Gottfried Wilhelm Völcker

Lebensdaten

Nachname:
Völcker
Vorname:
Gottfried Wilhelm
Geburtsdatum:
23.03.1775
Geburtsort:
Berlin
Geschlecht:
männlich
Todesdatum:
01.11.1849
Sterbeort:
Berlin
Beruf(e):
  • Maler
Verknüpft mit folgenden Vereinen:

Biographie

Lebenslauf:
1775
Am 23. März wird Gottfried Wilhelm Völcker geboren.

Schüler von Johann Friedrich Schulze an der königlichen Porzellanmanufaktur.

1794
Völcker ist erstmals bei der Ausstellung der Berliner Akademie der Künste vertreten und zeigt dort "Ein Blumenstück mit Wasserfarbe gemahlt nach Schulze". Der Katalog vermerkt ihn als "Mahler bei der Porcellan-Manufaktur" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1794:150).

1797
Bei der Berliner Akademieausstellung zeigt Völcker "Ein Blumenstück in Wasserfarbe gemalt nach Schulze", möglicherweise handelt es sich hierbei um die Arbeit von 1794 (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1797:149).

1798
Der Katalog der Akademieausstellung vermerkt "Drei Blumenstücke in Wasserfarbe gemalt" unter einer Nummer (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1798:88).

1800
Völcker zeigt bei der Berliner Akademieausstellung mit einem "Blumenstück in Wasserfarbe gemahlt" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1800:154).

1802
Zur Überraschung des Berliner Publikums zeigt Völcker bei der diesjährigen Akademieausstellung nicht nur "einige Blumenstücke" sondern auch "ein Fruchtstück". Die Bilder werden im Katalog unter den "später eingereichten Kunstsachen" geführt (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1802: 445).

1803
Völcker wird Nachfolger Schulzes in seiner Position als Malereivorsteher an der königlichen Porzellanmanufaktur.

1804
Bei der Akademieausstellung werden zwei Blumenstücke präsentiert (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1804:575.576).

1806
Völcker ist mit zwei in Öl gearbeiteten Stilleben mit Blumen- und Früchtemotiv bei der Berliner Akademieausstellung vertreten (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1806:145.146).

1810
Der Katalog der Berliner Akademieausstellung verzeichnet ein "Blumenstück" von Völcker (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1810:69).

1811
Am 12. März zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste in Berlin ernannt, dort später auch Professor. Die Chronik des Ausstellungskataloges der Berliner Akademie bezeichnet ihn als "Blumenmaler in Berlin" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:VIII).

1812
Völcker zeigt bei der Akademieausstellung zwei Stilleben mit Blumen. Der Katalog vermerkt zum ersteren: "Ein Blumenstück von ausländischen Pflanzen nach der Natur, als: Cactus grandiflorus, Hydrangea hortensis, Celosia cristata, Georgina coccinea, Browallia elata, Erodium incarnatum, Cistus albidus, Strelitzia Reginae, Colaea scandens, Pelargonium tricolor, Pelargonium Barringtonii, Linaria reticulata, Veronica australis, Chrysanthemum carinatum, Centaurea montana, Passiflora holosericea, u.s.w. Der Katalog führt ihn zudem erstmals als Mitglied der Akademie (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1812: 67.68).

1814
Völcker zeigt bei der Berliner Akademieausstellung drei Stilleben mit Blumen und eines mit Früchten. Außerdem führt der Katalog die Bilder "Ein todter Hase, nach der Natur" und "Ein Rebhuhn, nach einem unbenannten Meister" an (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1814:47-52).

1816
Neben einem Stilleben mit Blumenmotiv präsentiert sich Völcker erstmals bei der Akademieausstellung mit einer Landschaftsdarstellung, die er nach Schwanefeld kopiert hat (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1816:54.55).

1818
Völcker wird im Katalog der Berliner Akademieausstellung erstmals mit dem Titel eines  Professor belegt. Dem Besucherpublikum präsentiert er in diesem Jahr "Drei Blumengehänge, nach der Natur; eine Anspielung auf das Bildnis welches in der Mitte als Gemme gemalt ist" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1818:59).

1820
Bei der diesjährigen Akademieausstellung zeigt Völcker "Zwei Blumenvasen mit Blumen, nach der Natur gemalt", "Ein Blumengehänge und Weintrauben" sowie "Ein Fruchtgemälde" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1820: 65-67).

1821
Reise nach Wien.

1822
Völcker reicht für die Akademieausstellung zwei Stilleben ein: "Ein Blumengemälde, nach der Natur" und "Weintrauben und Herbstblumen, nach der Natur" (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1822:105.106).

1823
Reise nach Paris.

1824
Der Katalog der Berliner Akademieausstellung verzeichnet drei Stilleben mit Blumenmotiven von Völcker, von denen eine Arbeit unter den nachgereichten Beiträgen aufgelistet ist (Börsch-Supan, Kataloge, 1. Bd. 1824:80.81.568).

1825
Reise nach Holland. Rückkehr nach Berlin. Übernahme des Amtes des Vorstehers im Figurenfach an der königl. Porzellanmanufaktur.

1826
Völcker zeigt bei der Berliner Akademieausstellung ein Blumenstilleben (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1826:93).

1828
Bei der Berliner Akademieausstellung werden drei Arbeiten Völckers präsentiert:
"Eine Gartenpartie von exotischen Pflanzen. Nach der Natur gemalt", "Eine weiße Lilie (Lilium candidum) die im königl. Garten zu Paretz blühte und 205 ganz vollkommen ausgebildete Blumen hatte. Nach der Natur gemalt" und "Eine Zusammenstellung von Frühlingsblumen mit einer monströsen Kaiserkrone (Frittilaria [sic!] Imperialis). Nach der Natur gemalt" (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1828:80-82).

1830
Völcker reicht für die Akademieausstellung in Berlin drei Stilleben ein: "Rosen. Nach der Natur gemalt" und "Weintrauben und Herbstblumen, nach der Natur". Das dritte "Blumenstück" wird im Katalog unter den nachgereichten Stücken verzeichnet (Börsch-Supan, Kataloge, 2. bd. 1830:673.674.1303).

1832
Bei der Berliner Akademieausstellung ist "Ein Blumenstück in einer Nische, nach der Natur gemalt" zu sehen. Laut Katalog ist Völcker im Haus Thiergartenstraße 4 ansässig (Börsch-Supan, Kataloge, 2. bd. 1832:704).

1834
Völcker ist bei der Berliner Akademieausstellung mit zwei Stilleben vertreten, die beide ein Motiv bestehend aus Blumen und Früchten zeigen. Der Katalog vermerkt weiterhin, dass das größere der beiden Bilder "für K. B. in Königsberg bestimmt" ist, sowie dass der Künstler nun im Haus Leipziger Straße 11 wohnhaft ist (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1834:800.801).

1836
Bei der Berliner Akademieausstellungen werden vier Stilleben Völckers mit Blumen- und Früchtemotiven gezeigt. Der Katalog vermerkt ferner den neuen Wohnsitz des Künstlers, der sich nun in der Leipziger Straße 42 befindet (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1836:982-985).

1838
Völcker reicht für die Berliner Akademieausstellung drei Blumenstilleben ein. Eines davon stellt "Blumen in einer hetrurischen Vase" dar. Der Katalog gibt als aktuelle Adresse wieder das Haus Thiergarten 4 an (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1838:851-853).

1839
Das im königlichen Auftrag entstandene Bild "Die innere Ansicht des Aloe-Hauses im königl. Schloßgarten zu Charlottenburg mit der blühenden Agave americana, welche ein eine Höhe von 21 F. erreichte, und mehrere exotische Pflanzen" wird bei der diesjährigen Akademieausstellung der Berliner Öffentlichkeit präsentiert (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1839:895).

1840
Bei der Berliner Akademieausstellung zeigt Völcker drei Stilleben: "Blumen in einem Korbe, nach der Natur gemalt", "Ein Fruchtstück" ebenfalls nach der Natur sowie "Eine Rosenparthie, im Hintergrund eine waldige Gegend" (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1840:823-825).

1842
Völcker reicht für die Berliner Akademieausstellung drei Arbeiten ein: "Ein Blumen- und Fruchtstück nach der Natur", "Ein Fruchtstück im Oval; Eigenthum des Geh. Ober-Bergraths Herrn Frick" und "Auf einer landschaftlichen Terasse wachsende Rosen, im Vordergrunde Wasser mit einer wilden Ente" (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1842:1015-1017).

1844
Der Katalog der Berliner Akademieausstellung vermerkt drei Stilleben aus Völckers Hand: "Ein Blumengemälde, verschiedener Arten von Rosen, en jardinet nach der Natur gemalt" aus dem Besitz des preußischen Königs, "Ein Fruchtstück" aus dem Eigentum des Geheimen Oberbergrates Frick sowie ein Bild mit "Blumen und Früchten in einer Nische" (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1844:1095-1097).

1847
Völcker feiert am 29. November sein 50jähriges Dienstjubiläum in der Berliner Porzellanmanufaktur (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:V).

1848
Völcker erfreut das Publikum der Berliner Akademieausstellung zu letzten Mal mit zwei Früchtestilleben. Der Katalog vermerkt ihn außerdem als "Geh. Hofrath" (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1848:1110.1111).

1849
Völcker stirbt am 1. November. Die Chronik der Berliner Akademie schreibt im Katalog von 1850: "Gottfried Wilhelm Völcker, Blumenmaler, Königl. Geheimer Hofrath und Professor, geboren zu Berlin den 23. März 1775, Schüler des Blumenmalers Joh. Friedr. Schultze und dessen Nachfolger als Vorsteher der Malerei bei der Königl. Porzellan-Manufactur, wurde den 12. März 1811 zum ordentlichen Mitgliede der Akademie gewählt. Er folgte seinem in diesem Bericht schon erwähnten Sohne am 1. November 1849 im 75. Lebensjahre." (Börsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1850:VII).








Register

Fachregister:
  • Bildende Kunst
Institutionsregister:
  • Akademie der Künste

Person: Gottfried Wilhelm Völcker, Berliner Klassik, hrsg. v. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2003-2013. URL: https://berlinerklassik.bbaw.de/personen/828.

Link zu den API-Daten: https://berlinerklassik.bbaw.de/api/personen/828