
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Abegg < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Abegg < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/922","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/922","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Abegg"},"count":{"lebensdaten":11,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/922","text":"Johann Friedrich Abegg"}]},"data":{"id":922,"zusatz_id":922,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Abegg < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Abegg < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/922","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/922"},"title":"Johann Friedrich Abegg","nachname":"Abegg","vorname":"Johann Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"30.11.1765","geburtsort":"Roxheim bei Kreuznach","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"16.12.1840","sterbeort":"Heidelberg","sterbeland":null,"berufe":{"1":"Theologe"},"vereine":[" "],"bekanntschaften":{"12":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/662\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Erich Biester (Publizist, Bibliothekar)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/532\" class=\"link-hover text-primary\">Philipp Karl Buttmann (Altphilologe, Bibliothekar)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/631\" class=\"link-hover text-primary\">David Friedl\u00e4nder (Kaufmann, Schriftsteller, Publizist)<\/a>","9":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/540\" class=\"link-hover text-primary\">Henriette Herz (Saloni\u00e8re)<\/a>","10":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/541\" class=\"link-hover text-primary\">Naphtali Marcus Herz (Arzt, Philosoph)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/550\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Iffland (Theaterdirektor, Schauspieler, Schriftsteller)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/539\" class=\"link-hover text-primary\">Daniel Jenisch (Polyhistoriker, Philosoph, Publizist, Theologe)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/647\" class=\"link-hover text-primary\">Christoph Friedrich Nicolai (Schriftsteller, Verleger)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/562\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Philipp Rosenstiel (Beamter)<\/a>","8":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/930\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Samuel Gottfried Sack (Theologe)<\/a>","11":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/572\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Joachim Spalding (Theologe, Prediger)<\/a>","7":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/928\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelm Abraham Teller (Theologe)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/589\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Z\u00f6llner (Theologe, Oberkonsistorialrat)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <p align=\"left\"><b>1765<br>\n <\/b> Am 30. November Geburt Abeggs in Roxheim bei Kreuznach als Spro\u00df einer\n kinderreichen Predigerfamilie. Vorzeitiger Abbruch einer Kaufmannslehre, um\n seine Schulausbildung am Gymnasium in Gr\u00fcnstadt fortzusetzen.<\/p>\n <p><b>1784<br>\n <\/b> Im Fr\u00fchling Beginn des Studiums der Theologie und Philologie an der\n Universit\u00e4t Halle, wo er die lutherischen Theologen Georg Christian Knapp,\n Johann Salomo Semler und den ber\u00fchmten Philologen Friedrich August Wolf\n h\u00f6rt. Nach 2 1\/2 Jahren besteht Abegg die Pr\u00fcfung als Kandidat mit der\n besten Note, wird Vikar und bei dem Kirchenrat Hilspach in Neckargem\u00fcnd f\u00fcr\n die Erziehung seines Sohnes angestellt.<br>\n <\/p>\n <p><b>1789<br>\n <\/b> Erste Anstellung als Konrektor des Gymnasium in Heidelberg. Vier Monate\n sp\u00e4ter wird er dessen Direktor. Ende des Jahres erfolgt seine Berufung zum\n au\u00dferordentlichen Professor der philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t\n Heidelberg, wo er Vorlesungen zur Geschichte der antiken Literatur h\u00e4lt.<\/p>\n <p><b>1790<br>\n <\/b> Heirat mit der 19-j\u00e4hrigen Tochter des Administrationsrates de Pr\u00e9.<\/p>\n <p><b>1793<br>\n <\/b> Nach schwerer Krankheit R\u00fcckkehr in den Pfarrberuf. Praktischer\n Theologe und Inspektor in Boxberg bei W\u00fcrzburg. Als Mitglied der pf\u00e4lzischen\n Synode beeinflu\u00dft er ma\u00dfgeblich die Entwicklung der reformierten Kirche in\n der Pfalz.<\/p>\n <p><b>1798<br>\n <\/b> Auf Einladung seines Bruders viermonatige Reise nach K\u00f6nigsberg, die\n ihn auf dem Hin- und R\u00fcckweg \u00fcber Berlin f\u00fchrt. Zuvor macht er Station in\n Jena, wo er mit Fichte zusammentrifft. In Weimar begegnet er Goethe, Herder,\n Schillers Frau und dem Theaterintendanten Iffland. In Leipzig, der n\u00e4chsten\n Station seiner Reise, stattet er Jean Paul einen Besuch ab. H\u00f6hepunkt der\n Reise sind in K\u00f6nigsberg neben der Audienz bei Friedrich Wilhelm III. und\n K\u00f6nigin Luise mehrere Treffen mit Kant.<br>\n Berlin besucht er zum ersten Mal vom 10. bis zum 16. Mai. Abegg gastiert im\n \"K\u00f6nig von Portugal\" in der Burgstra\u00dfe. Seine Eindr\u00fccke schildert er in\n seinem \"Reise Tagebuch\", dessen Berlineintrag mit den Worten beginnt:\n <i>\"Die Stadt ist au\u00dferordentlich sch\u00f6n\" (Abegg 1987, S. 97).<\/i> Es folgt\n eine detaillierte Beschreibung seiner verschiedenen Besuche.&nbsp; Abegg\n trifft mit vielen Personen des \u00f6ffentlichen Lebens zusammen, darunter Johann\n Joachim Spalding, Friedrich Samuel Sack, David Friedl\u00e4nder und dem Ehepaar\n Herz, Friedrich Nicolai und seinem Kreis u.a.<br>\n Auch von der Stadt sieht Abegg viel. Er besichtigt den Gensdarmenmarkt, die\n Friedrichsstadt, den Tiergarten und Charlottenburg. Zudem besucht er viele\n Gesellschaften. Auf dem R\u00fcckweg von K\u00f6nigsberg kommt er am <i>22. Juli\n abends um 6 Uhr zu Berlin am Thore an. Wir wurden \u00fcber eine Stunde durch die\n Visitation aufgehalten, und mit der widerlichsten Empfindung stieg ich\n wieder in den zerw\u00fchlten Wagen. (...). Ich f\u00fchlte mit Schmerz das Ungemach\n der Reise, der Entfernung von meiner geliebten Frau und Kindern, und war so\n niedergeschlagen, da\u00df ich mich keiner unangenehmeren Stimmung seit lange her\n erinnern kann. (Abegg, S. 277ff.).<br>\n <\/i> Abeggs Stimmung bessert sich im Laufe seines Aufenthaltes. Er besucht\n den Montagsclub, und einige Kollegen, darunter den Kirchenrat Meierotto.\n Besonders vergn\u00fcglich scheint ein Treffen mit dem Hofprediger L\u00fcdecke\n gewesen zu sein, dem Beichtvater der preu\u00dfischen K\u00f6nigin: <i>\"Der Mann ist\n ausnehmend unterhaltsam und geistreich\" (Abegg, S. 390)<\/i> und\n erfreut&nbsp; Abegg mit Anekdoten \u00fcber den ehemaligen Minister Johann\n Friedrich W\u00f6llner und einigem Hofklatsch.&nbsp; Am 28. Juli verl\u00e4\u00dft Abegg\n Berlin und f\u00e4hrt nach Potsdam. Von dort reist er \u00fcber Halle, Osmanst\u00e4dt und\n Gotha zur\u00fcck in die Pfalz. Das \"Reise Tagebuch\" wird erstmals 1976 der\n \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Abegg verbat sich und den Nachkommen eine\n Ver\u00f6ffentlichung.<br>\n <\/p>\n <p><b>1799<br>\n <\/b> Pfarrer in Leimen.<\/p>\n <p align=\"left\"><b>1807<br>\n <\/b> Berufung zum au\u00dferordentlichen Mitglied des aus Lutheranern und\n Reformierten gebildeten Gro\u00dfherzoglich Badischen Oberkirchenraths in\n Karsruhe. Zugleich \u00fcbernimmt er die Pfarrerstelle in Welschneureuth.<\/p>\n <p><b>Seit 1808<br>\n <\/b> Abegg ist zweiter Prediger an St. Peter und seit 1814 an der\n Heiliggeistkirche in Heidelberg.<\/p>\n <p><b>1810<br>\n <\/b> Berufung zum korrespondierenden Mitglied des Oberkirchenrats mit dem\n Rang und Titel eines Kirchenrats. Seit 1816 Ordentlicher Professor f\u00fcr\n praktische Theologie an der Theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t\n Heidelberg. Dort wird er zum Doktor der Theologie ernannt.<\/p>\n <p><b>1817<br>\n <\/b> Tod seiner Ehefrau Elisabeth Charlotte de Pr\u00e9.<\/p>\n <p><b>1822<br>\n <\/b> 2. Ehe mit Wilhelmine Maurer, verwitwete Dupr\u00e9.<br>\n <\/p>\n <p><b>1840<br>\n <\/b> Am 16. Dezember stirbt Abegg nach l\u00e4ngerer Krankheit im Alter von 75\n Jahren in Heidelberg.<\/p>\n ----------------------------------------<br>\n <br>\n Der Theologe Abegg war eine Zentralfigur des Heidelberger\n Romantikerkreises, ein bedeutender und beliebter Prediger und einer der\n angesehensten Professoren der Universit\u00e4t. Er stand in Kontakt mit Jean\n Paul, Anton Friedrich Justus Thibaut, den Br\u00fcdern Boisser\u00e9 und Gustav\n Schwab. Im Mai und im Juli 1798 hielt er sich f\u00fcr einige Tage in Berlin\n auf.<br>\n <br><br>Sven Haase, 2004<br>\n <b><br><\/b>","genealogie":"Vater: Johann Friedrich Abegg, reformierter Pfarrer\nMutter: Catharina Juliana Beck","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5253\" class=\"link-hover text-primary\">Vortr\u00e4ge auf Veranlassung des Hinscheidens des Johann Friedrich Abegg<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5254\" class=\"link-hover text-primary\">Das Kirchenrath-Abegg'sche Stipendium f\u00fcr Theologie-Studirende in Heidelberg<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5255\" class=\"link-hover text-primary\">Conspectus introductionis in theologiam homileticam viro ... ornatissimo Ioanni Frider. Abegg<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/9677\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Abegg<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"von 10.5.1798 bis 16.5.1798","gebaeude":"Gasthof \"\"K\u00f6nig von Portugall\"\"","damals_adresse":"Burgstra\u00dfe 12","heute_adresse":"","kommentar":"Der Gasthof befand sich gegen\u00fcber vom Schlo\u00df direkt an der Spree.\n"},{"zeitraum":"von 22.7.1798 bis 27.7.1798","gebaeude":"Gasthof \"\"K\u00f6nig von Portugall\"\"","damals_adresse":"Burgstra\u00dfe 12","heute_adresse":"","kommentar":"\n"},{"zeitraum":"von 14. August 1817 bis Ostern 1818","gebaeude":null,"damals_adresse":"Neue Friedrichstra\u00dfe 54","heute_adresse":"","kommentar":null}],"fach":["Theologie"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}