
{"meta":{"meta-title":"Abraham Abramson < Personen","meta-description":"Abraham Abramson < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/908","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/908","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Abraham Abramson"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/908","text":"Abraham Abramson"}]},"data":{"id":908,"zusatz_id":908,"meta":{"meta-title":"Abraham Abramson < Personen","meta-description":"Abraham Abramson < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/908","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/908"},"title":"Abraham Abramson","nachname":"Abramson","vorname":"Abraham","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1754","geburtsort":"Potsdam","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"23.07.1811","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Medailleur"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/19\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde (gegr\u00fcndet: 29.01.1792 aufgel\u00f6st: 25.11.1935)<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/912\" class=\"link-hover text-primary\">Daniel Friedrich Loos (Medailleur, Stempelschneider)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n  <b>1754<br><\/b>Abraham Abramson wird als \u00e4ltester Sohn des Berliner Medailleurs Jacob Abraham in Potsdam geboren. (Der eigentliche Geburtsname lautete vermutlich Abraham Jacobson, da die Namensgebung nach dem Vater in j\u00fcdischen Kreisen allgemein \u00fcblich war. Abraham Abramson hat sich sp\u00e4ter bewu\u00dft f\u00fcr den Nachnamen \"Abrahamssohn\" entschieden, woraus schlie\u00dflich die Schreibweise \"Abramson\" resultierte.)<b> <\/b>(Hoffmann, S. 17)<br><b><br>Vor 1771<br><\/b>Erster Unterricht bei seinem Vater, sp\u00e4ter auch Zeichen- bzw. Modellierunterricht an der Berliner Akademie der K\u00fcnste bei dem Bildhauer Jean-Pierre-Antoine Tassaert. (Akl)<b><br><\/b>Abramson hat r\u00fcckblickend auf seine Ausbildungszeit vor allem die Rolle seines Vaters betont. (Hoffmann, S. 17)<b><br><br>1771<br><\/b>Abramson wird als Assistent seines Vater an der Berliner M\u00fcnze eingestellt. (Akl) Dieser hatte hier von 1750 bis 1753 und von 1760 bis zu seinem Tod im Jahr 1800 eine Stellung als K\u00f6nigl. Medailleur und Stempelschneider inne. Die Assistenzstelle, die frei geworden war, weil Nils (Nikolaus) Georgii in der M\u00fcnze bef\u00f6rdert worden war, sollte jedoch urspr\u00fcnglich mit einem franz\u00f6sischen oder englischen K\u00fcnstler besetzt werden. Die Vereidigung findet am 17. Oktober statt. (Hoffmann, S. 17)<b><br><br>1774 bis 1784<br><\/b>Eine Serie von Medallien mit Gelehrtenportraits erscheint (Moses Mendelssohn, Jean Henry Samuel Formey, Johann Georg Sulzer, Karl Wilhelm Ramler, Johann Joachim Spalding, Johann Albrecht Euler, Christoph Martin Wieland, Andreas Sigismund Marggraff, Friedrich Heinrich Wilhelm Martini, Johann Bernoulli, Gotthold Ephraim Lessing, Imanuel Kant, &lt;Vorname unbekannt&gt; Wei\u00dfe). Die Entw\u00fcrfe gehen haupts\u00e4chlich auf Ramler zur\u00fcck (Hoffmann, S. 19), die Medaille mit Wieland m\u00f6glicherweise auf eine Portraitzeichnung Goethes. (Akl)<br><br>Rezension der Gelehrtenportraits in \"<i>Neue Bibliothek der sch\u00f6nen Wissenschaften und der freyen K\u00fcnste<\/i>\": \"<i>Ein Sohn des K\u00f6nigl. Medailleurs Jacob Abraham, ein junger K\u00fcnstler,\n der den edlen Ehrgeitz hat, sich in seiner Kunst \u00fcber das Mechanische\nzu erheben, hat sich vorgenommen, um seinem Talente mehrere Gelegenheit\nzur Ausbildung zu verschaffen, nach und nach auf die besten K\u00f6pfe\nDeutschlands Schaum\u00fcnzen zu verfertigen, und jeden derselben durch das\nVortreflichste seiner Werke, auf welche sich sein Ruhm gr\u00fcndet, zu\ncharakterisiren<\/i>.\" (S. 331) Hoffmann vermutet, da\u00df die anonaym erschienene Rezension vermutlich von <br><br>Zudem fertigt Abramson zahlreiche Medaillen mit historischen Darstellungen an (u.a. Darstellungen zu K\u00f6nigsgeburtstagen, hohen Staatsbesuchen etc.).<b><br><br><br><br><br>1776?<br>Zusammen mit seinem Vater fertigt Abramson eine Gedenkm\u00fcnze f\u00fcr den Schauspielers Johann Franz Brockmann an, der auf seiner Reise nach Wien ein Gastspiel in der Berliner Schauspielgesellschaft gab und in der Rolle des Hamlets einen sensationellen Erfolg feierte (neben der Gedenkm\u00fcnze entstand zur gleichen Zeit ein Kupferstich von Daniel Chodowiecki).<br><br>1777<br>Medaille auf den Bau der K\u00f6niglichen Bibliothek in Berlin.<br><br>1778<br>Medaille anl\u00e4\u00dflich der Aufr\u00fcstung der preu\u00dfischen Truppen.<br><br>1779<br>Medaille auf den Teschener Frieden.<br><br>1780<br><\/b>Der Schriftsteller Heinrich Sander sucht auf Empfehlung Karl Wilhelm Ramlers im September Abramson auf und berichtet dar\u00fcber in seiner \"Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien [...]\" : \"Abramson, Sohn eines Juden aber im culto externo nicht Jude, noch jung und ledig, [...] der wackere K\u00fcnstler ist willens, eine - Reise zu machen.\" (Sander: 2. Bd., S. 184)<br><br>In Berlin erscheint ein gedrucktes Verzeichnis mit den Gelehrtenportraits Abramsons. \u201eDieses f\u00fchrt die von seinem Vater und ihm geschaffenen Medaillen leider nur insoweit auf, als sie damals noch k\u00e4uflich vorhanden waren.\u201c Ein Exemplar des Verzeichnis befindet sich in der Bibliothek von Breslau. (Hoffmann, S. 19)<br>Eine Aufz\u00e4hlung der Reihe, inklusive Beschreibung befindet sich in Friedrich Nicolais Beschreibung der K\u00f6niglichen Residenzst\u00e4dte, 1786, S. 22.<b><br><br>1782<br><\/b>Abramson \u00fcbernimmt neuerlich die Stelle von Georgii, der inzwischen wieder nach Stockholm zur\u00fcckgekehrt ist. Die Bestallung vom 20. August vermerkt ein Gehalt von 600 Rtlr, sieht aber auch vor, da\u00df Abramson nicht nur als Medailleur sondern auch als Stempelschneider arbeiten soll, um so seinem Vater verst\u00e4rkt zur Hand gehen zu k\u00f6nnen. (Hoffmann, S. 17)<br>[\"In der Bestallung vom 20. August 1782, die Abramson von den 600 Rtl. Gehalt des verabschiedeten Georgi 300 Taler als 'Pension' ab Trinitatis zubilligt, (...).\"]<br>(contra: Akl gibt Gehalt von 300 Reichstalern an)<br><br>Medaille anl\u00e4\u00dflich des 71. Geburtstages des K\u00f6nigs.<b><br><br>1783<br>Preismedaille anl\u00e4\u00dflich der Einf\u00fchrung des Seidenanbaus in Preu\u00dfen.<br><br>1785<br>Am 24. Juni \u00fcbersendet Abramson an die Berliner Loge zu den drei Weltkugeln vier aus Wachs bossierte Medaillons, die im Folgejahr bei der Berliner Akademieausstellung gezeigt werden. (Hoffmann, S. 18)<br><br>Medaille anl\u00e4\u00dflich des Todes von Herzog Leopold von Braunschweig.<br><br>1786<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Funfzehn silberne Medaillen in einem Rahmen: auf den Teschner Frieden, auf die Versch\u00f6nerung der Geb\u00e4ude, auf den Herzog Ferdinand v. Braunschweig, auf den Herrn von Budberg in Riga, auf das neue Gesetzbuch, auf ebendasselbe, gr\u00f6\u00dfer, auf Ihro Majest\u00e4t die K\u00f6niginn, auf den Herzog Friedrich v. Braunschweig, auf den Geheimen Rath Daries, auf den Herrn Probst Spalding, auf den Professor Sulzer, auf den Herrn Professor Ramler, auf Moses Mendelson, auf Lessing, auf Daniel Bernoulli\", \"Vier Medaillons in Rothwachs bossirt, in einem Rahmen: Herzog Friedrich von Braunschweig, Herr Kammerrath W\u00f6llner, Herr Maior Marschall von Bieberstein, Herr Generalchirurgus Theden.\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1786:243.244)<br><br>Besichtigung der Dresdner M\u00fcnze.<br><b><br>1787<br><\/b>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"In Wachs possirte Bilder. 1.) Ein Familienst\u00fcck von vier Personen. 2.) Se. Maj. die verwitwete K\u00f6nigin. 3.) Se. K\u00f6nigl. Hoh. der Prinz von Preu\u00dfen. 4.) S.K.H der Prinz Ludwig von Preu\u00dfen. 5.) S. Excellenz Freiherr von Heinitz. 6.) S. Exell. der Herr Graf von Herzberg. 7.) Herr Geh. Finanzrath von W\u00f6llner. 8.) Herr Rittmeister von Massow. 9.) Herr Canzler von Hoffmann. 10.) Herr Director Rode. 11.) Herr Rector Chodowiecki. 22.) [sic!] Herr Professor Ranmler [sic!]. 13.) Herr Hofmahler Frisch. 14.) Herr Hofbildhauer Tassaert. 15.) Herr Cabinetsrath M\u00fcller. 16.) Herr Geheimrath Formei. 17.) Herr Hofrath Gleditsch. 18.) Demoiselle Tassaert. 19.) Demoiselle R-m\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1787:384)<br><br>24. Mai: Abramson reicht an der Akademie seinen Reiseplan ein, der zwei Tage sp\u00e4ter von Heinitz genehmigt werden. (Hoffmann, S. 22)<br>[22. Juni: \"Da S: K\u00f6nigl. Maj: dem Medailleur Abrahamson erlaubt haben eine DreyJ\u00e4hrige Kunst reyse vorzunehmen, und ihm zum behuf desselben den Genu\u00df seines Gehalts bey der K\u00f6nigl. M\u00fcnze gelassen haben, so wird derselbe aus der academischen Casse noch eine J\u00e4hrliche Beyh\u00fclfe von 100 th. w\u00e4hrend dieser drey Jahre erhalten, und ist ihm von S. Excellenz dem Chef der Academie eine Instruction gegeben worden wie er sich auf seiner reyse dem Zweck desselben gem\u00e4\u00df zu verhalten hatt.\" (GStA PK I. HA Rep 76 alt III Nr. 9, fol. 38v?)]<br><br>Brief vom 24. Juli an den Artillerie-Leutnant Pl\u00fcmicke, f\u00fcr den Abramson eine Jubelmedaille f\u00fcr die Loge zu den drei Weltkugeln anfertigt: \"Meine Begierde zu Reisen ist so gro\u00df, da\u00df mir jeder Augenblick zur Stunde wird.\"<b><br><br>1788<br><\/b>Abramson beginnt erstmals nach eigenen Entw\u00fcrfen zu arbeiten. (TB)<b><br><br>1787 bis 1791<br><\/b>Am 22. Juni wird Abramson ein Stipendium f\u00fcr eine dreij\u00e4hrige Studienreise bewilligt. Er reist \u00fcber Dresden, Prag und Wien nach Italien (Venedig, Bologna, Rom, Neapel, Florenz, Turin), Genf, Lyon, Paris, London (um dort \"den wahren Mechanismus und vor allem Maschinen kennenzulernen\"). In Venedig wird Abramson zum Ehrenmitglied der Malerakademie ernannt. [In Florenz ebenfalls. (Meusel: S. 3)]<br>Abreise: 24. Juli 1787; 26. Juli Ankunft Dresden; 17. August Ankunft Prag, 25. August Abreise nach Wien; 8. Oktober Ankunft in Wien. Abramson verfasst hier einen ersten Reisebericht \u2013 Geh. Staatsarchiv Tit. VI 12 \u2013 an Heinitz. Dieser reagiert in seinem Antwortschreiben vom 7. November ungehalten auf den Bericht, da er der Ansicht ist, Abramson widme seine Zeit zu sehr der Besichtigung von Gem\u00e4lden, Denkm\u00e4lern und Architektur als dass er sich auf sein Fach konzentriere. Im Oktober Besichtigung der Wiener M\u00fcnze (der Bericht hier\u00fcber datiert auf den 1. Januar 1788 und ist mit zahlreichen technischen Details und Zeichnungen ausgestattet; dem Bericht sind zwei Reliefe mit zwei Portraits des Generalfeldmarschalls Laudon beigef\u00fcgt; ebenso die beiden Wachsreliefe mit Darstellungen von Anakreon und Sappho sowie der silberne und f\u00fcr eine Dose bestimmte Kopf, die bei der Akademieausstellung von 1788 gezeigt werden).<br>In Wien nimmt Abramson Unterricht bei Franz Doman\u00f6ck sowie bei Lampi, Schmutzer, Zauner und Hagenauer. (Hoffmann: S. 22ff.)<br>&lt;ADB und Akl erw\u00e4hnt w\u00e4hrend dieser Reise eine Beeinflussung oder Anregung der Reise durch F. Doman\u00f6ck, J.B. Hagenauer und A. Trippel&gt;<br><b><br>1788<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Zwey K\u00f6pfe in Basrelief von Wachs bo\u00dfirt\", \"Ein in Silber geschnittener Kopf\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1788:394.395).<br>[26.7(?): \"wenn die Akademie Correspondenten in Rom, Neapel, Paris, London Wien pp. Welche K\u00fcnstler sind, oder Kunstkenntnisse besitzen zu verpflichten? Gelegenheit finden k\u00f6nnte, so w\u00fcrde man das Magazin von Kunstsachen in Berlin wie ein Depot zusammentragen, und es der M-S. inserieren. Doch m\u00fc\u00dfte den Correspondenten es zur Pflicht gemacht werden, monathlich 1 Brief zu senden, wann es den xxx? des Comittierten leidet, Durch Herren Puhlmann k\u00f6nnte die Correspondenz von Rom und Neapel verschafft - durch den jungen Tassaert jene von London, oder durch wen es sey, gef\u00fchrt werden, F\u00fcr Paris wei\u00df ich keine Vorstellung [?]\u2013 f\u00fcr Wien ist Abramson nicht tauglich genug.\" (GStA PK I. HA Rep 76 alt III Nr. 327, fol 27r)]<br><br>Im Juli sendet einige Zeichnungen, eine Allegorie in Wachs auf Theden, drei K\u00f6pfe in Silberstift und noch verschiedene Medaillons in Gips ein. W\u00e4hrend Rode die Allegorie als die beste der vorgelegten Arbeiten bezeichnet, wird sie von Chodowiecki umfassend kritisiert.<br><br>1789<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Verschieden Medaillons in Gips:<br>\"Eine sitzende Minerva\", \"Eine stehende Minerva\", \"Ein Genius der K\u00fcnste\", \"Kopf eines Kindes\", \"Die sitzende Minerva in Wachs\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1789:242-246).<br>Der Genius wird mit Ausnahme von Frisch, heftig und teilweise unsachlich von Chodwiecki und den Meils beurteilt.<br><br>Am 14. Mai Reisebereicht aus Venedig. Mitte Mai Weiterreise nach Florenz. (Hoffmann, S. 25)<br><br>Ehrenmitglied an der Accademia delle Scienze in Florenz (Hoffmann, S. 44).<br><br>1790<br>Im Januar trifft Abramson in Rom ein. In einem Brief von Heinitz (Ende Januar) empfiehlt dieser, sich an Albert Hamerani zu halten, was Abramson jedoch ablehnt, da er die Qualit\u00e4ten des \"K\u00fcnstlers\" in Frage stellt (dieser ist eigentlich nur Medaillenh\u00e4ndler), woraufhin er von Heinitz und M\u00f6lter heftig abgewiegelt wird. (Hoffmann: S. 25)<br><br>In Rom Freundschaft mit Trippel. (Hoffmann: S. 26)<br><br><br>Im Mai berichtet Friedrich Rehberg in seinen Rapports \u00fcber die preu\u00dfischen Stipendiaten: \"Der Herr Abramson hat unter sechs K\u00f6pfen nach der Antike, den Aristomachus Socrates, und Homer, in bas relief, in der Gr\u00f6\u00dfe eines Zolls, vollendet, die drey andern ebenfalls schon beynahe fertig und einige andre, gr\u00f6\u00dfer zum Studio als die Juno u. den Apollo angefangen.\" (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 19, fol. 104)<br>Im November \"Die Medaille welche der Hr. Abramson entworfen stellt die gehorsame Liebe, mit der Inschrift Amor obediens vor. Venus zeigt dem Amor das Bild der Minerva, nach welchem er greift. Die andere Seite wird die ungehorsame Liebe vorstellen, da Amor das Bild der Minerva&nbsp; von sich wirft und nach Spielsachen greift. Das Portrait ist ganz in Geschmack der Altern, sehr wohl geraten.\" (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 19, fol. 118)<br><br>Ein Zuschuss , den Abramson von der Berliner Akademie erbeten hatte, wird abgelehnt. (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 113)] [\u00c4hnlich wie bei Trippel hatte Abramson in Rom keinen Absatz, weshalb er, da die ihm nur 400 Taler zur Verf\u00fcgung standen, um eine weitere Unterst\u00fctzung bat. Im Herbst erkrankt Abramson und bittet erneut um einen Zuschu\u00df, der ihm abermals verwehrt wird. (Hoffmann: S. 27)]<br><br>[Am 22. Mai erh\u00e4lt Abramson freien Unterricht an der Berliner Akademie. (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 54)]<br><br>[Aus Rom sendet Abramson&nbsp; die in Rehbergs Bericht genannten \"sechs K\u00f6pfe nach Antiken\" an die Akademie, die mit dieser Arbeit \"zufrieden\" ist. (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 66)]. Hoffmann schreibt, da\u00df bei dieser Sitzung noch ein Brief Hameranis verlesen worden sei, in dem dieser selbst klar stellt, da\u00df er kein K\u00fcnstler sei. Die sechs K\u00f6pfe werden von der Akademie gelobt. (Hoffmann: S. 26)<br><br>1791<br>Abramson entwirft einige Medaillen \"nach eigener Erfindung\". Rehberg berichtet im Mai \"Das Modell des Hrn. Abramson stellt den Hercules vor, welchen Minerva mit sich gen Himmel hebt.\" Abramson w\u00fcrde demn\u00e4chst abreisen. (GStA, I. HA, Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 19, fol. 131f.)<br><br>[26. M\u00e4rz: \"das Schreiben des Herrn Abramson sub no: 68 soll den n\u00e4chsten Sonnabend wieder vorgenommen da des Herrn Curatoris Excellenz die von dem Abramson eingeschickte Medaille mit heraufzubringen vergessen hatte\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 161)]<br>[2. April: \"ad 6. wird die Abramsonsche Medaille in n\u00e4chster Session beurtheilt, und als dann, wegen der von ihm zur Zur\u00fcckreise nachgesuchte Unterst\u00fctzung in Beschluss gefasst werden.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 163)]<br>[9. April: \"ad 4.&nbsp; de vorigen Protocolli ist endlich die Abramsonsche Medaille beurtheilt, und mit Fleis gearbeitet befunden worden, das Herr Curatoris Excellenz haben gn\u00e4digst zu verf\u00fcgen geruht, da\u00df dem Abramson, zu seiner R\u00fcck-Reise 40 Rthlr. aus der M\u00fcntz=Casse bezahlt werden sollen\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 166)]<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>Sechs in Wachs modellierte K\u00f6pfe:<br>\"a.) Plato. b.) Sokrates. c.) Homer. d.) Demostheus. e.) Diogenes. f.) Aristomachus\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1791:74)<br><br>R\u00fcckkehr nach Berlin. Hierf\u00fcr muss Abramson abermals um Geld bitten. Am 9. April werden ihm auf k\u00f6niglichen Befehl 40 Rtlr. aus der Hauptm\u00fcnzkasse gew\u00e4hrt. Laut eines Dankesbriefes von Abramson, datiert auf dem 30. April, will er am 14. Juni Rom verlassen und \u00fcber Florenz, Mailand, Augsburg, N\u00fcrnberg und Leipzig nach Preu\u00dfen zur\u00fcckkehren, andere Quellen sprechen daf\u00fcr, da\u00df Abramson bereits im Mai wieder in Berlin ist (Hoffmann: S. 27f.)<br><br>1792<br>[25. Februar: \"Die Idee des H. Abramson zu einer Medaille bey der Acquisition von Anspach und Bayreuth sind dem H. Hofrath Moritz hingegeben worden um ratione der Inscriptionen sein Gutachten abzugeben.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 261)]<br>[Abramson an Heinitz, Berlin, 19.6.1792:<br>Hatte Jettons&nbsp; f\u00fcr die Akademie angefertigt, hofft auf Aufnahme unter ihre \u201ew\u00fcrklichen\u201c Mitglieder.<br>[Abraham Abramson, Potsdam 1754 \u2013 1811 Berlin] (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 171)]<br>Am 23. Juni 1792 wird Abramson auf eigenes Gesuch zum au\u00dferordentlichen Mitglied der Akademie der K\u00fcnste in Berlin ernannt. Das Rezeptionsst\u00fcck, das er wie jeder K\u00fcnstler zur Aufnahme in die Akademie abzugeben hat, ist die Vorlage zu einem Jetton f\u00fcr die Akademie. Von nun an beteiligt sich Abramson regelm\u00e4\u00dfig an den Ausstellungen der Akademie. [Abramson ist der erste Jude, der an der Akademie aufgenommen wurde. (Hoffmann: S. 44)]<br>[23. Juni: ad Nro 124. die Stimmen, \u00fcber das Aufnahme Gesuch des Herrn Abramson getheilt. Einige H. Mitglieder fanden seine Arbeit an dem neuen Academischen Jetton, Beyfalls werth, andere nicht. Indessen wurde durch Stimmen Mehrheit beschlossen, den H. Abramson zu seiner Aufmunterung vorerst als au\u00dferordentliches Mitglied aufzunehmen und ihn das gew\u00e4hliche Diplom dar\u00fcber aus zu fertigen.<br>H. Abramson verehrt dagegen, der Academie, den Stempel des gedachten Jettons als Receptions St\u00fcck, welchen also H. Eckert von demselben in Empfang zu nehmen und im academischen Inventario einzutragen hat. (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 291)]<br>[\"Expediatur, Berlin 25.6.1792:<br>Ausfertigung eines Patents als au\u00dferordentlichem Mitglied f\u00fcr den Medailleur Abramson<br>Inserat f\u00fcr die Sonnabendszeitung:<br>Bekanntmachung der Ernennung Abramsons zum au\u00dferordentlichen Mitglied der Akademie.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 171)]<br><br>Abramson tritt der \"Gesellschaft der Freunde\" bei.<br><br>Wegen der Huldigungsmedaille der fr\u00e4nkischen F\u00fcrstent\u00fcmer Mitgliedschaft an der Kopenhagener Akademie (Hoffmann: S. 44). [eigentliche Aufnahme erfolgte jedoch sp\u00e4ter]<br><br>1793<br>Hochzeit mit T\u00e4ubchen Jonas Hertz aus Potsdam. [nach dem Register der Berliner J\u00fcdischen Gemeinde verm\u00e4hlte sich Reb Abraham ben Jacob Pach mit T\u00e4ubchen Jona Potsdam am 18. Cheschwan 5554 (Hoffmann: S. 43)]<br><br>[2. Februar: \"die Idee des Medailleur Abramson zu der neuen Praemien=Medaille, Sub nro 13. gehet, bis all dasfalsige Vorschl\u00e4ge beysamen sind, ad colligenda.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 352)]<br>[16. Februar: \" ad 4. desselben wegen Anfertigung der neuen Prei\u00df=Medaille f\u00fcr Handwerker, Hr. Puhlmann aufgetragen, mit dem p. Abramson sich wegen Ausf\u00fchrung der von ihm, Hr. Puhlmann in Vorschlag gebrachten Idee zusammen zu thun, und wie solches geschehen, dem Senate hiern\u00e4chst Anzeige zu thun.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 356)]<br>[2. M\u00e4rz: \"ad Nro 1 desselben, wegen der Prei\u00df Medaille f\u00fcr Handwerker auf die desfalsige Anzeige Hr. Hofraths Puhlmann vom 19. v. M. beschlossen, da\u00df der Medailleur Abramson das fertige Modell von der Figur des Genisus innerhalb 14. Tagen, dem Senat zur Beurtheilung vorlegen und da\u00df als denn auch der Punckt wegen der Umschrift regulirt werden soll.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 358)]<br>[16. M\u00e4rz: \"ad Nro 1. bemerckt, da\u00df der p. Abramson mit dem versprochenen Modell des Genius zur Prei\u00df=Medaille f\u00fcr Handwerker, annoch im R\u00fcckstand sey; weshalb derselbe an baldige Ablieferung desselben erinnert werden soll.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 364)]<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Eine Allegorie in wachs moduliert, vorstellend wie die Minerva den Herkules zu den G\u00f6ttern f\u00fchrt, mit der Umschrift: Apotheosis Herculis\", Zwei Allegorien, ebenfalls in Wachs, wovon die erste die tugendhafte Liebe folgendergestalt vorstellt: Die Mutter zeigt dem Kinde das Bild der Weisheit, selbiges wirft sein Spielzeug zu Boden, und bittet um Weisheit, mit der Umschrift: l'Amore Virtuoso. Auf der zweiten hat die Mutter dem Kinde den Bogen genommen, empfiehlt ihm die Weisheit, das Kind hingegen hat keinen Willen dazu, und beweint den Verlust seines Bogens, mit der Umschrift: l'Amore Vizioso\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1793:293-295)<br><br>1793-1800<br>Auf Grund seiner finanziellen Situation mu\u00df Abrahmson zahlreiche Privatauftr\u00e4ge annehmen: es entstehen Medaillen f\u00fcr zahlreiche Berliner Pers\u00f6nlichkeiten: Heyn, M\u00f6llendorf, Itzig, Markus Herz, G\u00fcnther, Heinitz, Struensee, Oelrichs, R\u00fcchel und Schulenburg (Hoffmann: S. 28).<br><br>1794<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein Portrait in Wachs\", \"Ein genius der Zeichenkunst opfert an dem Piedestal einer B\u00fcste, auf welchem man zwei Parcen, die den Lebensfaden spinnen, in halb erhobener Arbeit sieht\", \"Das Modell zur Belohnungsmedaille der K\u00f6nigl. Akademie der bildenden K\u00fcnste\", \"Eine Allegorie, die Vereinigung der Philosophie und Arzneikunst vorstellend, mit der Umschrift: Aesculapii Palladisque vis unita fortior\", \"Eine Allegorie. Minerva, die sich von Wolken herabl\u00e4\u00dft, legt auf einen Altar an welchem ein Nahmenszug eingegraben ist, zwei Kr\u00e4nze. Am Fu\u00dfgestell desselben sieht man die Rockenstange, das Bild des h\u00e4uslichen Flei\u00dfes, und ein Buch mit der Aufschrift: Emile, an ein junges B\u00e4umchen angelehnt, ein Bild der Erziehung, mit der Umschrift: Meiner Gespielin. Im Abschnitt: der Freundschaft geweiht\", \"Ein Herkules Musagetes, welcher sich mit der einen Hand auf die Leier st\u00fctzt, und in der andern eine Krone h\u00e4lt\", \"Ein Portrait\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1794:234-240)<br>[1. November: \"auf das Gesuch des Medailleur Abramson, Mahler Daebes und Mahler Hoffmann wegen einer Verg\u00fctigung ihrer aus gestellten Sachen, desgleichen auf den Vorschlag des p. Puhlmann und H. Rector Berger den Eleven Geisler und Nettling aus dem Ausstellungsfonds etwas flie\u00dfen zu lassen, soll bey Vertheilung der AusstellungsGelder R\u00fccksicht genomen werden.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 490)]<br>[\"Berlin, 26.1.1794, Protokoll einer Sitzung von Subskribenten, u. a. Rode, Frisch, Puhlman, Schadow, Berger, gez. Moelter: Pr\u00e4gung einer Medaille auf Heinitz: avers stellt die Genien der bildenden K\u00fcnste dar, \"welche die Opfer Schaale in der Hand haben, auf einen Altar der Dankbarkeit, neben dem Fu\u00df Gestell, worauf die Buste S. Excellenz befindlich ist, opfert. Am Postament sollen die beyden Parzen Clotho und Lachesis angebracht werden, welche den Lebensfaden S. Excellenz zu verl\u00e4ngern scheinen.<br>Der Revers soll blos ein eine kurze pa\u00dfende Inschrift im Lapidarischen Styl enthalten, welche so wol auf obige allegorische Vorstellung Bezug hat, als auf den Tag der Geburth S. Excellenz angiebt\". Bestimmung der Gr\u00f6\u00dfe der Medaille. Zur allegorischen Darstellung fertigte Rode eine Zeichnung an. Anfertigung der Medaille durch den Medailleur Abramson. \u00dcberreichung der Medaille am 14. Mai 1794, Ausf\u00fchrung: 1 Exemplar in Gold, 12 in Silbe. Beitrag der Teilnehmenden: 1 Friedrich d'Or bei 24 Teilnehmern\" (Quellenangabe?)]<br><br>Zusammen mit seiner Frau, der ersten Frau Schadows (geb. Devidels), seiner Schwester Luise sowie dem Ehepaar Schlegel auf der Zeichnung \"Kaffeevisite\" von Schadow festgehalten.<br><br><br>1795<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Das Bildni\u00df S. K. Maj. des jetzt regierenden K\u00f6nigs in Karniol geschnitten, nebst einem Abdruck davon\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1795:179)<br>[10. Januar: \"auf das Gesuch des Medailleur Abramson, Mahler Daebes und Mahler Hoffmann wegen einer Verg\u00fctigung ihrer aus gestellten Sachen, desgleichen auf den Vorschlag des p. Puhlmann und H. Rector Berger den Eleven Geisler und Nettling aus dem Ausstellungsfonds etwas flie\u00dfen zu lassen, soll bey Vertheilung der AusstellungsGelder R\u00fccksicht genomen werden.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 502)]<br>[21. M\u00e4rz: \"Auf das Antwortschreiben des Herrn Geheimen Etats-Ministri von Voss, Excellenz, vom 3n. d. M. dem Medailleur Abramson, die ihm nun mehro zugestandene Befreyung von Entrichtung der Paraphen-Abgabe, bekandt gemacht, und Se. Excellenz von Voss f\u00fcr die desfalssige gef\u00e4llige Nachricht verbindlichst gedankt werde.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 510)]<br>[21. M\u00e4rz: \"Auf den Vorschlag dH. Berger haben Se. Hochfreyherrliche Excellenz bewilliget, da\u00df der kunstbefli\u00dfene Kolbe die gr\u00f6\u00dfere, und der angehende Kupferstecher Koehler die kleine abramsons. Medaille zur Aufmunterung erhalten sollen.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 511)]<br><br>\"Ideen zu einer Geschichte der M\u00fcnzkunst\":<br>\"[...] in wie fern man dem Geschmacke der Neuern auf M\u00fcnzen folgen k\u00f6nne, ohne das Gro\u00dfe und Edle der Alten aus den Augen zu setzen.\" (Hoffmann: S. 44). Das Manuskript ehemals in der Bibliothek der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste.<br><br>1796<br>[3. September: \"Auch sollen die Herrn Medailleurs Loos und Abramson, aufgefordert werden, die in dem verflosssenen Jahre von ihnen verfertigten Medaillen, theils zur Aufnahme in das Compte rendu, theils zur \u00f6ffentlichen Vorlegung, dem Secretair zu zustellen. In Ansehung der sonst in heutiger Sitzung zum Vortrag gekomenen Sachen, ist\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 41, fol. 555)]<br><br>Beginn einer neuen Serie von Portraitmedaillien. [Diese werden bis auf die Medaille mit der Darstellung von Leibniz und Lessing nach dem Leben modelliert (Hoffmann: S. 30)]<br><br>Mitte Mai: 2monatige Reise nach Leipzig, Gotha, Weimar, Kassel um Utensilien einzukaufen, Steinschneider zu treffen und M\u00fcnzkabinetts zu besuchen. Unterwegs entstehen zahlreiche weitere gelehrten Portraits: in Gotha von Becker, L\u00f6ffler, v. Th\u00fcmmel, Zach; in Jena B\u00f6ttiger, Goettling, Griesbach, Lober, Sch\u00fctz, Schiller und Wieland (Hoffmann: S. 31)<br><br>Im September geplante Fortsetzung der Gelehrtenportraitsreihe. Die Bitte bei Heinitz um \u201e1. Lieferung 6 St\u00fcck Berliner Gelehrte um Hochero Bildnis\u201c von Strusensee, Meierotto, Teller, Gedecke und Nicolai wird jedoch abgelehnt.<br><br>24.12. Brief an Carl August B\u00f6ttiger (Mscr.Dresd.h.37,4\u00b0, Bd.1, Nr.4).<br><br>1797<br>Im Mai wird Abramson erneut Urlaub zu weiteren Modellierungsarbeit von Gelehrten gew\u00e4hrt: Reise nach Hamburg, Hannover, Halberstadt, Helmstedt und G\u00f6ttingen (dort 9 Portraits von Professoren) (Hoffmann: S. 31)<br><br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Wieland, B\u00f6ttiger, [beide] in Weimar\", \"Griesbach, Schiller, Loder, Paulus, Gettling, Sch\u00fctz, [alle] in Jena\", \"L\u00f6ffler, Becker, v. Zach, v. Th\u00fcmmel [alle] in Gotha\", \"Gmelin, Lichtenberg, K\u00e4stner, Blumenbach [alle] in G\u00f6ttingen\", \"Ein Rahm, worin sich die Bildnisse von Steuensee, Gedike, teller und Meieroto, in wei\u00dfer Masse befinden\", \"Ein Rahm, worin die Bildnisse der vier G\u00f6ttinger Gelehrten: Heyne, Schl\u00f6zer, Feder und Eichhorn\", \"Vier Frauensk\u00f6pfe\", \"Ein Kinderkopf\", \"Eine Hygiea\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1797:225-233)<br><br><br>1798<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein Bildni\u00df einer Dame in ganzer Figur. Nach der Natur\", \"Zw\u00f6lf Bildni\u00dfe. Unter derselben Nummer. Nach der Natur\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1798:219.220)<br>[6. Januar: \"Des Herrn Curatoris Excellenz legten dem Senat, eine von Abramson entworfene Idee von einem neuen Thaler vor, welcher im Ganzen sehr approbirt, jedoch dabey bemerkt worden, da\u00df es be\u00dfer seyn w\u00fcrde, statt des k\u00f6nigl. bekleideten k\u00f6niglichen Bildes nur blos den Kopf des K\u00f6niges hinzustellen. Auch w\u00fcrde es nach der Meynung des H. Hirt von Nutzen seyn, die Abdr\u00fccke von den besten griechischen in dieser Art verfertigten Medaille zur Nachahmung anzuschaffen.\" (GStA, I. HA Rep 76 alt, Abt. III, Nr. 42, fol. 29)<br><br>1800<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Die f\u00fcnf K\u00f6nige von Preu\u00dfen, die in diesem Jahrhundert regiert haben, in einem Rahm\", \"Die f\u00fcnf K\u00f6niginnen als Pendant dazu\", \"Die Huldg\u00f6ttin in der Gestalt unserer allgeliebten Monarchin schwebt leicht \u00fcber die Erde hin, und h\u00e4lt mit der einen Hand die Fackel der Liebe, auf der anderen tr\u00e4gt sie die drei Grazien. Sie folget den Schritten eines Genius der Minerva, welcher durch den Helm, Schild und Lanze kenntbar wird\", \"Verschiedene Portraits. unter einer Nummer\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1800:188-191)<br><br>Abramsons Vater Jacob Abraham stirbt. Abramson, der bis dahin noch mit seiner Frau im elterlichen Haus in der Neuen Friedrichstra\u00dfe Nr. 41 gewohnt hat, zieht mit seiner Familie in die Markgrafenstra\u00dfe Nr. 3. (Hoffmann: 29)<br><br>1801<br><\/b>Das Buch \"Versuch \u00fcber den Geschmack auf Medaillen und M\u00fcnzen der Neuern, im Vergleich zu jenen aus \u00e4ltern Zeiten\" erscheint.<br>Rezension: \"Wenn der Verfasser \u00fcber Symbolen und Allegorie, insonderheit auf den M\u00fcnzen aus den \u00e4ltern Zeiten, wenig Gen\u00fcge leistet, und das Historische der M\u00fcnzen \u00fcberhaupt bey ihm als Nebensache nicht in Betrachtung kommt, so sagt er doch viel Gutes \u00fcber die Verbesserung des Geschmacks auf den neuern M\u00fcnzen, und sein Wunsch ist gerecht, da\u00df den St\u00e4mpelschneidern in unsern Zeiten ein weiteres Feld gegeben werden m\u00f6ge. Fast f\u00fcrchten wir aber, da\u00df er einem Medaileeur mehr beylegt, als von seiner Kunst gefordert wird; denn er soll nicht nur eigene Erfindungen durch Zeichnungen und Modelle an den Tag legen k\u00f6nnen, sondern auch Umschriften zu Medaillen erfinden. Dies d\u00fcrfte nun wohl nicht immer zum besten ausfallen, und eher vom Numismatiker anzugeben seyn. Ausser da\u00df der Medailleur Zeichner und Graveur seyn mu\u00df; ist alles, was man von ihm fordern kann, da\u00df er eine kunstdichterische Erfindungskraft f\u00fcr Bilder habe, welche [6] eine gegebene Veranlassung zur Darstellung derselben verlangt. Uns deucht, vor allen Dingen mu\u00df der Medailleur die Grenzen seiner Kunst kennen; und diese sind gewaltig enge; Er kann sehr wenig vorstellen, einmahl, wegen der kleinen Fl\u00e4che, auf welcher er arbeitet, dann, weil nur wenig Ideen bildlich abgedruckt werden k\u00f6nnen, so da\u00df sie gef\u00e4llig und zugleich verst\u00e4ndlich sind. Als Zeichner hat er die sch\u00f6ne Natur und das sch\u00f6ne Ideal vor sich, aber f\u00fcr ihn sind es blo\u00df Zeichen, um Ideen auszudr\u00fccken. Um diese Zeichen verst\u00e4ndlich zu machen, mu\u00df viel zu H\u00fclfe genommen werden: die veranlassende Begebenheit selbst als eine schon allgemein bekannte Sache, der schon allgemein bekannte Gebrauch der Zeichen und ihres Sinnes, die als H\u00fclfsmittel beygebrachte Schrift, es sey zu Bestimmung des Zeichens (des Bildes), oder des Zeitumstandes, oder der Person, welche Veranlassung ist. Da\u00df der Medailleur alles neu erfinden soll, ist selten der Fall. Das Poetische der Erfindung besteht jetzt gr\u00f6\u00dften Theils in der Anwendung der schon als Zeichen bekannten Figuren. Neue Zeichen werden selten und schwer zu erfinden seyn. Unsere neuern, wie z. B. die 44 Z. angef\u00fchrten, was w\u00fcrden sie seyn, wenn nicht Worte dabey st\u00e4nden, die einen Sinn geben. Da\u00df auf der gangbaren M\u00fcnze das Bild in der \u00fcblichen Tracht dargestellt seyn mu\u00df, hat seinen Grund darin, da\u00df unsere M\u00fcnze \u00fcberhaupt nichts bildlich Sprechendes, nichts Allegorisches an sich hat und haben kann, so bald blo\u00df Werth oder Wapen [sic!] darauf vorkommt; alles istr hier vielmehr historisch. Aber auf einer Medaille kann die Frage schon [7] anders ausfallen, wo durch die gebrauchten symbolischen Figuren das Ganze ver\u00e4ndert wird. Indessen ist unter zwey Wegen immer der ertr\u00e4glichere, das Portrait modern darzustellen. Aber f\u00fcr Portraits, und noch mehr auf Medaillen, mu\u00df besser gesorgt gesorgt werden, als gemeiniglich geschieht. Hier ist Portrait\u00e4hnlichkeit nicht genug, es mu\u00df Charakter ausgedruckt seyn; hier sind wohl die meisten Fehler der St\u00e4mpelschneider, die uns Portraite, statt sie zu veredeln, mit Grimasse oder zum Schrecken liefern, wie wir dergleichen Medaillen von Privat-Personen kennen.\" (G\u00f6ttingische gelehrte Anzeigen, 1. St\u00fcck, 02.01.1802: 6ff.<b><br><br>1802<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung:<br>\"Ein historisch-allegorisches Bild in Wachs modellirt, auf die Stiftung des Joachimsthalischen Gymnasiums. Man sieht hier den Churf\u00fcrsten Joachim Friedrich in seinem Churf\u00fcrstlichen Ornate, den Churhut auf dem Haupte, wie er der Minerva, der G\u00f6ttin der Gelehrsamkeit, einige Kinder von verschiedener Gr\u00f6\u00dfe empfiehlt. Das j\u00fcngere, welches der Churf\u00fcrst noch an der Hand h\u00e4lt, die er aber schon ge\u00f6ffnet hat, um die Kinder der G\u00f6ttin zu \u00fcberliefern, wird von dem \u00e4lteren Knaben durch einen Fingerzeig auf die G\u00f6ttin aufmerksam gemacht. Die G\u00f6ttin selbst ist hier durch die Eule, das Bild des Nachdenkens, und ihre \u00c4gide bezeichnet. Im Abschnitt: Joachim Friedrich stiftet das Gymnasium 1607\", \"Verschieden Portraits unter derselben Nummer\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1802:22.446)<br><br>In der von Johann Georg Kr\u00fcnitz innitiierten \"Oeconomische Encyclopaedie&nbsp; oder Allgemeines System der Land-, Haus- und Staats-Wirthschaft\" wird Abramson auf dem Titelkupfer abgebildet. Abramson selbst hatte zahlreiche Artikel f\u00fcr die Enzyklop\u00e4die verfasst (Hoffmann: S. 44) Portrait: J. Rosenberg del.; S. Halle (= Schwager von Kr\u00fcnitz) scul.<br><br>1803<br>Aus Krankheitsgr\u00fcnden bittet Abramson um einen sechsw\u00f6chigen Erholungsurlaub, w\u00e4hrenddessen wird er von seinem Sch\u00fcler Carl Lesser vertreten. (Hoffmann: S. 34)<br><br>Am 4. November stirbt der Bruder Hirsch Abramson<br><br>1804<br>Beteiligung an der Berliner Akademieausstellung: \"Verschiedene Bildnisse in Wachs modellirt\". (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1804:319)<br><br>1805<br>Erneute Verschlechterung des Gesundheitszustandes.<br><br><\/b>\"Das Obercollegium medicum zu Berlin hat durch Hrn. Abramson eine grosse Pr\u00e4mienmedaille f\u00fcr die th\u00e4tigsten Verbreiter der Schutzpocken pr\u00e4gen lassen. [... Beschreibung] (Neues Allgemeines Intelligenzblatt f\u00fcr die Literatur und Kunst, Nr. 52, 09.11.1805: 850)<b><br><br>1806<br>Abramson mu\u00df wiederum wegen seines Gesundheitszustandes Urlaub nehmen - Kuraufenthalte in Wiesbaden und Pyrmont (Hoffmann, S. 34)<br><br>[Akademieprotokoll vom 29. Juni 1809]<br><br>1808<br>Medaille anl\u00e4\u00dflich der R\u00fcckkehr des preu\u00dfischen K\u00f6nigspaares nach Berlin.<br><br>1810<br>Medaille anl\u00e4\u00dflich des Todes von K\u00f6nigin Luise.<br><br>1811<br>Abramson stirbt am 23. Juli. [Ein Nachruf erscheint kurze Zeit sp\u00e4ter in der Haude- und Spenerschen Zeitung].<br>\"Der Staat hat durch diesen Tod [...] einen empfindlichen Verlust erlitten, da der Verstorbene zur Zahl der vorz\u00fcglichsten K\u00fcnstler in seinem Fach geh\u00f6rte, und dem Staate seit dem Jahre 1772 unter drei Monarchen treu und gewissehaft gedient hat; [...] die ihm \u00fcbertragene Arbeit f\u00fcr die M\u00fcnze hat er mit unerm\u00fcdetem Flei\u00df und Eifer verrichtet und die Ereignisse der letzten Jahre, die er sich als ein treuer Patriot sehr zu Herzen gehen lie\u00df, haben seine ohnehin schwache Gesundheit und sein Leben untergraben und seinen fr\u00fchen Tod gef\u00f6rdert.<br><br>Begraben auf dem Friedhof in der Gro\u00dfen Hamburger Stra\u00dfe. Grabinschrift:<br>\"Hier ruht Herr Abraham, Sohn des Herrn Jacob, Siegelstecher seeligen Andenkens [...] ein Mann geschickt in seinem Werke, selbst vor K\u00f6nige konte er sich stellen. Als Meister und K\u00fcnstler war er t\u00e4tig und stach alle Arten von Petschaften, Siegeln und Emblemen<br><br>In den Staatl. Museen Berlins (wo?) sind noch ca. 200 M\u00fcnzen Abramsons erhalten.<br><br><br><br>Christopher Drum\/Claudia Sedlarz 2010<br><br>Mitgliedschaft in der Hamburger \"Gesellschaft zur F\u00f6rderung der K\u00fcnste und n\u00fctzlichen Gewerbe\" (Hoffmann: S. 44). M\u00f6glicherweise um 1799\/1800&nbsp; da er in dieser Zeit&nbsp; eine Preismedaille f\u00fcr die gesellschaft anfertigte<br><br>Werkverzeichnis: Meusel: S. 4-11.<br><br>Quellen (Nachla\u00df, Autographen etc.)<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Brief an Unbekannt, um 1775 (Bibliothek der Hansestadt L\u00fcbeck, Autographensammlung Hennings: Blaue Kartons ).<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Brief an Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, Berlin, 17.06.1780 (Bayerische Staatsbibliothek, Gerstenbergiana II).<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Brief an Carl August B\u00f6ttiger, Berlin, 24.12.1796 (S\u00e4chsische Landesbibliothek - Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Dresden, Mscr.Dresd.h.37,4\u00b0,Bd.1,Nr.4).<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Brief an Joachim Heinrich Campe, Berlin 25.12.1796 (Herzog-August-Bibliothek, Briefsammlung Vieweg 1 1)<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Brief an Carl August B\u00f6ttiger, Berlin, 07.11.1798 (S\u00e4chsische Landesbibliothek - Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Dresden,Mscr.Dresd.h.37,Verm.4\u00b0,VI,Nr.1).<br><br><br>Literatur<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Neue Deutsche Biographie, 1953: 1,24.<br>Neue Bibliothek der sch\u00f6nen Wissenschaften und der freyen K\u00fcnste, 18 Bd., 1776: 331f.<br><br><br>Noch zu sichtende Literatur<br><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; * John, Timo: \"Nicht nur ein lieber Freund und Kupferstecher ...\". \u00dcber den Entwurf der Gedenkmedaille des Philosophen Moses Mendelssohn von Daniel Nikolaus Chodowiecki; in: Dresdener Kunstbl\u00e4tter, 41, 1997. S. 4-10. &lt;HU UB, 2.OG., LD 4387&gt;<br><\/b><br>\n\n","genealogie":"Vater: Jakob Abraham (Medailleur)\nMutter: Veilchen Abraham (1717-27.4.1802)\nBruder: Hirsch Abramson","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/10662\" class=\"link-hover text-primary\">Jacob Abraham und Abraham Abramson<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":["Gesellschaft der Freunde"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}