Wilhelm Kolbe sen."}]},"data":{"id":897,"zusatz_id":897,"meta":{"meta-title":"Carl Wilhelm Kolbe sen. < Personen","meta-description":"Carl Wilhelm Kolbe sen. < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/897","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/897"},"title":"Carl Wilhelm Kolbe sen.","nachname":"Kolbe sen.","vorname":"Carl Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"20.11.1757","geburtsort":"Berlin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"13.01.1835","sterbeort":"Dessau","sterbeland":null,"berufe":["Zeichner","Radierer","Sprachwissenschaftler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/626\" class=\"link-hover text-primary\">Daniel Nikolaus Chodowiecki (Maler, Radierer, Kupferstecher)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><div><div><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cbk-stud%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cbk-stud%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><b>1759&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br>Karl Wilhelm Kolbe, der sogenannte \"<i>Eichen-Kolbe<\/i>\" (um ihn von seinem gleichnamigen<br>Neffen zu unterscheiden) wird in Berlin als neuntes Kind des Goldstickers und<br>Tapetenmachers Christian Wilhelm Kolbe (1715-1800) geboren. Seine Mutter Anne, eine<br><\/div><div>geborene Rollet, stammt aus einer Hugenottenfamilie. Sein genaues Geburtsdatum ist<\/div><div>unbekannt. Die Taufe findet am 9. November statt.<br><br><\/div><div>Kolbe w\u00e4chst in bescheidenen famili\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen auf, besucht jedoch die franz\u00f6sische Gelehrtenschule unter Jean Pierre E(h)rman, seine Muttersprache war franz\u00f6sisch. \"<i>Mein \u00e4sthetisches Gef\u00fchl hat sich gleichsam in franz\u00f6sischer Luft entfaltet.<\/i>\" (Kolbe 1812).<br><\/div><div><br><\/div><div><b>1779&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/div><div>Er erh\u00e4lt auf Empfehlung seines ehem. Lehrers E(h)rman erh\u00e4lt ein Stellenangebot als Franz\u00f6sischlehrer am Dessauer Philantropin, dessen Leiter Christian Heinrich Wolke ist.<b><br><br>1780<br><\/b>Aufnahme der T\u00e4tigkeit als nichtakademischer Lehrer in Dessau. Diese unklare Stellung, sowie vermutlich finanzielle Engp\u00e4sse, zwingen Kolbe, sich nach Ver\u00e4nderung umzusehen.<br><br><div><b>1782<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/div><div>Am 10. April Aufnahme einer T\u00e4tigkeit als Sekret\u00e4r des Ministers Friedrich Wilhelm Graf von Schulenburg-Kehnert in Berlin, wo ihm schon bald die B\u00fcroarbeit unertr\u00e4glich wird. Er korrespondiert erneut mit Dessau zwecks einer R\u00fcckkehr an das Philantropin. Nach Auseinandersetzungen mit dem Minister kehrt er im August nach Dessau zur\u00fcck.<br><br><div><b>1784&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Im M\u00e4rz unterrichtet er erneut als Franz\u00f6sisch- und Zeichenlehrer am Dessauer Philantropin. Er unternimmt mit seinen Sch\u00fclern ausgedehnte Spazierg\u00e4nge in die Natur.<br><br><div><b>1789<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Begegnung mit Daniel Chodowiecki, dem angeheirateten Onkel Kolbes, als dieser Dessau<br>besucht. Kolbe schickt ihm mehrere seiner Zeichnungen nach Berlin. Chodowiecki ermuntert Kolbe und stellt die ihm zugesandten Werke auf den Berliner Akademieausstellungen der \u00d6ffentlichkeit vor (\"<i>Vier mit der Feder gezeichnete Landschaften<\/i>\", B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1, 1789: 130). Kolbe fasst den Entschluss, sich von nun an ganz der Kunst zu widmen.<br><br><div><b>1789&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/div><div>Am 5. September Mitteilung an die Direktion des Philantropins \u00fcber die Aufnahme eines Kunststudiums in Berlin.<br><br><div><b>1790&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Im Fr\u00fchjahr besucht Kolbe als Quereinsteiger mit guten Vorkenntnissen kurz drei Grundklassen im Zeichnen (GStPK I. HA Rep. 76 alt III, Nr. 100) und nimmt dann sein Studium in der Gipszeichenklasse von Asmus Jakob Carstens auf, wo er \"<i>als b\u00e4rtiger Drei\u00dfiger mitten unter einem Schwarme zehnzw\u00f6lfj\u00e4hriger Knaben<\/i>\" (Kolbe 1825, S. 6) sitzt. Tats\u00e4chlich waren die meisten Mitsch\u00fcler Kolbes in den Zwanzigern, da Kolbe keinen Elevenstatus besa\u00df und auch fortgeschrittene Kurse neben den Grundklassen besuchte. Au\u00dferdem durfte er auf Antrag seines Onkels Chodowiecki kleinere Gips-Abg\u00fcsse mit nach Hause nehmen, um schneller voran zu kommen (GStPK Nr. 41 S. 102 u. 107).<br><br>Kolbe pr\u00e4sentiert im September 1790 graphische Bl\u00e4tter auf der Akademie-Ausstellung. Er erh\u00e4lt bei einer \u00f6ffentlichen Sitzung der Akademie den 2. Preis f\u00fcr eine Zeichnung nach dem Kopf des Herkules Farnese, welcher ihn unter anderem&nbsp; zur Teilnahme an der Aktzeichenklasse berechtigt. Kolbe absolviert mehrere Kurse in den ersten beiden Semestern, f\u00fcr die normalerweise drei Jahre vorgesehen sind.<br><br>Beteiligung an der ersten Kunstausstellung der K\u00f6niglichen Akademie der bildenden K\u00fcnste und mechanischen Wissenschaften (als Sch\u00fcler), Aufnahme eines Nebenerwerbs aus finanziellen N\u00f6ten als Franz\u00f6sischlehrer und \"<i>dritter Vorsteher<\/i>\" der ersten Berliner Handelsschule, welche von Friedrich Schulz (1753-1817) gegr\u00fcndet wurde. Beitrag an der Schrift von Carl Spazier \u201eBeitr\u00e4ge zur Erziehung und Bildung des Kaufmanns (...)\u201c. Aufgrund des Nebenerwerbs kann Kolbe nur noch einen Kurs pro Semester belegen, n\u00e4mlich den des Aktzeichnens. (Kolbe 1825, S. 8) Im Sommersemester besuchte er wieder die Gipsklasse bei Carstens.<br><br><div><b>1791\/1795&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Teilnahme an der Aktzeichenklasse im WS 1791\/92. In den kommenden drei Semestern ist Kolbe f\u00fcr keinen Kurs an der Akademie eingetragen, vermutlich unternimmt er w\u00e4hrend dieser Zeit seine ersten autodidaktischen Radierversuche (Kolbe 1825, S. 7; dazu Martens 1976, S. 13). Erst im WS 1793\/94 ist wieder eine Teilnahme am Aktzeichnen vermerkt, diesmal mit einer Beurteilung: \"<i>Zeichnet sehr gut, hat Talent und Flei\u00df<\/i>\" (GStPK Nr. 101, 1793\/94 fol. 13v.-14). Au\u00dferdem erh\u00e4lt er eine Ausgabe der gerade erschienenen \"<i>G\u00f6tterlehre<\/i>\" von Karl Philipp Moritz (GStPK Nr. 78, fol. 48r, Liste der Sch\u00fcler, an die das Buch verschenkt werden sollte). Ein nachhaltiger Einfluss zumindest dieses Werkes auf Kolbe ist anzunehmen (Briefe an Bolt; vgl. Sedlarz, in C. W. Kolbe d. \u00c4., S. 5f.) Der letzte Unterrichtsbesuch Kolbes an der Akademie fiel in das Wintersemester 1794\/95. Zu dieser Zeit muss Johann Wilhelm Meil eine Bemerkung gemacht haben, an welche Kolbe sich in seiner Autobiographie \"<i>mit Vergn\u00fcgen erinnert<\/i>\": \"[E]<i>s ist Zeit, dass Sie die Akademie verlassen; Sie k\u00f6nnen hier nichts mehr lernen<\/i>\" (Kolbe 1825, S. 6). Die anderen Akademiemitglieder teilen diese Meinung.<br><br><b>1794<\/b><br>Meil jun. kauft 15 Landschaften Kolbes f\u00fcr die Berliner Akademie an (GStA PK I. Rep. 76 alt III Nr. 42, fol. 38).<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"15 verschiedene Kupferbl\u00e4tter von eigner Erfindung unter derselben Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1794:151).<br><br><div><b>1795&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Kolbe verl\u00e4sst die Akademie. Er nimmt ein Angebot des F\u00fcrsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau an, im Herbst in Dessau Lehrer an der noch zu gr\u00fcndenden Kunstschule f\u00fcr Handwerker zu werden. Die Gr\u00fcndung verschiebt sich und Kolbe wird Lehrer f\u00fcr Franz\u00f6sisch und Zeichnen an der Dessauer Hauptschule, die Nachfolgeeinrichtung des Philanthropins. Den Franz\u00f6sischunterricht gibt er sp\u00e4ter auf, den Zeichenunterricht f\u00fchrt er bis zu seiner Pensionierung 1828 weiter. <br><br>Es existiert ein ausf\u00fchrlicher Briefwechsel zwischen Kolbe und Bolt, so dass Kolbe auch w\u00e4hrend seiner Abwesenheit in Berlin weiterhin \u00fcber das dortige Kunstgeschehen informiert blieb. Ein immer wiederkehrendes Thema ist auch Kolbes desolater Gesundheitszustand (Kolbe an Bolt, Dessau, November 1795, ZA StMPK S. 47ff.).<br><br><div><b>1795&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Am 26. November Aufnahme in die Berliner Kunstakademie als ordentliches Mitglied. Kolbe hatte diese Aufnahme selbst angeregt (Briefwechsel mit Bolt), um den Dessauer F\u00fcrsten f\u00fcr sich einzunehmen. Die Aufnahme zeigt seine hohe Wertsch\u00e4tzung unter den Berliner Akademikern.<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Zwei und zwanzig Bl\u00e4tter Landschafts-Figuren und Viehst\u00fccke, unter einer Nummer\", \"Drei Bl\u00e4tter mit schwarzer Kreide gezeichnete Landschaften, unter einer Nummer\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1795:244.245).<br><br><div><b>1796<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>In Dessau wird die \"<i>F\u00fcrstlich Anhalt-Dessauische Chalcographische Gesellschaft<\/i>\"&nbsp; gegr\u00fcndet. Kolbe war einer der K\u00fcnstler, die daf\u00fcr vorgesehen waren, f\u00fcr die Chalcographische Gesellschaft zu arbeiten (Martens 1976, S. 15). Aufgrund von Uneinigkeiten \u00fcber die Techniken der Drucke, Kolbe zog die traditionelle Druckgraphik der neueren Technik vor, blieben gr\u00f6\u00dfere Auftr\u00e4ge der Gesellschaft aus. Kolbe ver\u00f6ffentlicht seine erste Folge von Radierungen \"<i>49 Blaetter groestentheils Landschaftlichen Inhalts<\/i>\", es folgen bis 1799 zwei weitere Hefte.<br><br><b>1797<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Eine gro\u00dfe Landschaft von eigner Erfindung, mit der Feder gezeichnet\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1797:46).<br><br><div><b>1798&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>F\u00fcrst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau verleiht Kolbe den Titel des Hofkupferstechers.<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Radierungen nach eigenem Entwurf: \"Eine gro\u00dfe Landschaft mit der Unterschrift: Pal\u00e4mons Eiche\", \"Eine kleinere\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1798:48.49).<br><b><br><\/b><div><b>1800&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Ausstellung von 97 Bl\u00e4ttern Druckgrafiken unterschiedlicher Formate in Magdeburg. 1801 auf der dritten Magdeburger Kunstausstellung zeigt Kolbe sein erstes monumentales Kr\u00e4uterst\u00fcck \"<i>Et in Arcadia ego<\/i>\" (Kat. Nr. 63).<br><br><div><b>1805&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Kolbe reist auf Einladung der Familie Gessner nach Z\u00fcrich, um sich dort mit der Herstellung von Druckplatten zu besch\u00e4ftigen, f\u00fcr die Reproduktion von Gouachen aus dem Nachlass Salomon Gessners in Radierungen. Dieser Aufenthalt zieht sich nach zweimaliger Verl\u00e4ngerung auf drei Jahre hin und z\u00e4hlt laut Kolbe \"<i>zu den seligsten meines Lebens<\/i>\" (Kolbe, 1825 S.8).<br><br><div><b>1806&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Publikation Ludwig Heinrich Ferdinand Oliviers \"<i>Orthoepigraghisches Elementarwerk<\/i>\" in Dessau, zu welchem Kolbe mehrere Illustrationen beigesteuert hat.<br><br><div><b>1806\/1809<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Kolbes Schrift (2 B\u00e4nde) \"<i>\u00dcber den Wortreichtum<\/i> [...]\" erscheint anonym in Leipzig.<br><br><div><b>1808&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>R\u00fcckkehr aus Z\u00fcrich nach Dessau.<br><br><div><b>1809&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Kolbes Schrift \"<i>\u00dcber Wortmengerei, Sprachreinheit und Sprachreinigung<\/i> [...]\" wird in Berlin ver\u00f6ffentlicht. Damit erlangt Kolbe den Ruf eines Sprachwissenschaftlers, dessen Besch\u00e4ftigung mit der Sprache auf dem sich entwickelnden Nationalgedanken basiert \u2013 die deutsche Sprache als Grundlage f\u00fcr einen deutschen Nationalstaat.<br><br><div><b>1810&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Verleihung des Doktorgrades der philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Halle f\u00fcr Kolbes Publikationen.<br><br><b>1812<\/b><br>Zweite Auflage \"<i>\u00dcber Wortmengerei<\/i> [...]\".<br><br><div><b>1814&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Ernennung zum Mitglied der K\u00f6nigsberger Deutschen Gesellschaft.<br><br><div><b>1815&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Erscheinen der zweiten \"<i>Neue Sammlung Radirter Bl\u00e4tter<\/i>\", Aufsatz \"<i>Noch ein Wort \u00fcber Sprachreinheit<\/i> [...]\".<br><br><div><b>1818\/1820&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Weitere sprachwissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen in Berlin und Dessau.<br><br><div><b>1820-1821&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>3. und 4. \"<i>Neue Sammlung Radirter Bl\u00e4tter<\/i>\".<br><br><div><b>1823&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>3. Auflage \"<i>\u00dcber Wortmengerei<\/i> [...]\", Herzog Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau gew\u00e4hrt Kolbe Unterst\u00fctzung in Form von Speisen, als er von Kolbes schlechtem Gesundheitszustand h\u00f6rt.<br><br><div><b>1825&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Bei Reimer erscheint \"<i>Mein Lebenslauf<\/i> [...]\" sowie die 5. und 6. Lieferung der \"<i>Neuen Sammlung Radirter Bl\u00e4tter<\/i>\".<\/div><div>Es befinden sich: \"<i>Waldlandschaft mit Felsen und See<\/i>\", Feder- und Pinselzeichnung, im BMPK Kupferstichkabinett (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1, S. 208). Im BMPK Kupferstichkabinett f\u00fcnf Federzeichnungen Kolbes jedoch ohne Datierung: \"<i>Auenlandschaft mit Eichen. Rechts J\u00fcnglinge und Kinder im Wasser. Im Hintergrunde ein Rundtempel<\/i>\", \"<i>Auenlandschaft. Im Vordergrunde zwei liegende Wildschweine<\/i>\", \"<i>Auenlandschaft<\/i>\" (hier nur der Vordergrund ausgef\u00fchrt, auf der R\u00fcckseite befindet sich die Zeichnung einer \"<i>Waldlandschaft, Tanne und Eichenstamm<\/i>\"), und \"<i>Waldlandschaft mit Satyr-Herme. Vorn rechts am Wasser: Schaf und zwei Rinder<\/i>\" (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1, S. 208).<br><b><br><\/b><div><b>1828&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Kolbe wird aus dem Schuldienst auf dessen Antrag entlassen, wegen \u201eGeh\u00f6rlosigkeit, die in v\u00f6llige Taubheit \u00fcberzugehen droht\u201c (Kolbe an Herzog Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau, 22.5.1828).<br><br><div><b>1835&nbsp;&nbsp;<\/b>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/div><div>Am 10. Januar stirbt Kolbe in seiner Wohnung in Dessau. Unter dem Titel \"<i>C.W. Kolbe's Nachgelassene Radierungen<\/i>\" erscheinen in Berlin posthum noch 6 Bl\u00e4tter mit Landschafts- u. Kr\u00e4uterstudien.<br><br>Zeitlebens geht C. W. Kolbe nie eine Ehe ein, und er bezeichnet sich in Briefen oft als depressiv und kr\u00e4nkelnd.<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><br>","genealogie":"Vater: Gold-Sticker Friedrich Wilhelm Kolbe, der eine Tapetenfabrik in Compagnie mit Chodowiecki\nMutter, eine geborene Raullet, deren Schwester Elisabeth die Pathin meines Vaters und meiner Schwester war.\nzwei T\u00f6chter u. vier S\u00f6hne:\nSchwester Caroline - Gro\u00dfmutter von Pauline Kolbe\ndie andere Schwester, deren Vornamen uns nicht mehr erinnerlich ist, war die Gattin des Stadtraths Barthelmy;\nder \u00e4lteste Bruder Wilhelm Isaac war Director der Ver(see)handlung;\nder zweite Bruder Johann, Goldsticker, Gro\u00dfvater von unserem Vetter Theodor\nder dritte Christian Friedrich, Kaufmann, war mein Vater; -\n\nvgl. 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