Elisabeth Staegemann

Lebensdaten

Nachname:
Staegemann
Vorname:
Elisabeth
Adelsprädikat:
von
Geburtsdatum:
11.04.1761
Geburtsort:
Königsberg
Geschlecht:
weiblich
Todesdatum:
11.07.1835
Sterbeort:
Berlin
Beruf(e):
  • Salonière

Namensformen

Geburtsname:
Fischer
Geschieden:
Graun

Genealogie

Genealogie:
V.: Johann Jakob Fischer (1786 verschollen), Kaufmann und Kommerzienrat. M.: Regina geb. Hartung (1734-1805), Tochter des Buchdruckers und Verlegers Johann Heinrich Hartung in Königsberg. 1. Ehemann: Justizrat Graun. zwei Kinder aus dieser Ehe: Ferdinand, Antoinette (Antonie Theodora, 1785-1859). 2. Ehemann: Friedrich August Staegemann (1763-1840), Jurist, Dichter. zwei Kinder aus dieser Ehe: August (1797-1866), Hedwig (1799-1891). Enkelin: Marie von Olfers. Urenkelin: Sybille von Olfers.

Biographie

Lebenslauf:
Elisabeth Fischer, die am 26. Juli 1780 den Justizrat Graun heiratete, genoß in den intellektuellen und vor allem den musikalischen Kreisen Königsbergs hohes Ansehen. Sie unterhielt seit den späten 1780er Jahren einen Salon, den sie auch nach ihrer Scheidung von Graun 1795/96 und zur Zeit der zweiten Ehe mit dem Juristen und Dichter Friedrich August Staegmann, den sie im September 1796 heiratete, weiterführte. Als dieser 1806 als Geh. Finanzrat und Kgl. Hauptbankkommissarius nach Berlin berufen wurde, wechselten die Staegmanns den Wohnort, um bereits kurze Zeit später, nach der Schlacht bei Jena/Auerstedt im September 1806 nach Königsberg - zeitweilig Memel - zu flüchten. In Königsberg wurden sie näher mit den Radziwills bekannt. Das gesellige Leben nahmen die Staegmanns in Königsberg wieder auf, doch war dies aufgrund der instabilen politischen Verhältnisse nur eingeschränkt möglich. Nach der Rückkehr des Kgl. Hofes nach Berlin zogen auch die Staegmanns 1809 wieder um. Elisabeth Staegmann etablierte nun in Berlin einen literarisch-musikalischen Salon, zu dessen Gästen neben Künstlern und Intellektuellen viele Staatsbeamte und Militärs zählten. Aus Krankheitsgründen zog sich Elisabeth von Staegmann Ende der 1820er jahre aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. An ihren Platz trat ihre Tochter Hedwig von Olfers, die später einen eigenen Salon eröffnete. (P. Wilhelmy)

Werke/Literatur

Berlinaufenthalte

  • 1806
  • 1809-1818 Kgl. Bankgebäude Jägerstraße Dienstwohnung
  • ab 1818 Charlottenstraße 68 Umzug innerhalb Berlins
  • ab 1825 ehem. Hardenbergsches Palais Dönhoffplatz Umzug innerhalb Berlins
  • ab 1833 Charlottenstraße 31 Umzug innerhalb Berlins

Quellen

Allgemeine Quellen:
P. Wilhelmy, Der Berliner Salon

Person: Elisabeth Staegemann, Berliner Klassik, hrsg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2003-2013. URL: https://berlinerklassik.bbaw.de/personen/622.

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