Karl Gottlieb Suarez

Lebensdaten

Nachname:
Suarez
Vorname:
Karl Gottlieb
Geburtsdatum:
27.02.1746
Geburtsort:
Schweidnitz
Geschlecht:
männlich
Todesdatum:
14.05.1798
Sterbeort:
Berlin
Beruf(e):
  • Jurist

Namensformen

Namensvarianten:
Schwaretz; Schwartz

Biographie

Lebenslauf:
Jurist, Kgl. preußischer geheimer Oberjustiz- und Tribunalrath, Mitglied der Jurist, Kgl. preußischer geheimer Oberjustiz- und Tribunalrath, Mitglied der Gesetzeskommission zu Berlin.

Suarez studierte in Halle und kam 1780, nachdem er als "Oberamts- und Pupillenrath" bei der Oberamtsregierung in Breslau angestellt war, im Zuge der großen preußischen Justizreform mit dem Großkanzler von Carmer nach Berlin. Suarez war entscheidend an der Abfassung eines neuen preußischen Gesetzbuches beteiligt, zu dem sämtliche Provinzialrechte gesammelt und statt des recipierten römischen Rechts ein allgemeines subsidiarisches Gesetzbuch für die gesamten preußischen Staaten geschaffen wurde. Suarez verfaßte zudem ein Rescript zur Beschwichtigung der gegen das Wöllnersche Religionsedikt vom 9.7.1788 erhobenen Bedenken sowie das Zensuredikt vom 19.12.1788. Friedrich Wilhelm II., der ab 1791 als Kronprinz von Suarez in Natur- und Staatsrecht unterrichtet worden war, soll den Juristen geschätzt und vor Suarez' Ableben der Witwe eine Pension zugesichert haben.*
*Diese Pension gab es wirklich. In der Haude- und Spenerschen Zeitung, Nr. 62,vom 24. Mai 1798 steht: "Des Königs Majestät haben ... der Wittwe des vortreflichen Geheimen Raths Suarez eine Pension von 800 Thalern jährlich zugesichert, und davon noch ihrem verstorbenen Manne auf dessen Todtenbette huldreichst Nachricht erheilt."
Wippermanns Artikel in der ADB zufolge soll Suarez dennoch nicht der "Richtung" Wöllners und Friedrich Wilhelms angehört haben, als man ihn zum Lehrer des Kronprinzen wählte. (S. 252). Suarez hatte engen Kontakt zu Großkanzler Carmer, in dessen Haus vor dem Königsthore (jetzt Alexanderplatz) er 15 Jahre lang lebte. Dort wohnten auch Suarez´ Assistenten Volckmar, Pachaly und Klein. Zu erwähnen sind – neben der persönlichen Bekanntschaft mit Friedrich Wilhelm II. – von Suarez gehaltene Vorträge vor der Berliner Montagsgesellschaft, unter anderem über den Einfluß der Gesetzgebung auf die Aufklärung und den Zweck des Staates, sowie seine Briefwechsel, in denen er sich mit Kommentaren zur Justizreform auseinandersetzte. Schließlich war Suarez Mitglied der von ihm mit ins Leben gerufenen "gelehrten Gesellschaft zum Nutzen der Wissenschaften und Künste" seit ihrer Entstehung 1766 Gesetzeskommission zu Berlin.

Werke/Literatur

Register

Fachregister:
  • Rechtswissenschaften
Institutionsregister:
  • Akademie der Wissenschaften
Gruppen/Vereinigungen-Register:
  • (Geheime) Mittwochsgesellschaft

Person: Karl Gottlieb Suarez, Berliner Klassik, hrsg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2003-2013. URL: https://berlinerklassik.bbaw.de/personen/517.

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